Römisch-Germanisches Museum (RGM)
Kölns archäologisches Museum – weltweit größte Sammlung römischer Gläser und das Dionysosmosaik am Dom (derzeit im Belgischen Haus).
seit 1946
Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln (RGM) ist das archäologische Museum der Stadt und zugleich Amt für die Archäologische Bodendenkmalpflege im Stadtgebiet. Bekannt ist es für die weltweit größte Sammlung römischer Gläser und das römische Dionysosmosaik am Fuß des Doms.
Auf einen Blick
- Art
- Archäologisches Museum und Bodendenkmalpflege-Amt
- Lage
- Roncalliplatz, Altstadt-Nord (Innenstadt), neben dem Kölner Dom
- Gegründet
- 1946
- Neubau eröffnet
- 4. März 1974
- Architektur
- preisgekrönter Bau im Stil des Brutalismus
- Sammlung
- Funde von der Urgeschichte bis ins frühe Mittelalter
- Aktuell
- Hauptgebäude seit 2019 wegen Sanierung geschlossen
Das weltberühmte Dionysosmosaik – Herzstück des Museums – überdauerte den Zweiten Weltkrieg in einem eigens dafür errichteten Dombunker (1942), und das Museum wurde später buchstäblich um dieses Mosaik herum gebaut, das bis heute an Ort und Stelle in situ liegt.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Die Wurzeln reichen über die römische Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums und das Museum für Vor- und Frühgeschichte zurück. Aus ihnen ging das Museum hervor, verbunden mit dem Dionysosmosaik; zunächst war es im Dombunker untergebracht und wurde dort 1961 eröffnet. Aus einem Architektenwettbewerb von 1960 gingen die Braunschweiger Heinz Röcke und Klaus Renner als Sieger hervor.
Architektur
Der Bau am Roncalliplatz wurde als „Schaufenster in die Römerzeit“ angelegt. Umlaufende Säulenstellungen verweisen auf das darunterliegende römische Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik, das vom Roncalliplatz aus im Untergeschoss zu sehen ist. Der schlichte Betonbau wurde bewusst zurückhaltend gehalten, um dem benachbarten Dom keine Konkurrenz zu machen. 2016 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.
Sammlung
Die Funde veranschaulichen die Entwicklung der unter Kaiser Augustus gegründeten Ubierstadt zum Zentrum der Provinz Niedergermanien. Zu den Stücken zählen Reste des römischen Rheinhafens, hölzerne Teile der Rheinbrücke Kaiser Konstantins, der Mittelbogen des nördlichen Stadttors mit der Inschrift CCAA sowie ein fahrtüchtig rekonstruierter Reisewagen. Den Schwerpunkt bildet die weltweit größte Sammlung römischer Gläser.
Heute
Weil das Gebäude am Roncalliplatz saniert wird, ist das Museum in das Belgische Haus an der Cäcilienstraße nahe dem Neumarkt ausgewichen. Dort bleiben die archäologischen Bestände der Stadt und des Umlands zugänglich.
Zeitstrahl
- 1807Gründung der kölnischen Altertums-Sammlung (Runderlass 25. April 1807)
- 1861Wallraf-Richartz-Museum neu eröffnet, Römische Abteilung integriert
- 1946Gründung des Römisch-Germanischen Museums (Dombunker, Dionysosmosaik)
- 1961Museumseröffnung im Dombunker (24. November 1961)
- 1967Baubeginn des Neubaus am Roncalliplatz
- 1974Neubau eröffnet (4. März 1974)
- 2016Gebäude mit Passage und Blickachse unter Denkmalschutz gestellt (Ende 2016)
- 2019Schließung für Generalsanierung; Ausweichquartier im Belgischen Haus
Schätze & Kunstwerke
Ein paar Höhepunkte aus der Sammlung.
Römisches Bodenmosaik (um 220/230 n. Chr.), 1941 entdeckt – das Herzstück des Museums.
Fast 15 m hohes Grabmal eines römischen Veteranen (1. Jh. n. Chr.).
Filigranes Netzglas aus dem 4. Jahrhundert – Meisterwerk römischer Glaskunst.
Mosaik mit Darstellungen antiker Denker und Dichter.
Galerie
Karte
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@roemischgermanischesmuseum)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 266236261)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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