Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
Nicht mehr vorhanden
Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Tillman Walter · Public domain

Griechenpforte

Ein wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert geschaffener Tordurchgang der südwestlichen Kölner Stadtmauer, um 1856 abgebrochen; ein Mauerrest erinnert bis heute an den Standort.

seit 900

Die Griechenpforte (auch „porta Grecorum") war ein wahrscheinlich schon im 10. Jahrhundert geschaffener Tordurchgang in der südwestlichen Kölner Stadtmauer. Sie lag am Griechenmarkt neben einem römischen Rundturm und wurde um 1856 abgebrochen.

Auf einen Blick

Bauzeit
wahrscheinlich im 10. Jahrhundert, erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt
Lage
südwestliche Ecke der alten Römermauer, am „Kleinen Griechenmarkt" im Bezirk St. Peter
Funktion
Zugang zum Klosterbezirk und zu den Gewerbebetrieben an den Bächen; verlor die Verteidigungsaufgabe nach der 3. Stadterweiterung an Bach- und Weyertor
Abriss
um 1856/57 unter Stadtbaumeister Julius Carl Raschdorff
Besonderheit
eine Handzeichnung von 1315 gilt als älteste bekannte Darstellung eines Kölner Profanbaus
Was blieb
ein Mauerrest am südwestlichen Zugang zum Griechenmarkt

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Namensherkunft

Der Name wandelte sich über die Jahrhunderte mehrfach: Zuerst als „Greca porta" bezeichnet, hieß die Anlage um 1186/96 „Criegporta" und um 1235 „neben der Kriegspforte" — eine Form, die noch 1797 amtlich gebraucht wurde. Erst in der Franzosenzeit kehrte man zum „G" am Wortanfang zurück und stellte damit wieder einen historischen Bezug zur Zeit Kaiser Ottos und seiner in St. Pantaleon bestatteten griechischen Gemahlin Theophanu her. Griechischstämmige Anwohner ließen sich in den Quellen des „Griechenmarktviertels" allerdings nicht nachweisen.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Ende und was blieb

Bereits um 1307 hatte die Pforte ihre Verteidigungsaufgabe verloren; die neuen Befestigungen der 3. Stadterweiterung und die Tore Bach- und Weyertor übernahmen ihre Funktion. Die später überbaute Pforte wurde dem wachsenden Verkehr nicht mehr gerecht und um 1856/57 unter Stadtbaumeister Julius Carl Raschdorff abgebrochen. Ein Mauerrest an der südwestlichen Zufahrt in das Viertel Griechenmarkt erinnert heute an den Standort der alten Toranlage.

© Unknown author Unknown author · Public domain

Galerie

© Heinrich Wiethase im Architekten- und Ingenieurverein Köln · Public domain · Commons
© Arnold Mercator · Public domain · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

Griechenpforte
50676 Köln

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

4711

seit 1799
4,5(1.319)· Google

Kölnisch Wasser aus der Glockengasse, dessen Name auf eine alte Kölner Hausnummer zurückgeht und das „Original Eau de Cologne" heißen darf.

Adolph-Kolping-Denkmal

seit 1903
4,3(12)· Google

Bronzedenkmal für Adolph Kolping, den Gründer der katholischen Gesellenvereine, vor der Kölner Minoritenkirche, in der er beigesetzt ist.

Albertus-Magnus-Platz

Der Hauptplatz des Kölner Uni-Campus, unter dem die Universitätsstraße verläuft und so eine autofreie Fläche vor dem Hauptgebäude schafft.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.