Glossar
Historische und regionale Begriffe, kurz erklärt.
Baudenkmal
Ein gesetzlich geschütztes Bauwerk von besonderer geschichtlicher oder künstlerischer Bedeutung.
Bockwindmühle
Eine Windmühle, deren ganzes Gehäuse auf einem Bock in den Wind gedreht wird.
Bruch
Ein sumpfiges, oft bewaldetes Feuchtgebiet.
Bruderschaft
Kirchlich-gesellige Gemeinschaft, die Brauchtum, Prozessionen und oft das Schützenwesen pflegt.
Buntsandstein
Ein rötlicher Sandstein, der als Baustein weit verbreitet ist.
Bürgermeisterei
Eine Bürgermeisterei war eine kommunale Verwaltungseinheit unter Leitung eines Bürgermeisters.
Bütt
Fassähnliches Rednerpult, von dem aus im Karneval Reden gehalten werden.
Colonia
Römischer Rechtsstatus einer privilegierten Bürgerstadt mit römischem Bürgerrecht.
Donk
Eine sandige Erhebung in einer feuchten Niederung.
Dreigestirn
Die drei Hauptfiguren Prinz, Bauer und Jungfrau des Kölner Karnevals.
Durchgangsbahnhof
Ein Durchgangsbahnhof ist ein Bahnhof, dessen Gleise durchgehend befahren werden, sodass Züge ohne Richtungswechsel weiterfahren.
Flurstück
Ein Flurstück ist ein amtlich vermessenes, eindeutig nummeriertes Grundstück im Liegenschaftskataster.
Fördergerüst
Stahl- oder Stützgerüst über einem Bergwerksschacht, das die Förderseile trägt.
Gemarkung
Eine Gemarkung ist ein katasterrechtlich abgegrenztes Gebiet, das mehrere Flurstücke zusammenfasst.
Gemeindeedikt
Das Gemeindeedikt war ein bayerisches Gesetz des frühen 19. Jahrhunderts, das die Selbstverwaltung der Gemeinden regelte.
geschleift
Das absichtliche Niederreißen und Einebnen von Befestigungsanlagen, damit sie militärisch nicht mehr nutzbar sind.
Hallenkirche
Kirche, deren Seitenschiffe (fast) gleich hoch sind wie das Mittelschiff — es entsteht ein hallenartiger Raum.
Heberegister
Mittelalterliches Verzeichnis der an einen Grundherrn oder ein Kloster zu leistenden Abgaben.
Herrenhof
Wirtschafts- und Verwaltungssitz eines Grundherrn im Mittelalter.
Heunensäule
Große, unfertig gebliebene Sandstein-Säulen, die einst als Baumaterial gedacht waren.
Kastell
Ein befestigtes römisches Militärlager, meist zur Grenzsicherung.
Köbes
Traditioneller Kellner in einem Kölner oder Düsseldorfer Brauhaus.
Kölsch
Bezeichnung zugleich für das obergärige Kölner Bier und den Kölner Stadtdialekt.
Kopfbahnhof
Ein Kopfbahnhof ist ein Bahnhof, an dem die Gleise enden und Züge nur in eine Richtung wieder ausfahren.
Kranz
Ringförmiges Tablett, mit dem der Köbes mehrere Kölschgläser trägt.
Kurfürst
Ein Reichsfürst, der berechtigt war, den römisch-deutschen König zu wählen.
kurkölnisch
Zum Kurfürstentum Köln gehörend, dem weltlichen Herrschaftsgebiet des Kölner Erzbischofs.
Kurmainz
Das weltliche Herrschaftsgebiet des Mainzer Erzbischofs, der zugleich Kurfürst war.
Landesherrschaft
Die oberste weltliche Herrschaftsgewalt über ein Territorium im Alten Reich.
Landfriede
Eine Vereinbarung zur Wahrung des Friedens und zum Verbot der Fehde.
Limes
Die befestigte Grenzlinie des Römischen Reiches gegenüber Germanien.
linksmainisch
Auf der linken Seite des Flusses Main gelegen.
Löss
Feinkörniges, vom Wind abgelagertes Sediment, das sehr fruchtbare Böden bildet.
Mairie
Eine Bürgermeisterei nach französischem Verwaltungsvorbild.
Mittelterrasse
Mittlere Verebnungsstufe eines Flusstals aus einer früheren Kaltzeit.
Mittelzentrum
Ort, der ein Umland mit Gütern und Diensten des gehobenen Bedarfs versorgt.
Moräne
Vom Gletscher zusammengeschobener Wall aus Gesteinsschutt.
neugotisch
Baustil des 19. Jahrhunderts, der die Formen der mittelalterlichen Gotik (Spitzbögen, Maßwerk) wieder aufgriff.
NHN
Amtlicher Höhenbezugspunkt in Deutschland zur Angabe von Höhen über dem Meeresspiegel.
Niederungsburg
Eine im flachen Gelände errichtete Burg, meist durch Wasser geschützt.
obergärig
Brauverfahren, bei dem die Hefe bei höherer Temperatur an die Oberfläche steigt.
Oberquartier
Der oberrheinnahe Teil des Herzogtums Geldern.
Oppidum
Lateinische Bezeichnung für eine befestigte städtische Siedlung der Antike.
Ostkolonisation
Die mittelalterliche Ausbreitung und Besiedlung östlicher Gebiete durch fränkische bzw. deutsche Siedler.
Patrozinium
Der Heilige (oder das Fest), dem eine Kirche geweiht ist und nach dem sie benannt wird.
Reichsdeputationshauptschluss
Der Beschluss von 1803, mit dem geistliche Herrschaften aufgelöst und Territorien neu geordnet wurden.
Retabel
Ein aufwendig gestalteter Altaraufsatz hinter oder auf einem Altar.
Rittersitz
Ein befestigter Adelswohnsitz eines Ritters oder niederen Adligen.
Rosenmontag
Der Rosenmontag ist der Höhepunkt des rheinischen Karnevals mit großen Umzügen.
Rundling
Eine ring- oder kreisförmig angelegte Siedlungs- bzw. Altstadtform.
Stange
Schlankes, zylindrisches Glas, in dem Kölsch ausgeschenkt wird.
Turmmühle
Eine Windmühle mit festem, turmartigem Steinbau, bei der nur die Haube gedreht wird.
Veedel
Kölscher Ausdruck für ein Stadtviertel und die Nachbarschaft, die dort lebt.
Vogt
Ein weltlicher Verwalter und Rechtsvertreter im Auftrag eines Herrn.
Weckmann
Eine menschenförmige Figur aus süßem Hefeteig.
Weiberfastnacht
Donnerstag vor Rosenmontag, an dem der Straßenkarneval beginnt.
Wohnturm
Ein wehrhafter, bewohnbarer Turm, der zugleich Schutz und Wohnung bot.
Zeche
Eine Zeche ist ein Bergwerksbetrieb, besonders zur Förderung von Steinkohle.