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Naturschutzgebiet Thielenbruch und Thurner Wald

Ein stadtnahes Feuchtgebiet im Kölner Nordosten mit dem einzigen erhaltenen Kalkflachmoor der Region und Lebensraum für zahlreiche seltene Arten.

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Im Kölner Stadtteil Dellbrück, direkt an der Grenze zu Bergisch Gladbach, hat sich mit dem Naturschutzgebiet Thielenbruch und Thurner Wald ein selten gewordenes Stück Feuchtlandschaft erhalten. Auf engem Raum wechseln hier saure und kalkhaltige, nasse und trockene Böden – die Grundlage für eine ungewöhnliche Artenvielfalt.

Auf einen Blick

Fläche
59 Hektar
Lage
Köln-Dellbrück, Kölner Nordosten, an der Stadtgrenze zu Bergisch Gladbach
Naturraum
Bergische Heideterrasse, am Westrand der Paffrather Kalkmulde
Schutzstatus
seit 1969 als Naturschutzgebiet ausgewiesen
Besonderheit
einziges erhaltenes Kalkflachmoor der gesamten Region
Artenreichtum
Rückzugsraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten, darunter allein 12 Libellenarten
Teil von
FFH-Gebiet Thielenbruch (DE-5008-301)

Lage

Das Gebiet erstreckt sich zwischen den Bächen Mutzbach und Strunde am westlichen Rand der Paffrather Kalkmulde. Der Thurner Wald liegt eingefasst von Bergisch Gladbacher Straße, Duckterather Weg, Katharinenkammerweg, Heinrich-Strünker-Straße und Waltherstraße. Durchschnitten wird das Areal von der S-Bahn-Linie S11, der Paffrather Straße sowie einer Erdgas- und einer Hochspannungsleitung. Im Norden schließen die drei Teilflächen des Naturschutzgebiets Thielenbruch an.

Lebensräume & Arten

Einst prägten ausgedehnte Moore die rechtsrheinische Mittelterrasse, bevor Entwässerungen sie weitgehend verschwinden ließen – hier blieb die Feuchtlandschaft erhalten. Im Osten rund um den Katharinenkammerweg speisen mehrere Kalkquellen ein Kalkflachmoor, das an eine Pfeifengraswiese grenzt. In Wassernähe wachsen Erlenbruchwälder, trockenere Zonen tragen Eichen und Birken, andernorts finden sich Röhricht, Weidengebüsch und ein Zwischenmoor mit schwingenden Torfmoosflächen. Diese Standortvielfalt bietet hochgradig gefährdeten Arten einen Rückzugsraum, etwa der Helm-Azurjungfer, der Bauchigen Windelschnecke, dem Breitblättrigen Wollgras, der Sumpf-Stendelwurz, der Armblütigen Sumpfbinse, der Floh-Segge und dem Kleinen Wasserschlauch.

Schutz & FFH-Status

Der Schutz gilt der Erhaltung und Entwicklung dieses stadtnahen Gebietes mit seinem Kalkflachmoor, den Pfeifengraswiesen sowie den Feucht- und Auenwäldern als Refugium für seltene Arten. Gemeinsam mit Teilen des Naturschutzgebiets Thielenbruch auf Bergisch Gladbacher Stadtgebiet bildet es das FFH-Gebiet Thielenbruch (Gebietsnummer DE-5008-301).

Karte

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Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-01

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