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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Rautenstrauch-Joest-Museum

Kölns ethnologisches Museum mit über 65.000 Objekten aus aller Welt – thematisch geordnet unter dem Motto „Der Mensch in seinen Welten“.

seit 1901

Indoor Bei Regen

Das Rautenstrauch-Joest-Museum – Kulturen der Welt ist das ethnologische Museum Kölns und das einzige städtische Museum dieser Art in Nordrhein-Westfalen. Seit 2010 ist es im Kulturquartier am Neumarkt in der Kölner Innenstadt zu finden.

Auf einen Blick

Art
Ethnologisches (völkerkundliches) Museum
Lage
Cäcilienstraße, Altstadt-Süd, Innenstadt
Sammlung
mehr als 65.000 Objekte aus Ozeanien, Afrika, Asien und Amerika
Neueröffnung
22. Oktober 2010 im Kulturquartier am Neumarkt
Erstes Haus
Ubierring 45, eröffnet am 12. November 1906
Konzept
thematische Abteilungen statt geografischer Einteilung
Wahrzeichen
über 7,50 m hoher Reisspeicher aus Sulawesi im Foyer
Wusstest du?

Das Wahrzeichen des Museums ist ein über 7,50 Meter hoher Reisspeicher aus Sulawesi (Indonesien, ca. 1935), der originalgetreu im Foyer des Neubaus wieder aufgebaut wurde – das größte Exponat des Hauses steht also mitten im Eingangsbereich.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Sammlung und Ursprung

Den Grundstock bildet der Nachlass des Kölner Geografen und Völkerkundlers Wilhelm Joest (1852–1897). Nach seinem frühen Tod auf einer Forschungsreise schenkten seine Schwester Adele Rautenstrauch und ihr Mann, der Kaufmann Eugen von Rautenstrauch, die rund 3.400 Objekte umfassende Sammlung der Stadt Köln. Adele Rautenstrauch förderte zudem mit einer Spende von 250.000 Mark den Bau des ersten Museums am Ubierring. Die Sammlung zählt zu den zehn größten ethnografischen Deutschlands; zu ihr gehört unter anderem eine umfangreiche Kamerun-Sammlung.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Geschichte der Häuser

Das erste Gebäude am Ubierring wurde im Zweiten Weltkrieg durch zwei Bombentreffer teilzerstört und nach einem Treffer am 28. Februar 1945 geschlossen; 1967 öffnete es wieder. Ab 2002 entstand am Neumarkt ein Neubau nach Plänen des Braunschweiger Büros Schneider + Sendelbach, dessen Fertigstellung sich wegen der Finanzlage der Stadt mehrfach verzögerte. Seit 2010 teilt sich das Museum das Kulturquartier mit dem Museum Schnütgen; beide Gebäude verbindet ein Durchgang, der mittelalterliche Glasfenster zeigt.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Ausstellung

Mit der Neueröffnung wurde die Schau von geografischen Großräumen auf eine thematische Ordnung umgestellt. Unter dem Motto „Der Mensch in seinen Welten“ gliedert sie sich in Abteilungen wie Wohnen, Kleidung und Schmuck, Religionen, Rituale sowie Tod und Jenseits. Der kulturvergleichende Ansatz bezieht die europäische Kultur ein und regt zur Reflexion der eigenen Perspektive an.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Wissenswertes

Größtes Exponat ist ein verzierter Reisspeicher aus Sulawesi (um 1935), der im Foyer originalgetreu aufgebaut wurde. Seit November 2011 gibt es einen Videoguide in Gebärdensprache durch die Dauerausstellung – als erstes Kölner Museum. 2018 gab das Haus auf Ratsbeschluss einen Maori-Schädel an das Museum of New Zealand Te Papa Tongarewa zurück.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. um 1899
    Adele Rautenstrauch schenkt Joests ~3.400-Objekte-Sammlung der Stadt Köln
  2. 12. November 1906
    Eröffnung des Museums am Ubierring 45 (Pläne: Erwin Crones)
  3. 1918
    Britische Besatzung funktioniert das Gebäude zum Lazarett um
  4. 28. Februar 1945
    Schließung des Museums nach Bombentreffer
  5. 1966
    Erwerb der Clausmeyer-Sammlung (ozeanische und afrikanische Kunst)
  6. 7. Juli 1967
    Wiedereröffnung am Ubierring
  7. 2002
    Abriss der Josef-Haubrich-Kunsthalle; Baubeginn neues Museumsgebäude
  8. 22. Oktober 2010
    Neueröffnung im Kulturquartier am Neumarkt (Cäcilienstraße)

Galerie

© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0 · Commons
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Karte

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Adresse

Cäcilienstraße 29-33
50676 Köln

Öffnungszeiten

Di: 10:00–18:00

Mi: 10:00–18:00

Do: 10:00–20:00

Fr: 10:00–18:00

Sa: 10:00–18:00

So: 10:00–18:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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