Bürgerzentrum Alte Feuerwache
Selbstverwaltetes soziokulturelles Zentrum im Agnesviertel — untergebracht in Kölns früherem Hauptfeuerwehrgebäude von 1890.
Die Alte Feuerwache ist ein soziokulturelles Bürgerzentrum im Kölner Agnesviertel. Es wird selbstverwaltet betrieben und ist in einem der ältesten Gebäude des Viertels untergebracht.
Auf einen Blick
- Lage
- Agnesviertel, Köln-Innenstadt, nahe dem heutigen Ebertplatz
- Ursprünglicher Bau
- 1890 als Hauptfeuerwehrgebäude der Feuerwehr Köln fertiggestellt
- Grundstück
- rund 5.000 m²
- Heutige Nutzung
- Bürger-, Kommunikations- und Kulturzentrum
- Trägerschaft
- Verein Bürgerzentrum Alte Feuerwache e. V. (BAF)
- Betrieb als Bürgerzentrum
- offiziell seit 1986
- Besonderheit
- selbstverwaltetes Zentrum für soziale, ökologische und demokratische Initiativen
Geschichte
1890 entstand auf einem etwa 5.000 m² großen Grundstück in der Nähe des heutigen Ebertplatzes das Hauptfeuerwehrgebäude der Kölner Feuerwehr. Neben dem Haus Neusser Straße 47 zählt es zu den ersten Bauten des Agnesviertels. Nachdem der Feuerwehrbetrieb verlegt worden war, beschloss der Kölner Stadtrat 1974 den Abriss — an der Stelle sollte ein Wettkampf-Schwimmbad entstehen.
Bürgerinitiative und Erhalt
Gegen den Abriss regte sich Widerstand: 1976 bildete sich in der Bürgerinitiative Nördliche Altstadt (BINA) eine Arbeitsgruppe „Feuerwache", die ein Nutzungskonzept entwickelte. 1977 gründete diese Gruppe den Verein Bürgerzentrum Alte Feuerwache e. V. (BAF), um im Gebäudekomplex ein Bürger-, Kommunikations- und Kulturzentrum einzurichten. 1978 schwenkte auch die Stadt Köln auf den Erhalt und die Umnutzung ein. Ab 1981 erhielt der Verein die Rechte zur Zwischennutzung; seit 1986 betreibt er das Bürgerzentrum nach einem Ratsbeschluss von CDU und Grünen offiziell. Nach Kürzungen öffentlicher Zuschüsse erwirtschaftet die Feuerwache seit 2000 etwa die Hälfte ihrer Betriebskosten selbst.
Heute und Selbstverwaltung
Die Alte Feuerwache versteht sich als selbstverwalteter Ort, an dem soziale, ökologische und demokratische Initiativen und Vereine Räume nutzen können. Gedacht ist er als Treffpunkt für Menschen aus Kunst, Handwerk, Pädagogik, Kultur, Gemeinwesenarbeit und parteiunabhängiger Politik — für Begegnungen, die andernorts kaum zustande kämen.
Wissenswertes
1980 entstand auf der südlichen Brandmauer zum Sudermanplatz ein großes Wandbild, das mit einem Gedicht von Nazim Hikmet das Viertel lange Zeit mitprägte.
Karte
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Adresse
Melchiorstraße 3
50670 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 10:00–23:00
Di: 10:00–23:00
Mi: 10:00–23:00
Do: 10:00–23:00
Fr: 10:00–23:00
Sa: 10:00–23:00
So: 10:00–23:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-07-19)
- Wikipedia (abgerufen 2026-07-19)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-19
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