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Dieses Bauwerk existiert heute nicht mehr – der Eintrag erzählt seine Geschichte.
© Jakob Scheiner · Public domain

Bachtor

Eines der zwölf großen Stadttore aus Kölns letzter mittelalterlicher Stadterweiterung, um 1230 im Südwesten errichtet, später zur Windmühle umgebaut und 1883 abgerissen.

seit 1230

Das Bachtor (auf Kölsch „Bachpooz") war eines der zwölf großen Stadttore, die um 1230 im Zuge der letzten mittelalterlichen Stadterweiterung in Kölns neuer Ring- und Schutzmauer entstanden. Es stand im Südwesten der Stadt am Ende der Straße Am Weidenbach, an dem damals Kartäuserwall genannten Mauerabschnitt (1883 in Pantaleonswall umbenannt).

Auf einen Blick

Bauzeit
um 1230, erstmals erwähnt 1241
Lage
Südwesten Kölns, am Ende der Straße Am Weidenbach
Funktion
lokaler Ein- und Ausgang der Stadt, keine große Ausfallstraße; die Durchfahrt wurde bereits 1538 bis auf eine kleine Tür vermauert
Spätere Nutzung
ab 1730 als Turmwindmühle umgebaut („Bach-" oder „Pantaleonsmühle")
Abriss
Juli 1883
Besonderheit
Namensgeber war der Duffes- bzw. Hürtherbach, der hier in die Stadt floss

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Name und Lage

Das Tor lag am Ende einer Straße, die zunächst „Off der weschbach" hieß und später den Namen Am Weidenbach erhielt. Namensgeber war der aus dem Vorgebirge herangeflossene Duffesbach (auch Hürtherbach), der an dieser Stelle in die Stadt eintrat. Mit der neuen Mauer wurde der Bezirk der Abtei St. Pantaleon in die Stadt einbezogen; das Bachtor war fortan der feldseitige Zu- und Ausgang dieses Gebiets. Da es — anders als das benachbarte Weyertor — nicht auf eine große Ausfallstraße führte, blieb der Verkehr gering. Schon 1538 wurde die Durchfahrt bis auf einen kleinen Türdurchgang zugemauert.

© Arnold Mercator · Public domain

Vom Stadttor zur Windmühle

1730 wurde das mittelalterliche Torgebäude umgebaut: Der Mittelbau wurde ab dem ersten Obergeschoss abgetragen, die Flankentürme gekürzt, und dem Rest ein runder Mühlenturm aufgesetzt. Das Bauwerk erreichte nun rund 32 Meter Höhe und trug stadtseitig in großen schmiedeeisernen Ziffern die Jahreszahl 1730. 1832 wurde die Mühle versteigert und ging in Privatbesitz über; 1860 brannte der Turm völlig aus. Als die Straße Am Weidenbach weitergeführt werden sollte, stand die Ruine im Weg und wurde im Juli 1883 niedergelegt — bei den Abbrucharbeiten am 27. Juli 1883 wurde sogar ein städtisches Hauptgasrohr zerstört.

© Matheis Groenlant · Public domain

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-17

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