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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

St. Aposteln

Eine der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns – mit kleeblattförmigem Dreikonchenchor am Neumarkt, heute als „Musikkirche Kölns" bekannt.

seit 1020

Eintritt frei Indoor Bei Regen

St. Aposteln ist eine römisch-katholische Kirche am Neumarkt und zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Bekannt ist die dreischiffige Basilika für ihren kleeblattförmigen Dreikonchenchor und ihr reiches Musikleben.

Auf einen Blick

Art
Römisch-katholische Kirche, dreischiffig
Lage
Innenstadt am Neumarkt, zwischen Hahnenstraße und Mittelstraße (Altstadt-Nord)
Baustil
Romanik
Westturm
etwa 67 Meter, dritthöchster Turm der romanischen Kölner Kirchen
Rang
Basilica minor (seit 1965)
Schutz
Baudenkmal
Geweiht
den zwölf Aposteln
Wusstest du?

Im 11. Jahrhundert lag St. Aposteln noch außerhalb der römischen Stadtmauer Kölns – und wer es nicht glaubt, kann sich davon überzeugen: In 7,80 Metern Höhe befindet sich in der Chorapsiss noch heute eine vermauerte Pforte, von der aus man im 12. Jahrhundert direkt auf den Laufgang der antiken Stadtmauer treten konnte.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Architektur

Den Ostteil bildet eine aufwändige Dreikonchenanlage, in die zwei flankierende Türme einbezogen sind. Über dem kleeblattförmigen Chorbau erhebt sich ein kurzer achteckiger Vierungsturm mit Laterne. Ihm gegenüber steht der Westturm. Das Querschiff des Langhauses ist über ein kurzes, tonnengewölbtes Joch mit dem Westturm verbunden. Äußeres Strebewerk fehlt vollständig.

© VollwertBIT · CC BY-SA 2.5

Geschichte

Im 10. Jahrhundert wurde an dieser Stelle ein Stift gegründet. Zu Anfang des 11. Jahrhunderts entstand ein großer salischer Neubau, der „Pilgrimbau" genannt wird – zugeschrieben Erzbischof Heribert oder Erzbischof Pilgrim. Dieser Bau war nach Westen ausgerichtet: Chor und Hauptaltar lagen im Westen, ein Bezug auf die Peterskirche in Rom. Große Teile der Außenmauern des Langhauses und des westlichen Querschiffs stammen im Kern noch aus dieser Zeit. Um 1230 erhielten Lang- und Querhaus statt der flachen Holzdecken ein Steingewölbe.

© ksh:User:Jüppsche · Public domain

Lage und Stadtgeschichte

Im 11. Jahrhundert lag St. Aposteln noch außerhalb des eigentlichen Stadtgebiets, unmittelbar an der römischen Stadtbefestigung. Daran erinnert eine heute vermauerte Pforte in 7,80 Metern Höhe in der Chorapsis, von der aus man den Laufgang der römischen Stadtmauer betreten konnte. Erst ab 1180 entstand der benachbarte Neumarkt als zusätzlicher Handelsplatz.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Heute

Papst Paul VI. erhob die Kirche 1965 in den Rang einer Basilica minor. Sie versteht sich als Citykirche im Trubel des Neumarkts. Der Kirchenmusik kommt große Bedeutung zu – in Liturgie und Konzert –, was St. Aposteln den Ruf als „Musikkirche Kölns" eingetragen hat. 2021/2022 wurde das 1000-jährige Bestehen der Basilika gefeiert.

© Karl-Heinz Meurer · CC BY-SA 3.0

Zeitstrahl

  1. 10. Jh.
    Stiftsgründung an der Stelle historisch nachgewiesen
  2. um 1020
    Salischer Neubau (Pilgrimbau) unter Erzbischof Heribert oder Pilgrim errichtet
  3. 1106
    Neue Stadtmauer Kölns gebaut
  4. ab 1180
    Weitere Stadtmauer errichtet; Neumarkt angelegt; Kirchenumbau mit Ausrichtungswechsel
  5. 1200–1220
    Lang- und Querhausgewölbe als Steingewölbe ausgeführt
  6. 18. Sep. 1965
    Papst Paul VI. erhebt die Kirche zur Basilica minor
  7. 2021/2022
    Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen der Basilika

Galerie

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0 · Commons
© BSAK1050 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Triptychon · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Unbekannt · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Andreasdziewior · Public domain · Commons
© Andreasdziewior · Public domain · Commons

Karte

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Adresse

Neumarkt 30
50677 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 10:00–19:00

Di: 10:00–19:00

Mi: 10:00–19:00

Do: 10:00–19:00

Fr: 10:00–19:00

Sa: 10:00–19:00

So: 09:00–17:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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