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© yeowatzup · CC BY 2.0

NS-Dokumentationszentrum (EL-DE-Haus)

Gedenkstätte und Museum in der ehemaligen Kölner Gestapo-Zentrale – mit erhaltenen Gefängniszellen und Wandinschriften der Häftlinge im Keller.

seit 1979

Bei Regen Indoor

Das NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln ist Museum, Gedenkstätte und Forschungseinrichtung zur Geschichte der Stadt in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Es hat seinen Sitz im EL-DE-Haus, der ehemaligen Kölner Gestapo-Zentrale am Appellhofplatz.

Auf einen Blick

Art
Museum, Gedenkstätte und Forschungseinrichtung
Lage
Appellhofplatz 23–25, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
Gebäude
EL-DE-Haus, ehemalige Gestapo-Zentrale
Kernstück
Gedenkstätte Gestapo-Gefängnis im Keller mit erhaltenen Zellen
Dauerausstellung
„Köln im Nationalsozialismus“, seit 1997, auf zwei Etagen
Besucher
2015 rund 77.000
Wusstest du?

Die geheimen Gestapo-Gefängniszellen im Keller des EL-DE-Hauses mit hunderten Wandinschriften der Häftlinge lagen jahrzehntelang unentdeckt hinter abgerückten Regalen – erst 1979 fotografierte Kurt Holl sie heimlich über Nacht und machte sie der Öffentlichkeit bekannt.

Das kannst du hier erleben

  • Die erhaltenen Gestapo-Gefängniszellen im Keller besichtigen
  • Die bewegenden Wandinschriften der Häftlinge lesen
  • Die Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ erkunden
  • Im Innenhof, der ehemaligen Hinrichtungsstätte, innehalten und gedenken
  • Eine wechselnde Sonderausstellung entdecken
  • In der Gedenkstätte über die NS-Zeit nachdenken und lernen

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Das Gestapo-Gefängnis im Keller

Den Kern des Hauses bildet die Gedenkstätte im Kellergeschoss. Dort sind Zellen erhalten, in denen Gestapo-Häftlinge untergebracht waren. Die Insassen beschrifteten die Wände; diese Inschriften sind bis heute erhalten. Seit 2013 gehört auch der Innenhof, die ehemalige Hinrichtungsstätte, als Anschauungsort dazu.

© NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln · CC BY-SA 4.0

Wie die Gedenkstätte entstand

Im März 1979 machte Kurt Holl öffentlich, dass im Aktenkeller des damals von der Stadtverwaltung genutzten Hauses noch die früheren Gestapo-Zellen mit ihren Inschriften vorhanden waren – dokumentiert mit dem Fotografen Gernot Huber hinter abgerückten Regalen. Nach öffentlichem Druck ließ die Stadt den Keller und die Inschriften restaurieren. Am 4. Dezember 1981 wurde die Gedenkstätte eröffnet. 1987 beschloss der Kölner Rat die Errichtung des NS-Dokumentationszentrums, das am 19. September 1988 im EL-DE-Haus seine Arbeit aufnahm.

© Vera de Kok · CC BY-SA 3.0

Ausstellungen und Forschung

Auf zwei Etagen stellt die 1997 eröffnete Dauerausstellung „Köln im Nationalsozialismus“ die NS-Zeit in der Stadt dar. Hinzu kommen jährlich mehrere Sonderausstellungen zu lokalen und überregionalen Themen. Die Forschungsabteilung erarbeitet historische Grundlagen für Ausstellungen, Publikationen und Datenbanken; ein Arbeitsschwerpunkt ist die Rekonstruktion von Akten, die im Krieg und kurz danach zerstört wurden. Zum Haus gehören eine Spezialbibliothek mit Lesesaal sowie Arbeits- und Medienräume.

© Adam Jones, Ph.D. · CC BY-SA 3.0

Bildung und Beratung

Im Zentrum ist die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus (ibs) untergebracht. Sie richtet sich mit Unterrichtseinheiten, Workshops und Projekttagen an Jugendliche und unterstützt Aktivitäten für eine demokratische Kultur. Zur ibs gehören eine Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Köln sowie eine Meldestelle für antisemitische Vorfälle mit einem Beratungsangebot für Betroffene.

© © 1971markus · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. März 1979
    Kurt Holl dokumentiert Gestapo-Zellen mit Inschriften im EL-DE-Haus
  2. 4. Dezember 1981
    Eröffnung der Gedenkstätte Gestapo-Gefängnis im Keller des EL-DE-Hauses
  3. 1987
    Kölner Stadtrat beschließt Errichtung des NS-Dokumentationszentrums
  4. 19. September 1988
    NS-Dokumentationszentrum nimmt Betrieb im EL-DE-Haus auf
  5. 25. März 1997
    Forschungsstelle den Städtischen Museen gleichgestellt; Dauerausstellung eröffnet
  6. 5. Dezember 2002
    Werner Jung übernimmt als Direktor von Horst Matzerath
  7. 2013
    Innenhof (ehemalige Hinrichtungsstätte) wird Gedenkort
  8. 1. November 2022
    Henning Borggräfe übernimmt die Direktion des NS-Dokumentationszentrums

Galerie

© © 1971markus · CC BY-SA 4.0 · Commons
© © 1971markus · CC BY-SA 4.0 · Commons
© © 1971markus · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

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Adresse

Appellhofpl. 23-25
50667 Köln

Öffnungszeiten

Di: 10:00–18:00

Mi: 10:00–18:00

Do: 10:00–18:00

Fr: 10:00–18:00

Sa: 11:00–18:00

So: 11:00–18:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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