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© Nevit Dilmen ( talk ) · CC BY-SA 3.0

4711

Kölnisch Wasser aus der Glockengasse, dessen Name auf eine alte Kölner Hausnummer zurückgeht und das „Original Eau de Cologne" heißen darf.

seit 1799

4711 ist eine Parfümmarke, deren Duftwasser auf eine in Köln seit 1799 vertriebene Rezeptur zurückgeht. Der Markenname stammt von der Hausnummer des Stammhauses in der Glockengasse.

Auf einen Blick

Art
Parfümmarke (Kölnisch Wasser), heute als Dachmarke geführt
Markeninhaber
Mäurer & Wirtz GmbH & Co. KG
Ort
Stammhaus in der Kölner Glockengasse
Markenschutz
spätestens seit 1875
Bezeichnung
darf „Original Eau de Cologne" führen
Besichtigung
wöchentliche Führung, stündliches Glockenspiel

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Name und Ursprung

Wilhelm Mülhens war seit 1797 in der Glockengasse ansässig und vertrieb ab 1799 „Kölnisch Wasser". Einer Legende nach erhielt er die Rezeptur für ein „aqua mirabilis" 1792 von einem Kartäusermönch zur Hochzeit geschenkt. Während der französischen Besatzung erhielt das Haus die Konskriptionsnummer „4711", die in den 1830er Jahren zur Marke wurde.

© Johann Maria Farina · Public domain

Vom Heilmittel zum Duftwasser

Zunächst wurde das „aqua mirabilis" als innerlich anzuwendendes Heilmittel verkauft. Ein Dekret Napoleons von 1810 verlangte die Offenlegung der Rezepturen solcher Mittel. Um dem zu entgehen, gab Mülhens sein Kölnisch Wasser fortan als äußerlich anwendbar aus — und vermarktete es so erstmals als Duftwasser im heutigen Sinn. Die heutigen Hersteller verstehen es nicht nur als Duft, sondern als „Aroma-Therapeutikum", dessen ätherische Öle eingeatmet werden sollen, damit sie wirken.

© Lilia97 at English Wikipedia · Public domain

Wasser aus dem Waisenhaus

Hergestellt wurde das Duftwasser in der Rettungsanstalt Düsseltal für Waisenkinder, die durch den Verkauf mitfinanziert wurde; produziert wurde an der Düssel in Düsseldorf. Die Fläschchen aus Düsseltal trugen Rosenknospen und den Spruch „Für Gott und die Waisen".

© Riggwelter · CC BY-SA 3.0

Flakon und Etikett

Die eckige Molanus-Flasche aus den 1820er Jahren erleichterte Lagerung, Transport und das Aufbringen von Etiketten; Mülhens ergänzte einen Kropf, der die Ausdehnung des alkoholhaltigen Inhalts bei Wärme ermöglicht. In dieser Form wird 4711 bis heute angeboten. Das unter Peter Joseph Mülhens etablierte Etikett zeigt den Kölner Dom und das Bonner Münster sowie ein gotisches Band mit der Aufschrift „Dieu et mon droit". Durch die Kirchendarstellungen und die Inschrift rückte Mülhens sein Kölnisch Wasser bewusst in die Nähe des Weihwassers. Blau-Gold wurde zu den Hausfarben.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Namensstreit um „Farina"

Das Unternehmen firmierte zunächst unter Verwendung des Namens „Farina", der zeitweise als Inbegriff für Kölnisch Wasser galt. Um den Namen führen zu können, nahm Mülhens mehrfach Geschäftspartner namens Farina auf. Nach jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten untersagte ein Urteil des Kölner Oberlandesgerichts vom 27. April 1881 Ferdinand Mülhens endgültig die Nutzung des Namens „Farina".

© Salvator Pali from Hungary · CC BY 2.0

Stammhaus heute

Das heutige Gebäude in der Glockengasse ist nicht das Originalhaus, dient aber als Touristenziel mit einem Ausstellungsraum.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Galerie

© Wilhelm Mülhens · Public domain · Commons
© Wilhelm Mülhens · Public domain · Commons
© Wilhelm Mülhens · Public domain · Commons
© Wilhelm Mülhens · Public domain · Commons
© Wilhelm Mülhens · Public domain · Commons
© Amtsgericht Köln · Public domain · Commons

Karte

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Adresse

Glockengasse 4
50667 Köln

Öffnungszeiten

Mo: 09:30–18:30

Di: 09:30–18:30

Mi: 09:30–18:30

Do: 09:30–18:30

Fr: 09:30–18:30

Sa: 09:30–18:00

Kontakt

0221 27099911

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30

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