Römisches Köln
38 Orte in Köln
Aachener Weiher
In den 1920ern angelegter Stadtsee im Inneren Grüngürtel Kölns — gesäumt von Biergarten, ostasiatischer Kunst und dem Hiroshima-Nagasaki-Park.
Abtei Deutz
seit 10011002 gegründetes Benediktinerkloster in Köln-Deutz; aus seiner Kirche Alt St. Heribert stammt der goldene Heribertschrein.
Alter Markt
Geschichtsträchtiger Platz in der Kölner Altstadt-Nord mit mittelalterlich anmutender Häuserzeile — seit 922 als Kölner Markt belegt.
Appellhofplatz
Kölner Platz, benannt nach dem Appellationsgerichtshof – auf dem Areal eines römischen Torturms und prägender Gerichtsprozesse.
Ara Ubiorum
Römisches Heiligtum im heutigen Köln, geweiht der Göttin Roma und dem Kaiser – hier sollten unterworfene Germanen ihre Treue zu Rom bekunden.
Benediktinerinnenkloster zu den heiligen Makkabäern
Mittelalterliches Frauenkloster am Eigelstein, dessen Name auf nach Köln gebrachte Makkabäer-Reliquien zurückgeht — heute verschwunden.
Deutzer Brücke
Erste Stahlkastenträgerbrücke der Welt (1947/48) – verbindet den Heumarkt mit Deutz; die Römerbrücke stand einige Meter weiter nördlich.
Dombrücke
seit 1859Erste feste Rheinquerung in Köln seit der Römerzeit und direkte Vorgängerin der Hohenzollernbrücke — im Volksmund „Mausefalle" genannt.
Duffesbach
Der einzige Bach der Kölner Bucht, der den Rhein erreicht – künstlich geführt, einst für das mittelalterliche Kölner Gewerbe.
Flottenkastell Alteburg – Hauptquartier der römischen Rheinflotte in Köln-Marienburg
Im heutigen Stadtteil Marienburg lag einst das Hauptquartier der Classis Germanica, der römischen Rheinflotte. Oberirdisch ist davon nichts mehr zu sehen – das Kastellgelände liegt vollständig unter der dicht bebauten Flur Alteburg.
Groß St. Martin
seit 1150Romanische Basilika in der Kölner Altstadt mit kleeblattförmigem Ostchor und markantem Vierungsturm – errichtet über römischen Fundamenten.
Heiligkreuzkapelle
Kleine Kölner Kapelle des 14. Jahrhunderts, deren Südwand auf der römischen Stadtmauer ruhte – 1818 abgebrochen.
Heumarkt
Zweitgrößter Platz Kölns und einer der ältesten der Altstadt – entstanden auf einer einstigen Rheininsel, daher der alte Name „Inselmarkt".
Hohe Pforte
Südtor der römischen Stadtmauer Kölns am „cardo maximus" – Ausgangspunkt der heutigen Hohe Straße.
Hohe Straße
Die Hohe Straße ist eine der bekanntesten Einkaufsstraßen Kölns, die als Fußgängerzone mitten durch die Altstadt-Nord verläuft. Ihre Geschichte reicht bis in die Römerzeit zurück, als sie die zentrale Nord-Süd-Achse der antiken Stadt bildete.
Kastell Deutz (Divitia)
Rechts des Rheins in Köln-Deutz sicherte ab dem frühen 4. Jahrhundert das spätrömische Kastell Divitia den Brückenkopf der konstantinischen Rheinbrücke. Reste der mächtigen Anlage sind bis heute erhalten und seit 2021 UNESCO-Welterbe.
Klarissenkloster Sankt Clara in Köln
Klarissenkonvent beim heutigen Römerturm, ab 1306 belegt und erst mit der Säkularisation 1802 aufgelöst.
Linneper Hof (Reifferscheider Hof), Köln
Ehemaliger Adelshof auf dem Kölner Domhof, ursprünglich Wohnsitz der Erzbischöfe — in den 1740er Jahren abgetragen, heute Teil des Römisch-Germanischen Museums.
Maria im Spiegel (Kloster Sion)
Ehemaliges Kölner Zisterzienserinnenkloster, im Volksmund Kloster Sion genannt, das 1246 in einer früheren Franziskaner-Niederlassung entstand.
