St. Aposteln
Eine der zwölf großen romanischen Kirchen Kölns – mit kleeblattförmigem Dreikonchenchor am Neumarkt, heute als „Musikkirche Kölns" bekannt.
seit 1020
St. Aposteln ist eine römisch-katholische Kirche am Neumarkt und zählt zu den zwölf großen romanischen Kirchen Kölns. Bekannt ist die dreischiffige Basilika für ihren kleeblattförmigen Dreikonchenchor und ihr reiches Musikleben.
Auf einen Blick
- Art
- Römisch-katholische Kirche, dreischiffig
- Lage
- Innenstadt am Neumarkt, zwischen Hahnenstraße und Mittelstraße (Altstadt-Nord)
- Baustil
- Romanik
- Westturm
- etwa 67 Meter, dritthöchster Turm der romanischen Kölner Kirchen
- Rang
- Basilica minor (seit 1965)
- Schutz
- Baudenkmal
- Geweiht
- den zwölf Aposteln
Im 11. Jahrhundert lag St. Aposteln noch außerhalb der römischen Stadtmauer Kölns – und wer es nicht glaubt, kann sich davon überzeugen: In 7,80 Metern Höhe befindet sich in der Chorapsiss noch heute eine vermauerte Pforte, von der aus man im 12. Jahrhundert direkt auf den Laufgang der antiken Stadtmauer treten konnte.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Architektur
Den Ostteil bildet eine aufwändige Dreikonchenanlage, in die zwei flankierende Türme einbezogen sind. Über dem kleeblattförmigen Chorbau erhebt sich ein kurzer achteckiger Vierungsturm mit Laterne. Ihm gegenüber steht der Westturm. Das Querschiff des Langhauses ist über ein kurzes, tonnengewölbtes Joch mit dem Westturm verbunden. Äußeres Strebewerk fehlt vollständig.
Geschichte
Im 10. Jahrhundert wurde an dieser Stelle ein Stift gegründet. Zu Anfang des 11. Jahrhunderts entstand ein großer salischer Neubau, der „Pilgrimbau" genannt wird – zugeschrieben Erzbischof Heribert oder Erzbischof Pilgrim. Dieser Bau war nach Westen ausgerichtet: Chor und Hauptaltar lagen im Westen, ein Bezug auf die Peterskirche in Rom. Große Teile der Außenmauern des Langhauses und des westlichen Querschiffs stammen im Kern noch aus dieser Zeit. Um 1230 erhielten Lang- und Querhaus statt der flachen Holzdecken ein Steingewölbe.
Lage und Stadtgeschichte
Im 11. Jahrhundert lag St. Aposteln noch außerhalb des eigentlichen Stadtgebiets, unmittelbar an der römischen Stadtbefestigung. Daran erinnert eine heute vermauerte Pforte in 7,80 Metern Höhe in der Chorapsis, von der aus man den Laufgang der römischen Stadtmauer betreten konnte. Erst ab 1180 entstand der benachbarte Neumarkt als zusätzlicher Handelsplatz.
Heute
Papst Paul VI. erhob die Kirche 1965 in den Rang einer Basilica minor. Sie versteht sich als Citykirche im Trubel des Neumarkts. Der Kirchenmusik kommt große Bedeutung zu – in Liturgie und Konzert –, was St. Aposteln den Ruf als „Musikkirche Kölns" eingetragen hat. 2021/2022 wurde das 1000-jährige Bestehen der Basilika gefeiert.
Zeitstrahl
- 10. Jh.Stiftsgründung an der Stelle historisch nachgewiesen
- um 1020Salischer Neubau (Pilgrimbau) unter Erzbischof Heribert oder Pilgrim errichtet
- 1106Neue Stadtmauer Kölns gebaut
- ab 1180Weitere Stadtmauer errichtet; Neumarkt angelegt; Kirchenumbau mit Ausrichtungswechsel
- 1200–1220Lang- und Querhausgewölbe als Steingewölbe ausgeführt
- 18. Sep. 1965Papst Paul VI. erhebt die Kirche zur Basilica minor
- 2021/2022Feierlichkeiten zum 1000-jährigen Bestehen der Basilika
Galerie
Karte
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Adresse
Neumarkt 30
50677 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 10:00–19:00
Di: 10:00–19:00
Mi: 10:00–19:00
Do: 10:00–19:00
Fr: 10:00–19:00
Sa: 10:00–19:00
So: 09:00–17:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 266277326)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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