Alte Wache (Waidmarkt)
Preußisches Wachgebäude von 1840/41 am Waidmarkt, dessen denkmalgeschützter Portikus nach dem Archiveinsturz 2009 abgebaut und für einen möglichen Wiederaufbau eingelagert wurde.
Am Waidmarkt neben dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium erinnerte einst die Alte Wache an das militärische Köln des 19. Jahrhunderts – heute markiert nur noch eine Leerstelle den Ort, denn der denkmalgeschützte Portikus wurde nach dem Einsturz des Stadtarchivs abgebaut und eingelagert.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Standort
- Waidmarkt, neben dem Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, Köln
- Errichtet
- 1840/41 durch die preußische Militärverwaltung im Einvernehmen mit der Stadt
- Zweck
- Wachgebäude, ausgelegt für 30 Mann
- Architekt
- Schuberth, „Architekt am Platze"
- Denkmalschutz
- Ja – als Zeugnis der Kölner Militärbauten (dreibogiger Portikus)
- Aktueller Status
- Kein Bauwerk mehr vor Ort – Portikus 2011 abgebaut und für einen möglichen Wiederaufbau eingelagert
Geschichte
Die Alte Wache war eines von drei neuen Wachtgebäuden, die die preußische Militärverwaltung 1840/41 im Einvernehmen mit der Stadt errichten ließ. Von diesen drei Bauten hatte jeder ein eigenes Schicksal: Die Hauptwache auf dem Heumarkt fiel bereits 1877 dem Abbruch zum Opfer, während das ähnlich gestaltete Wachgebäude am Zeughaus heute dem Kölner Stadtmuseum für Wechselausstellungen dient. Die Wache am Waidmarkt war für eine Besatzung von 30 Mann geplant.
Architektur
Für den Entwurf griff der Architekt Schuberth auf klassizistische Formen zurück: Vorbild war ein Pavillon, den der Architekt Maximilian Joseph Hurtault 1825 im Park des Schlosses von Saint-Cloud bei Paris errichtet hatte. Prägend waren der dreibogige Portikus und das Giebelrelief mit zwei ruhenden Kriegern, das nach Entwürfen des Bildhauers Friedrich Joseph Porcher ausgeführt wurde. Diese beiden Elemente überdauerten den Zweiten Weltkrieg – und auch den Einsturz des Historischen Archivs in der Severinstraße, der sich am 3. März 2009 beim Bau der Nord-Süd-Stadtbahn ereignete.
Der Einsturz und das Ende vor Ort
Beim Archiveinsturz stürzten Dachteile des Stadtarchivs auf den Portikus und beschädigten den rechten Außenpfeiler sowie die rechte Außenwand leicht; das Gewölbe blieb dabei rissfrei. Um die Bergungsarbeiten der Einsatzkräfte nicht zu behindern, wurde der Portikus in Abstimmung mit der Stadtkonservatorin niedergelegt. Die Einzelteile wurden gesichert und im Hinblick auf einen späteren Wiederaufbau eingelagert.
Heute
Am Waidmarkt steht die Alte Wache nicht mehr – sichtbar ist von ihr aktuell nichts, nur die gesicherten Fragmente lagern für einen möglichen künftigen Wiederaufbau. Wer die Reste sehen wollte, hatte dazu Gelegenheit in der Ausstellung „Der Waidmarkt. Drunter und Drüber" (8. Oktober 2011 bis 18. Februar 2012) im Kölnischen Stadtmuseum, in der Teile des Giebelfrieses gezeigt wurden.
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Adresse
Waidmarkt
Köln
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