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© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Blau-Gold-Haus

Direkt neben dem Kölner Dom steht das Blau-Gold-Haus, ein türkis-goldenes Büro- und Geschäftshaus von 1952, das als bedeutendes Beispiel der deutschen Nachkriegsmoderne unter Denkmalschutz steht und heute Hotelsuiten sowie Luxusboutiquen beherbergt.

Nur wenige Schritte vom Kölner Dom entfernt, am Domkloster 2 in der Altstadt-Nord, fällt das Blau-Gold-Haus mit seiner türkis-goldenen Fassade ins Auge. Der 1952 fertiggestellte Bau zählt zu den bedeutenden Zeugnissen der deutschen Nachkriegsmoderne.

Auf einen Blick

Adresse
Domkloster 2, Köln, Altstadt-Nord (direkt am Dom)
Fertigstellung
Oktober 1952
Architekt
Wilhelm Koep (4711-Hausarchitekt)
Baustil
Deutsche Nachkriegsmoderne, sechsgeschossiger Stahlskelettbau
Fassade
Vorhangfassade in Türkis-Gold aus Aluminium, Stahl und Glas
Denkmalschutz
seit dem 18. Juni 1991
Heutige Nutzung
Hotelsuiten des Dom-Hotels sowie Luxusgeschäfte

Geschichte

An dieser Stelle standen zunächst zwei Gründerzeitbauten. Zuerst entstand 1843 an der Südseite ein Palais als Wohn- und Geschäftshaus für den Bankier Simon Oppenheim. Als ab November 1886 der umliegende Gebäudekomplex abgerissen wurde, um dem Dom mehr Freiraum zu verschaffen, blieb allein das Oppenheim-Palais am Domkloster 2 stehen.

1892 ließ der Parfümhersteller Ferdinand Mülhens das Palais durch den Architekten Wilhelm Kurth zu einem Hotel mit 65 Zimmern umbauen. Nach der Einweihung am 2. November 1893 trug es zunächst den Namen „Großer Kurfürst", ab dem Umbau von 1905 hieß es schlicht „Savoy-Hotel". Eine Sprengbombe zerstörte das Haus im Zweiten Weltkrieg; 1950 wurde es abgetragen.

© Beckstet · CC BY-SA 3.0

Architektur und Farbe

Im Auftrag der Familie Mülhens fertigte der 4711-Hausarchitekt Wilhelm Koep bis Oktober 1951 die Baupläne für ein neues Geschäftshaus an. Um den sechsgeschossigen Stahlskelettbau legte sich eine reich verzierte Vorhangfassade aus Aluminium, Stahl und Glas.

Tagsüber prägen goldfarben eloxiertes Aluminium und türkisfarbene Brüstungen das Bild – eine Farbkombination, die auf das bereits 1839 von Peter Joseph Mülhens für die Marke 4711 festgelegte Türkis-Gold zurückgeht. Aus dieser Kombination erwuchs im Volksmund der Name „Blau-Gold-Haus". Besonders eindrucksvoll wirkt das Gebäude nachts, wenn die indirekte Beleuchtung die Fassade an Domkloster und Wallrafplatz erstrahlen lässt.

© Scheipant · CC BY-SA 3.0

Vom Werbeträger zum Hotel

Zwar zog der Firmensitz von 4711 im Oktober 1964 in die Glockengasse 4, doch der Neubau an der exponierten südlichen Domplatte sollte als Werbeträger vor allem Touristen ansprechen. Ein 4711-Laden gab es nur in der Frühphase; heute finden sich hier Geschäfte von Louis Vuitton, Hermès und Longchamp. Nach Sanierungen 1979 und 1991 steht das Haus seit dem 18. Juni 1991 unter Denkmalschutz.

Seit Januar 2010 gehört das Blau-Gold-Haus der Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden, der auch das benachbarte Dom-Hotel gehört. Zwischen Juni 2010 und August 2012 wurde es unter der Leitung des Architekten Johannes Kister entkernt und neu gestaltet. Ab dem zweiten Obergeschoss entstanden 42 Suiten für das Dom-Hotel, darunter eine 88 m² große „Präsidentensuite" in der vierten Etage. Für die Sanierung erhielt das Gebäude 2012 einen Sonderpreis des Bundesbauministeriums und des Deutschen Stahlbaus.

© Scheipant · CC BY-SA 3.0

Galerie

© Scheipant · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Scheipant · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Raymond - Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-27

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