Museum für Angewandte Kunst (MAKK)
Kölner Museum für angewandte Kunst und Design im Schwarz-Bernard-Bau – einem Neubau, der erst als nüchtern kritisiert, später als „dritter Weg" gewürdigt wurde.
seit 1888
Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) widmet sich der angewandten Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart und reicht bis zu modernem Design. Seinen heutigen Sitz hat es in einem Bau, dessen Bewertung sich über die Jahrzehnte ins Gegenteil verkehrte.
Auf einen Blick
- Art
- Museum für angewandte Kunst und Design
- Lage
- An der Rechtschule 7, Altstadt-Nord (Innenstadt)
- Sammlung
- europäisches Kunsthandwerk vom Mittelalter bis heute, Schmuck, Porzellan, Waffen, Möbel und Architektur
- Früherer Name
- bis 1987 Kunstgewerbemuseum
- Auszeichnung
- Kölner Architekturpreis 1967 für das heutige Gebäude
Das gesamte Museumsgebäude am Hansaring wurde am 29. Juni 1943 im Zweiten Weltkrieg zerstört – die Sammlungen konnten jedoch nahezu vollständig gerettet werden und fanden zunächst in der mittelalterlichen Eigelsteintorburg ein vorübergehendes Zuhause.
Das kannst du hier erleben
- Durch die Sammlung angewandter Kunst vom Mittelalter bis heute schlendern
- Kunsthandwerk wie Schmuck, Porzellan und Möbel bestaunen
- Den quadratischen Innenhof mit den erhaltenen spätgotischen Fenstern entdecken
- Die markante Backsteinarchitektur des Schwarz-Bernard-Baus betrachten
- Modernes Design bewundern und Lieblingsstücke fotografieren
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Die Anfänge reichen bis 1888 zurück, als sich Bürger im Kölnischen Kunstgewerbe-Verein (heute Overstolzengesellschaft) zusammenschlossen, um ein Museum für angewandte Kunst zu gründen. Den Kernbestand bildeten die Sammlungen der Gelehrten Ferdinand Franz Wallraf und Matthias Joseph de Noël, rasch ergänzt durch Stiftungen. Ein neugotischer Neubau am Hansaplatz wurde am 2. Mai 1900 eröffnet. Eines seiner Prachtstücke war der von Melchior Lechter gestaltete Pallenberg-Saal, benannt nach dem Stifter Jakob Pallenberg. Am 29. Juni 1943 wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg zerstört; die Bestände konnten nahezu vollständig gerettet werden. Von 1961 bis 1986 war die Sammlung im romanischen Overstolzenhaus an der Rheingasse untergebracht.
Der Schwarz-Bernard-Bau
Seit 1989 befindet sich das Museum in einem Gebäude in der Innenstadt, das zuvor das Wallraf-Richartz-Museum und das Museum Ludwig beherbergte. Rudolf Schwarz errichtete es zusammen mit Josef Bernard zwischen 1953 und 1957; Walter von Lom passte es später zurückhaltend an die Ausstellungsbedürfnisse an. Der Grundriss nimmt das einst an gleicher Stelle stehende Minoritenkloster auf: Vier Flügel umschließen einen quadratischen Innenhof, der die Form des früheren Kreuzgangs aufgreift. An der Westseite sind spätgotische Drillingsfenster des Kreuzgangs erhalten, im Süden ragt die spätgotische Kirche auf.
Architektur und Rezeption
Die dreigeschossige, blockhafte Anlage besteht aus roten Ziegelsteinen mit symmetrisch angeordneten, rechteckigen Fenstern; parallele Satteldächer erinnern an historisierende Spitzgiebel. Die Schlichtheit galt als Antwort des 20. Jahrhunderts auf das Ideal des mittelalterlichen Bettelordens. Die Innenhofwand der Nordseite ist fast vollständig verglast und bildet ein Schaufenster zum Museum, dahinter liegt die großzügige Eingangshalle. Nach der Einweihung wurde der Bau wegen seiner „fabrikartigen Nüchternheit" kritisiert, die große Halle galt als Raumverschwendung. Im Rückblick wurde er als gelungene Synthese von Vorgegebenem und Neugeschaffenem gewürdigt und als „dritter Weg" zwischen großer modernistischer Geste und Restauration des Gewesenen gewertet. 1967 erhielt das Gebäude den Kölner Architekturpreis.
Zeitstrahl
- 1888Gründung des Kölnischen Kunstgewerbe-Vereins; Museum ins Leben gerufen
- 1900Eröffnung des neugotischen Kunstgewerbemuseums am Hansaplatz (2. Mai)
- 1943Gebäude am Hansaplatz im Zweiten Weltkrieg zerstört (29. Juni)
- 1953–1957Neubau durch Rudolf Schwarz und Josef Bernard (später Wallraf-Richartz/Ludwig)
- 1961Sammlung zieht ins Overstolzenhaus an der Rheingasse
- 1967Schwarz-Bernard-Bau erhält den Kölner Architekturpreis
- 1987Umbenennung in Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK)
- 1989Einzug ins heutige Gebäude (ehem. Wallraf-Richartz-/Museum Ludwig)
Galerie
Karte
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Adresse
An d. Rechtschule 7
50667 Köln
Öffnungszeiten
Di: 10:00–18:00
Mi: 10:00–18:00
Do: 10:00–18:00
Fr: 10:00–18:00
Sa: 10:00–18:00
So: 10:00–18:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267796632)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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