Bierbrunnen
Brunnenanlage von 1972 auf der Schildergasse mit einer von Wasser umflossenen Granitsäule — benannt nach einem zeitweiligen Bier-Ausschank.
seit 1972
Der Bierbrunnen ist eine 1972 entstandene, öffentlich zugängliche Brunnenanlage in der Kölner Innenstadt auf der Schildergasse. Im Mittelpunkt steht eine hoch aufragende Granitsäule, die im Brunnenbetrieb von einem dünnen Wasserfilm umflossen wird.
Auf einen Blick
- Art
- Öffentliche Brunnenanlage mit moderner Plastik
- Lage
- Schildergasse, an der Gabelung zur Gürzenichstraße; Stadtteil Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Baujahr
- 1972
- Mittelpunkt
- Granitsäule von etwa sieben bis acht Metern Höhe
- Künstler
- Harald Frehen (1947–2018)
- Finanzierung
- Stiftung der im Biervertrieb tätigen Matthias Harzheim KG
- Besonderheit
- Name geht auf einen zeitweiligen Bier-Ausschank am Brunnen zurück
Der Brunnen zapfte tatsächlich einmal Bier: Eine unterirdisch verlegte Leitung führte vom Brunnen zu einem in einer Nebenstraße geparkten Bierwagen, sodass Passanten direkt am Brunnen Kölsch ausgeschenkt bekamen – daher auch sein Name „Bierbrunnen".
Das kannst du hier erleben
- Vor der hoch aufragenden Granitsäule stehen und das vom dünnen Wasserfilm umflossene Monument bestaunen
- Die markante Brunnensäule mitten im Trubel der Schildergasse fotografieren
- An der Gabelung zur Gürzenichstraße eine kurze Pause vom Einkaufsbummel einlegen
- Die kuriose Geschichte hinter dem Namen entdecken — vom kurzzeitigen Kölsch-Ausschank bis zum alten Brauer-Zunfthaus
- Das moderne Kunstwerk von 1972 als Teil eines Bummels über Kölns berühmte Einkaufsstraße erleben
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Entstehung
Nachdem ab Mitte der 1960er-Jahre der Autoverkehr abschnittsweise aus der Innenstadt verdrängt worden war, stattete die Stadtverwaltung die neuen Fußgängerzonen mit Objekten der Bildenden Kunst aus. Für das Areal an der Schildergasse war eine moderne Plastik vorgesehen. Ein Wettbewerb unter Studenten der 1971 neu gebildeten Fachhochschule Köln sollte einen umsetzbaren Entwurf bringen. Die Jury entschied sich für den Vorschlag des damals 24-jährigen Harald Frehen aus Süchteln.
Aufstellung
Frehen setzte seinen Entwurf 1972 in einer tonnenschweren Granitsäule um. Am 26. März hob ein Kran den Monolithen zur Verankerung auf ein zuvor geschaffenes Fundament. Die Einweihung folgte am 6. Mai 1972. In einer Glosse des Kölner Stadt-Anzeigers war damals von einem „krummen Pfahl“ die Rede, an dem man das Wasser erst aus nächster Nähe erkennen könne.
Name und Bier-Ausschank
Die Anlage erhielt ihren Namen wegen eines geplanten, jährlich gedachten, aber nur kurzzeitig durchgeführten „Bierzapfes“. Den für Passanten verblüffenden Ausschank ermöglichte eine unterirdische Zuleitung zu einem in einer Nebenstraße parkenden Bierwagen. Der kostenlose Ausschank von Kölsch währte nach Überlieferung nicht lange. Die Bezeichnung erinnert zugleich an das einst über 200 Jahre auf der Schildergasse stehende Haus Mirwiler, das Zunfthaus der Kölner Brauer.
Künstler
Harald Frehen (1947–2018) galt einem Pressebericht zufolge als Meisterschüler des Dekans Joseph Jaekel. Er arbeitete später als Bildhauer, Graphiker und Maler in Schieder-Schwalenberg.
Zeitstrahl
- Mitte der 1960er-JahreAutoverkehr abschnittsweise aus der Kölner Innenstadt verdrängt, Fußgängerzonen entstehen
- August 1971Neu gegründete FH Köln schreibt Studentenwettbewerb für Brunnenanlage aus
- 1972Harald Frehen (24) gewinnt Wettbewerb; Entwurf: Granitsäule ca. 7–8 m Höhe
- 26. März 1972Aufstellung des tonnenschweren Monolithen per Kran auf vorbereitetes Fundament
- 6. Mai 1972Offizielle Einweihung der Brunnenanlage
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Schildergasse 50667
50667 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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