Neumarkt
Mit über 27.000 m² der größte der rund 30 Kölner Plätze — einst Vieh- und Hinrichtungsplatz und sagenhafter Hexentanzplatz, mit römischen Funden im Untergrund.
Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik
Römisches Wohnhaus am Kölner Dom, dessen Speisesaal-Boden ein Mosaik aus rund 1,5 Millionen Steinchen mit dem Lustgott Dionysos trägt.
Pfaffenpforte (Nordtor)
seit 100Das römische Nordtor Kölns – einst dreibogiger Hauptzugang, heute als Rest auf der Domplatte und im Römisch-Germanischen Museum erhalten.
Römisches Köln – Colonia Claudia Ara Agrippinensium
Ursprung der Stadt Köln: die römische CCAA, Hauptstadt Niedergermaniens – heute Teil einer UNESCO-Welterbestätte.
Römerbrücke
seit 310Erste feste Brücke über den Rhein im Kölner Raum – unter Kaiser Konstantin I. ab 310 n. Chr. errichtet, an der Stelle der heutigen Deutzer Brücke.
Römergrab Köln-Weiden
Unterirdische römische Grabkammer des 2. Jahrhunderts – zählt zu den besterhaltenen Grabbauten nördlich der Alpen, 1843 entdeckt.
Römisch-Germanisches Museum (RGM)
seit 1946Kölns archäologisches Museum – weltweit größte Sammlung römischer Gläser und das Dionysosmosaik am Dom (derzeit im Belgischen Haus).
Römische Therme und mittelalterliche Badehäuser in Köln
2007 freigelegte Fundamente einer römischen Therme aus dem 2./3. Jahrhundert unter der Altstadt-Süd — darunter ein Rundbau von 18 Metern Außenweite.
Das Südwesttor der Colonia Claudia Ara Agrippinensium
Ein verschwundenes römisches Stadttor an der Clemensstraße in Köln-Altstadt-Süd, das einst den südwestlichen Ausgang der befestigten Römerstadt bildete.
Das römische Westtor der Colonia (verschwundenes Stadttor am Apostelnkloster)
Ein spurlos verschwundenes Tor der römischen Stadtbefestigung Kölns, dessen Straßenreste beim Apostelnkloster nahe dem Neumarkt ausgegraben wurden.
Schildergasse
Die Schildergasse ist eine der zentralen Einkaufsstraßen Kölns und verbindet als Fußgängerzone den Neumarkt mit der Hohe Straße. Mit römischen Wurzeln und einem Namen, der auf mittelalterliche Wappenmaler zurückgeht, verbindet sie jahrhundertealte Geschichte mit modernem Shopping.
St. Georg
seit 1059Romanische Stiftskirche aus dem 11. Jahrhundert über einer Säulenkrypta mit römischen Spolien — eine der zwölf großen romanischen Basiliken Kölns.
St. Gereon
seit 1201Romanische Kirche in Köln mit einem zehneckigen Kuppelbau aus der Stauferzeit — dem größten erhaltenen frei überwölbten Zentralbau des Mittelalters nördlich der Alpen.
St. Jakob
Abgegangene Kölner Pfarrkirche am Waidmarkt, im 11. Jahrhundert unter Erzbischof Anno errichtet und bis 1825 erhalten.
St. Maria im Kapitol
seit 1100Größte und älteste romanische Kirche Kölns – erbaut auf den Fundamenten des römischen Kapitolstempels, mit Dreikonchenanlage und tausendjähriger Holztür.
St. Pantaleon
seit 1002Frühromanische Abteikirche mit ottonischem Westwerk; Grabstätte der byzantinischen Kaiserin Theophanu und Erzbischof Brunos.
St. Ursula
seit 401Romanische Basilika nahe dem Dom mit der „Goldenen Kammer" – dem größten Beinhaus nördlich der Alpen und Wurzeln im römischen Köln.
Stüttgenhof
Eine der ältesten Hofanlagen Kölns – teils von einem Wassergraben umgeben und bis heute von den Eigentümern selbst bewirtschaftet.





































