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© A.Savin · CC BY-SA 3.0

Thurner Hof

Historischer Gutshof in Köln-Dellbrück mit Fachwerk-Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert und einem frei zugänglichen VHS-Lehrgarten.

seit 1150

Kostenlos

Der Thurner Hof ist ein alter Gutshof und ehemaliger Rittersitz im Kölner Stadtteil Dellbrück. Zum Ensemble gehören ein Fachwerk-Herrenhaus, eine vierflügelige Hofanlage, ein Eckturm sowie ein öffentlich zugänglicher Lehrgarten.

Auf einen Blick

Lage
Köln-Dellbrück, an der Strunde
Epoche
Herrenhaus vermutlich Ende 16. Jahrhundert (Fachwerk)
Eigentümer
seit 1911 die Stadt Köln
Heutige Nutzung
Außenstelle der Volkshochschule Köln, Reitställe, Lehrgarten
Garten
rund 7.200 m² mit Bauerngarten, Wehrgraben und Streuobstwiese
Zugang
Der Garten steht allen Besucherinnen und Besuchern offen
Besonderheit
Jährlich am 1. Sonntag im Mai Ort der Kölner Pflanzentauschbörse

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Der Name „Thurn" geht auf eine althochdeutsche Form von Turm zurück und verweist auf die Urform der Anlage als Motte. Als ältester bekannter Besitzer gilt Heinrich von Thurn um 1150. Das Urbar des Benediktinerklosters St. Pantaleon erwähnt 1322 und 1324 eine Thurner Mühle. In den folgenden Jahrhunderten wechselten Besitz und Pacht mehrfach: Genannt werden unter anderem die Familien von Quadt zu Haus Buschfeld, von Brambach, von Hatzfeld und von der Leyen. Adolf von Quadt ließ 1627 das bis heute erhaltene Hoftor mit dem Allianzwappen Quadt-Pallant errichten. 1818 kam der Hof an die Familie Neuhöffer, ehe ihn die Stadt Köln 1911 erwarb.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Herrenhaus & Architektur

Das ehemalige Herrenhaus entstand vermutlich im späten 16. Jahrhundert. Auf einem teils eingetieften, steingewölbten Sockelgeschoss erhebt sich ein zweigeschossiger Fachwerk-Ständerbau mit steilem, schiefergedecktem Satteldach, der von Norden über eine Freitreppe erschlossen wird. Das Ständerwerk kommt ohne Diagonalstreben aus — eine Bauweise, die typisch für große bergische Fachwerkhäuser des 16. und 17. Jahrhunderts ist, auf Kölner Stadtgebiet aber sonst nicht vorkommt. Das Gebäude wurde um 1958/59 erstmals saniert, zwischen 1972 und 1979 zur VHS-Außenstelle hergerichtet und von 2010 bis 2017 im Rahmen des Projekts „Win-Win für Köln" erneut instandgesetzt.

© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Gartenanlage

Im Osten und Süden umgibt ein rund 7.200 m² großer Garten die Hofanlage. Er dient als Lehrgarten der Volkshochschule und wird vom Arbeitskreis VHS-Biogarten ehrenamtlich gepflegt. Kernstück ist der Bauerngarten mit buchsbaumgefassten Beeten rund um einen alten Birnbaum, in denen altmodische Zierpflanzen wie Küchenschelle, Roter Fingerhut und Akelei sowie aus der Mode gekommene Nutzpflanzen wie Gartenmelde, Pastinake und Topinambur gezogen werden — teils als Lehrbeispiel für verschiedene Anbauweisen. Das ökologische Herzstück ist der wiedergeflutete historische Wehrgraben: Unterschiedliche Wassertiefen und eine angrenzende Trockenmauer schufen Lebensraum für Wasser- und Sumpfpflanzen wie Gelbe Teichrose und Weiße Seerose sowie für Grasfrösche, Libellen, Eisvogel und Fischreiher. Die größte Fläche nimmt die Streuobstwiese ein, auf der alte regionale Apfelsorten wie der Rheinische Bohnapfel und der Rheinische Krummstiel neben Zwetschgen, Kirschen und Mispeln wachsen.

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Imkerei

Auf der Streuobstwiese betreibt der Arbeitskreis Imkerei ein Bienenhaus. Der Bienenstand umfasst bis zu 20 Völker, von denen sieben durch Teilnehmende der VHS-Kurse betreut werden.

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Heutige Nutzung

Das Anwesen wird heute vielfältig genutzt: Das Herrenhaus dient als Außenstelle der Volkshochschule Köln, in den Wirtschaftsgebäuden hat die Reitergemeinschaft Kornspringer Köln e. V. ihre Stallungen und nutzt auch das „Türmchen". Der Garten ist frei zugänglich und wird über Kurse und Aktionen wie die jährliche Pflanzentauschbörse für die Öffentlichkeit erlebbar gemacht.

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Galerie

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Karte

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Adresse

Mielenforster Str. 1
51069 Köln

Öffnungszeiten

Sa: 11:00–17:00

Kontakt

0170 3813132

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-10

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