St. Maria im Kapitol
Größte und älteste romanische Kirche Kölns – erbaut auf den Fundamenten des römischen Kapitolstempels, mit Dreikonchenanlage und tausendjähriger Holztür.
seit 1100
St. Maria im Kapitol ist eine frühromanische katholische Kirche in der Kölner Altstadt-Süd und die größte der zwölf romanischen Basiliken der Stadt. Der Namenszusatz „im Kapitol“ verweist auf die römische Tempelanlage, die zuvor an dieser Stelle stand.
Auf einen Blick
- Art
- Frühromanische katholische Basilika
- Lage
- Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt, Kasinostraße
- Baujahr
- um 1100
- Größe
- Größte der zwölf romanischen Basiliken Kölns
- Besonderheit
- Älteste Dreikonchenanlage des nördlichen Rhein-Maas-Gebietes
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
In der Kirche werden die Gebeine eines im Rhein verendeten Grönlandwals aufbewahrt – und wer die Legende des hl. Hermann-Josef kennt, betritt sie bis heute nur mit einem frischen Apfel in der Hand.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Bau und Architektur
Vor allem das Langhaus steht auf den Fundamenten eines römischen Tempels, der im 1. Jahrhundert n. Chr. für die kapitolinische Trias Jupiter, Juno und Minerva errichtet worden war und die Grundform der Kirche vorgab. Als Dreikonchenanlage, einer für die Romanik des nördlichen Rhein-Maas-Gebietes typischen Bauform, gilt sie als die älteste ihrer Art. Nach Angabe der Gemeinde ist der ursprüngliche Grundriss der Geburtskirche in Bethlehem nachempfunden.
Geschichte
Laut Quellen aus dem 12. Jahrhundert ließ Plektrudis, die Frau Pippins des Mittleren, die Kirche auf den Überresten des Kapitols errichten. Nach Pippins Tod hielt sie von 714 bis 716 dessen unehelichen Sohn Karl Martell in Köln gefangen, um ihn von der Nachfolge als Hausmeier fernzuhalten. Im 10. Jahrhundert gründete Erzbischof Brun für St. Maria ein Kloster.
Rolle im mittelalterlichen Köln
Nach dem Dom war St. Maria im Kapitol die Hauptkirche der Stadt. Der Erzbischof feierte die erste Weihnachtsmesse stets hier, und Trauerfeiern für Erzbischöfe, Kaiser und Bürgermeister fanden oft in ihr statt. Am Dreikönigstag zog der Rat in einer Prozession von St. Maria zum Dom. Auch die städtische Sturm- und Feuerglocke, die Bramglocke, wurde hier geläutet.
Wissenswertes
Zur Ausstattung zählen eine rund 1000 Jahre alte, reich verzierte Holztür, die Grabplatte der heiligen Plektrudis und ein um 1300 gefertigtes Gabelkreuz. Aufbewahrt werden zudem die Gebeine eines im Rhein verendeten Grönlandwals. Wer die Legende des heiligen Hermann-Josef kennt, bringt der Überlieferung nach einen frischen Apfel mit.
Zeitstrahl
- 1. Jh. n. Chr.Bau des Kapitolstempels (Jupiter, Juno, Minerva) auf dem Hügel
- Mitte 5. Jh.Franken erobern Köln; Kapitolsgelände geht an fränkische Könige
- 687Pippin der Mittlere vereinigt Hausmeierämter aller Reichsteile auf sich
- 714–716Plektrudis setzt Karl Martell in Köln gefangen
- nach 717 (Legende: 725)Plektrudis stirbt in Köln; laut 12.-Jh.-Quellen stiftet sie die Kirche auf Tempelresten
- 10. Jh.Erzbischof Brun gründet Kloster für St. Maria im Kapitol
- um 1300Gabelkreuz gefertigt (laut offizieller Website)
- 1100Baujahr laut Wikidata (frühromanische Basilika in heutiger Form)
Galerie
Karte
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Adresse
Kasinostraße 8
50676 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 09:00–18:00
Di: 09:00–18:00
Mi: 09:00–18:00
Do: 09:00–18:00
Fr: 09:00–18:00
Sa: 09:00–18:00
So: 09:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267539924)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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