A. Schaaffhausen’sches Bankpalais
Im Krieg zerstörter Kölner Bankbau von 1859–1862, der klassizistische Formen mit italienischer Renaissance verband.
Der Bau diente dem A. Schaaffhausen’schen Bankverein, einem in der Gründerzeit für das Rheinland und das rheinisch-westfälische Industriegebiet bedeutenden Geldinstitut.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Ehemaliges Bankgebäude
- Lage
- Unter Sachsenhausen 4, Köln, Stadtteil Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Architekt
- Hermann Otto Pflaume
- Bauzeit
- 1859–1862, Eröffnung am 22. August 1863
- Umbau
- 1902
- Aufbau
- Dreigeschossig, Fassade in neun Achsen
- Schicksal
- Im Zweiten Weltkrieg zerstört
Nach dem Umbau 1902 wurde der ursprüngliche zentrale Haupteingang mit dem von Karyatiden flankierten Portal einfach zugemauert und durch zwei neue Seiteneingänge ersetzt.
Palast und Bankbetrieb
Das Haus trug nach der Quelle eindeutig palastartige Grundzüge, wies zugleich aber eine beträchtliche Ausdehnung des Geschäftsbereiches im Inneren auf. Architekturgeschichtlich gilt es als Musterbeispiel eines Bankbaus aus der zweiten Bankentwicklungsphase.
Architektur
Mit der Verbindung klassizistischer Formen mit denen der italienischen Renaissance sollte an die ferne Vergangenheit der Banken angeknüpft werden: Die klassizistische Architektur verwies auf die Tempelbank der Antike, die Renaissance-Formen auf die Palazzi der florentinischen Bankiers.
Fassade
Die seitlichen Risalite beanspruchten je eine Achse. Über dem rustizierten Erdgeschoss fassten korinthische Säulen in Kolossalordnung die beiden Obergeschosse zusammen. Bis zum Umbau trug die Mittelachse ein von Karyatiden flankiertes Portal; danach besaß das Gebäude zwei Eingänge in den Seitenrisaliten, jeweils von Karyatiden gerahmt und mit einem Balkon darüber, während der frühere Haupteingang zugemauert wurde. Die Karyatiden trugen Attribute wie Buch und Pinsel als Sinnbilder für Wissenschaft und Künste, in den Giebelfeldern standen männliche Figuren für Industrie und Handel.
Innenraum
Der große Festsaal im Wohnbereich zeigte einen breiten Puttenfries. Vier Themenpaare waren dort dargestellt: Weinbau und Baukunst, Handwerk und Ackerbau, Handel und Technik sowie Kunst und Wissenschaft.
Zeitstrahl
- 1859–1862Errichtung des Gebäudes durch Architekt Hermann Otto Pflaume
- 1863Eröffnung am 22. August
- 1902Umbau des Gebäudes
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