St. Cäcilien – Museum Schnütgen
Eine der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns – seit 1956 Sitz des Museums Schnütgen für mittelalterliche Kunst.
St. Cäcilien zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns und diente einst einem Damenstift als Gotteshaus. Seit 1956 ist in dem Bau das städtische Museum Schnütgen für mittelalterliche Kunst untergebracht.
Auf einen Blick
- Art
- Romanische Stiftskirche, heute Museumsraum
- Lage
- Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt
- Ursprung
- Damenstift, gegründet im späten 9. Jahrhundert
- Bauform
- Turmlose dreischiffige Pfeilerbasilika mit Chor und runder Apsis, ohne Querschiff
- Benannt nach
- Cäcilia von Rom
- Denkmalschutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Heutige Nutzung
- Museum Schnütgen (seit 1956)
1980 sprühte der Sprayer von Zürich, Harald Naegeli, an der Kirche seinen berühmten Totentanz – ein Graffiti, das so bedeutend wurde, dass es unter Denkmalschutz gestellt wurde; 2024 entfernten städtische Reinigungskräfte, die eigentlich nur illegale Graffiti beseitigen sollten, das geschützte Kunstwerk versehentlich fast vollständig.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Kölner Orten.
Geschichte
Den Anfang bildete ein Damenstift aus dem späten 9. Jahrhundert, dessen Name auf die heilige Cäcilia von Rom zurückgeht. Über lange Zeit galt der Platz als Standort des ersten Kölner Doms – Ausgrabungen widerlegten diese Annahme jedoch und legten stattdessen die Grundmauern einer rechteckigen Kirche frei, die vermutlich zum Stift gehörte. 965 hinterließ Erzbischof Brun dem Stift per Testament 50 Pfund Silber, damit der Bau fertiggestellt werden konnte. Die zweite Weihnachtsmesse des Kölner Erzbischofs fand nach St. Maria im Kapitol hier statt. Im 12. Jahrhundert ersetzte ein staufischer Neubau die ottonische Anlage; 1474 ging das Gebäude an die Augustinerinnen des aufgelösten Klosters Maria zum Weiher über.
Architektur
Der staufische Bau zeigt sich als turmlose dreischiffige Pfeilerbasilika mit Chor und runder Apsis und kommt ohne Querschiff aus. Während das südliche Seitenschiff mit einer runden Apsis abschließt, geht das nördliche in eine 1479 angelegte Sakristei über. Über dem Mittelschiff liegt eine flache Holzdecke, die Seitenschiffe sind mit Kreuzgratgewölben überspannt. Im Chor haben sich Fresken erhalten, die nach den Kriegsschäden des Zweiten Weltkriegs kaum noch zu erkennen sind. Das der heiligen Cäcilia gewidmete Tympanon von 1160 ist über dem Nordportal als Kopie zu sehen, das Original verwahrt das Museum.
Wissenswertes
Als die benachbarten Klostergebäude im 19. Jahrhundert abgerissen wurden, entstand an ihrer Stelle das erste Kölner Krankenhaus, für das St. Cäcilien über lange Zeit als Kirche diente. Auf die neoromanisch erneuerte Westfassade brachte der Sprayer Harald Naegeli 1980 seinen „Totentanz“ auf, der inzwischen unter Denkmalschutz steht. An Weihnachten sowie am Gedenktag der heiligen Cäcilia findet in der Kirche eine Messe statt.
Zeitstrahl
- 888Gründung des Damenstifts St. Cäcilien (Wikidata-Baujahr)
- 965Erzbischof Brun vermacht 50 Pfund Silber für die Vollendung des Kirchenbaus
- 1160Tympanon zu Ehren der hl. Cäcilie geschaffen
- 1474Augustinerinnen des Klosters Maria zum Weiher übernehmen das Gebäude
- 1479Sakristei anstelle der ursprünglichen Apsis angelegt
- 1802Säkularisation; Kloster wird aufgelöst
- 1849Dombildhauer Christian Mohr schafft Archivolten und Tympanon der neoromanischen Westfassade
- 1956Museum Schnütgen für mittelalterliche Kunst zieht in die Kirche ein
Karte
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Adresse
Cäcilienstraße 29
50676 Köln
Öffnungszeiten
Di: 10:00–18:00
Mi: 10:00–18:00
Do: 10:00–20:00
Fr: 10:00–18:00
Sa: 10:00–18:00
So: 10:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 264208425)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27





