Haus Saaleck
Mittelalterliches Kölner Bürgerhaus mit spätgotischen Eckwarten – heute beherbergt es die Artothek der Stadt Köln, eine Ausleihe für Kunst.
Der Name verbindet das Grundwort „Eck“ mit dem Bestimmungswort „Saal“ und bewahrt damit die Erinnerung an den erzbischöflichen Palast, den sogenannten Saal, der einst am Domhof in der Nähe stand.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- ehemaliges mittelalterliches Bürgerhaus
- Lage
- Ecke „Unter Taschenmacher“ und „Am Hof“, Altstadt-Nord, Stadtbezirk Innenstadt
- Neubau
- um 1461 im spätgotischen Stil
- Baumerkmale
- Kreuzstockfenster, drei Eckwarten, achteckige Türmchen an den Hausecken
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Heute
- Sitz der Artothek der Stadt Köln
Nach der fast vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Haus Saaleck in der Nachkriegszeit originalgetreu wiederaufgebaut – unter Verwendung erhaltener Restmauern und im Umfeld wiedergefundener Trümmerteile.
Geschichte
Ein Haus an dieser Stelle wird erstmals um 1281 im Zusammenhang mit dem Steinmetz Theoderich erwähnt, der es erwarb. Historiker vermuten in ihm einen der Handwerker der wenige Meter entfernten Dombaustelle. 1283 erscheint in Urkunden die Bezeichnung „saileckin“; die Pluralform lässt auf ein zweiteiliges Anwesen schließen. In der Folgezeit wechselten die Namensformen mehrfach, etwa „salecken“ oder „sallecken“. Um 1461 entstand an gleicher Stelle ein Neubau.
Architektur
Der spätgotische Bau erhielt Kreuzstockfenster sowie drei Eckwarten, die dem Stil des Kölner Gürzenichs ähneln. An den Hausecken sitzen achteckige Türmchen, die ursprünglich Spitzdächer trugen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude durch Luftangriffe fast völlig zerstört: Die Fassaden wurden stark beschädigt, das Innere brannte aus. In der Nachkriegszeit baute man es in alter Form wieder auf und verwendete dafür die erhaltenen Restmauern sowie im Umfeld gefundene Trümmerteile.
Heutige Nutzung
In den 1970er Jahren nutzte das Kölner Stadtmuseum das Gebäude für Ausstellungen. Heute befindet sich hier die Artothek der Stadt Köln, in der sich ähnlich wie in einer Bibliothek Kunstgegenstände, Gemälde und Skulpturen ausleihen lassen. Von 2010 bis 2014 wurde das Haus denkmalpflegerisch saniert. Der Rheinische Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz ernannte es im Dezember 2013 zum Denkmal des Monats.
Zeitstrahl
- 1281Erste Erwähnung eines Hauses im Zusammenhang mit Steinmetz Theoderich
- 1283Bezeichnung „saileckin“ für das Haus taucht in Urkunden auf
- um 1461Prachtvoller spätgotischer Neubau mit drei Eckwarten errichtet
- 1970er JahreGebäude dient dem Kölner Stadtmuseum für Ausstellungen
- März 2005Restliche Gebäudeflächen stehen seither leer
- März 2007Stadt Köln bietet Gebäude zum Verkauf an
- August 2010Interessent erwirbt das Objekt
- 2010–2014Denkmalpflegerische Sanierung des Hauses Saaleck
Galerie
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