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© Nicolas von Kospoth ( Triggerhappy ) · CC BY 2.5

Römisch-Germanisches Museum (RGM)

Kölns archäologisches Museum – weltweit größte Sammlung römischer Gläser und das Dionysosmosaik am Dom (derzeit im Belgischen Haus).

seit 1946

Indoor Bei Regen

Das Römisch-Germanische Museum der Stadt Köln (RGM) ist das archäologische Museum der Stadt und zugleich Amt für die Archäologische Bodendenkmalpflege im Stadtgebiet. Bekannt ist es für die weltweit größte Sammlung römischer Gläser und das römische Dionysosmosaik am Fuß des Doms.

Auf einen Blick

Art
Archäologisches Museum und Bodendenkmalpflege-Amt
Lage
Roncalliplatz, Altstadt-Nord (Innenstadt), neben dem Kölner Dom
Gegründet
1946
Neubau eröffnet
4. März 1974
Architektur
preisgekrönter Bau im Stil des Brutalismus
Sammlung
Funde von der Urgeschichte bis ins frühe Mittelalter
Aktuell
Hauptgebäude seit 2019 wegen Sanierung geschlossen
Wusstest du?

Das weltberühmte Dionysosmosaik – Herzstück des Museums – überdauerte den Zweiten Weltkrieg in einem eigens dafür errichteten Dombunker (1942), und das Museum wurde später buchstäblich um dieses Mosaik herum gebaut, das bis heute an Ort und Stelle in situ liegt.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Die Wurzeln reichen über die römische Abteilung des Wallraf-Richartz-Museums und das Museum für Vor- und Frühgeschichte zurück. Aus ihnen ging das Museum hervor, verbunden mit dem Dionysosmosaik; zunächst war es im Dombunker untergebracht und wurde dort 1961 eröffnet. Aus einem Architektenwettbewerb von 1960 gingen die Braunschweiger Heinz Röcke und Klaus Renner als Sieger hervor.

© Nicolas von Kospoth ( Triggerhappy ) · CC BY-SA 2.5

Architektur

Der Bau am Roncalliplatz wurde als „Schaufenster in die Römerzeit“ angelegt. Umlaufende Säulenstellungen verweisen auf das darunterliegende römische Peristylhaus mit dem Dionysosmosaik, das vom Roncalliplatz aus im Untergeschoss zu sehen ist. Der schlichte Betonbau wurde bewusst zurückhaltend gehalten, um dem benachbarten Dom keine Konkurrenz zu machen. 2016 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

© D. Herdemerten -- Hannibal21 22:10, 1. Sep. 2007 (CEST) · CC BY-SA 3.0

Sammlung

Die Funde veranschaulichen die Entwicklung der unter Kaiser Augustus gegründeten Ubierstadt zum Zentrum der Provinz Niedergermanien. Zu den Stücken zählen Reste des römischen Rheinhafens, hölzerne Teile der Rheinbrücke Kaiser Konstantins, der Mittelbogen des nördlichen Stadttors mit der Inschrift CCAA sowie ein fahrtüchtig rekonstruierter Reisewagen. Den Schwerpunkt bildet die weltweit größte Sammlung römischer Gläser.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Heute

Weil das Gebäude am Roncalliplatz saniert wird, ist das Museum in das Belgische Haus an der Cäcilienstraße nahe dem Neumarkt ausgewichen. Dort bleiben die archäologischen Bestände der Stadt und des Umlands zugänglich.

© Elke Wetzig ( Elya ( talk )) · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 1807
    Gründung der kölnischen Altertums-Sammlung (Runderlass 25. April 1807)
  2. 1861
    Wallraf-Richartz-Museum neu eröffnet, Römische Abteilung integriert
  3. 1946
    Gründung des Römisch-Germanischen Museums (Dombunker, Dionysosmosaik)
  4. 1961
    Museumseröffnung im Dombunker (24. November 1961)
  5. 1967
    Baubeginn des Neubaus am Roncalliplatz
  6. 1974
    Neubau eröffnet (4. März 1974)
  7. 2016
    Gebäude mit Passage und Blickachse unter Denkmalschutz gestellt (Ende 2016)
  8. 2019
    Schließung für Generalsanierung; Ausweichquartier im Belgischen Haus

Schätze & Kunstwerke

Ein paar Höhepunkte aus der Sammlung.

Dionysos-Mosaik

Römisches Bodenmosaik (um 220/230 n. Chr.), 1941 entdeckt – das Herzstück des Museums.

Grabmal des Poblicius

Fast 15 m hohes Grabmal eines römischen Veteranen (1. Jh. n. Chr.).

Kölner Diatretglas

Filigranes Netzglas aus dem 4. Jahrhundert – Meisterwerk römischer Glaskunst.

Philosophenmosaik

Mosaik mit Darstellungen antiker Denker und Dichter.

Galerie

© Unbekannt · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Carole Raddato from Frankfurt, Germany · CC BY-SA 2.0 · Commons
© User:Calidius · CC BY-SA 2.5 · Commons
© Modellfoto von K.-L. Dietzsch, Teilnehmer am Wettbewerb 1960 · CC BY-SA 4.0 · Commons

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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