Amerika Haus
Von 1955 bis 2007 Kölner Einrichtung für den Kulturaustausch mit den USA — das letzte in Deutschland betriebene der einst 57 Amerikahäuser weltweit.
In der Nachkriegszeit diente das Haus der Reeducation und der Vermittlung westlicher, vor allem US-amerikanischer Kultur; nach der Schließung führt ein Verein diese Arbeit fort.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- ehemalige Einrichtung zum Kulturaustausch mit den USA
- Lage
- Apostelnkloster 13–15, gegenüber der Kirche St. Aposteln, Altstadt-Nord
- Eröffnung
- Juni 1955
- Architekt
- Rolf H. Schickmann
- Bauherr und Eigentümer
- Stadt Köln
- Bestand
- 52 Jahre, bis September 2007
- Nachfolge
- 2007 als Amerika Haus e.V. Nordrhein-Westfalen gegründet, seit 2021 AmerikaHaus NRW e.V.
Als das Kölner Amerika Haus im September 2007 schloss, war es das letzte von ursprünglich 57 Amerikahäusern weltweit, das in Deutschland noch bestand.
Geschichte
Errichtet wurde das Gebäude auf dem Grundstück des früheren Apostelgymnasiums. Es beherbergte eine Präsenz- und Informationsbibliothek, einen Vortrags- und Kinosaal sowie eine Beratung zum Austausch mit den USA. In den 1950er- bis 1970er-Jahren zählte es zu den bedeutenden Kultureinrichtungen der Stadt. Mieter und Betreiber waren der US-Informationsdienst USIS und zuletzt das US-Generalkonsulat; als Betreiber bis September 2007 wird die US Information Agency genannt, die 1999 in das US-Außenministerium eingegliedert wurde.
Schließung und Übergang
Mit der Schließung im September 2007 endete der Betrieb nach 52 Jahren. Wie bei den meisten anderen Amerika-Häusern in Deutschland wurde die Arbeit in anderer Form fortgeführt. Das Gebäude übernahm die Fritz Thyssen Stiftung, die dem neu gegründeten Trägerverein noch ein Jahr lang Räume überließ. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich seit 2008 in der nahegelegenen Apostelnstraße.
Heutige Nutzung
Der Verein wurde 2007 als Amerika Haus e.V. Nordrhein-Westfalen gegründet; eine Satzungsänderung führte 2021 zum heutigen Namen AmerikaHaus NRW e.V. Er versteht sich als gemeinnützige, unabhängige Plattform für die deutsch-amerikanischen Beziehungen in Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt stehen Veranstaltungen an der Schnittstelle von Politik, Kultur, Wirtschaft und Bildung. Finanziert wird der Verein aus privaten und öffentlichen Quellen; zu den Firmenmitgliedern zählen deutsche und amerikanische Unternehmen wie Ford und Alsco. Öffentliche Zuwendungen kommen vom Auswärtigen Amt, der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den Städten Köln, Düsseldorf und Dortmund. In NRW tätige Vereine und Institutionen können Assoziierte Mitglieder werden.
Organisation
Geführt wird der Verein von einem ehrenamtlichen Vorstand, der seit 2019 unter dem Vorsitz des ehemaligen NRW-Innenministers Ingo Wolf steht. Die laufenden Geschäfte übernimmt ein hauptamtliches Team, das seit Dezember 2022 von Viktoria Harbecke geleitet wird.
Zeitstrahl
- 1955Gebäude erbaut und im Juni eröffnet, Architekt Rolf H. Schickmann.
- 1999US Information Agency wird ins US-Außenministerium eingegliedert.
- 2007Schließung des Amerika Haus im September; Gründung des Nachfolgevereins Amerika Haus e.V.
- 2008Geschäftsstelle zieht in die nahegelegene Apostelnstraße.
- 2019Ingo Wolf übernimmt den Vorsitz des ehrenamtlichen Vorstands.
- 2021Satzungsänderung: Vereinsname wird zu AmerikaHaus NRW e.V.
- 2022Viktoria Harbecke übernimmt im Dezember die Geschäftsführung.
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