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© Mario Bezani · CC BY-SA 3.0

Naturschutzgebiet Königsforst

Großes, zusammenhängendes Waldschutzgebiet im Kölner Osten mit alten Eichen- und Buchenwäldern, naturnahen Sandbächen und seltenen Tierarten.

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Im Osten von Köln erstreckt sich mit dem Königsforst eines der großen zusammenhängenden Waldgebiete der Region. Das Naturschutzgebiet bewahrt hier alte Laubwälder, naturnahe Bachläufe und den Lebensraum zahlreicher bedrohter Arten.

Auf einen Blick

Lage
Kölner Osten, Stadtbezirk Rath/Heumar, im Grenzgebiet zu Bergisch Gladbach und Rösrath
Schutzstatus
Naturschutzgebiet seit dem Jahr 2000, zugleich FFH- und EU-Vogelschutzgebiet
Landschaft
Teil der Bergischen Heideterrasse, großflächig geschlossene Waldlandschaft
Waldtyp
Eichenmischwälder auf Sand im Wechsel mit sauren Buchenwäldern
Besonderheit
Naturnahe Sandbäche mit begleitenden Bacherlenwäldern, Erlensümpfe und Moorwälder
Bedeutung
Kernfläche eines europäischen Waldbiotopverbundsystems und wichtiges Grundwasseranreicherungsgebiet
Nachbarschaft
Grenzt im Süden unmittelbar an das Naturschutzgebiet Wahner Heide

Lage & Landschaft

Das Gebiet liegt im Kölner Stadtteil Rath/Heumar und wird im Norden von der Lützerather Straße (L 358) und im Süden von der Autobahn A 3 begrenzt. Nach Osten setzt sich der Wald im benachbarten Naturschutzgebiet Königsforst (Rhein-Berg) mit den Städten Bergisch Gladbach und Rösrath fort. Als Teil der Bergischen Heideterrasse ist der Königsforst durch sein Alter, seine geschlossene Waldfläche und die teils noch naturnahen Bachläufe geprägt – Merkmale, die ihn zu einer Kernfläche im europäischen Verbund von Waldbiotopen machen. Direkt südlich schließt sich die Wahner Heide an.

© Zeitan · CC BY-SA 3.0

Schutzstatus & Ökologie

Das Naturschutzgebiet wurde im Jahr 2000 eingerichtet, um die Waldlebensgemeinschaften und die für natürliche Laubwälder typischen Artenspektren zu erhalten. Im selben Jahr wurde das Gebiet als FFH-Gebiet „Koenigsforst" (DE-5008-302) unter der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie ausgewiesen. Kennzeichnend ist der Wechsel aus ausgedehnten Eichenmischwäldern auf Sand und sauren Buchenwäldern, durchzogen von einem in Teilen naturnahen System aus Sandbächen. Zu den geschützten Lebensräumen zählen Erlen-, Eschen- und Weichholz-Auwälder als prioritärer Lebensraum, Hainsimsen- und Waldmeister-Buchenwald, alte bodensaure Eichenwälder mit Stieleichen sowie Stieleichen-Hainbuchenwald. Neben dem Waldschutz dient das Gebiet auch der Erhaltung von Erlensümpfen und Moorwäldern, von Teichen und Stauweihern sowie von Quellen und weiteren Kleinbiotopen – und nicht zuletzt der naturnahen, auf Naturerlebnis ausgerichteten Erholung.

© Sarefo · CC BY-SA 4.0

Tierwelt

In den Fließgewässern des Königsforsts leben mit der Groppe und dem Bachneunauge zwei besonders schützenswerte Fischarten. Für den Hirschkäfer soll die Wiederansiedlung von Populationen und Lebensräumen gefördert werden. Seit 2004 ist der Wald zusätzlich als EU-Vogelschutzgebiet „Königsforst" (DE 5008-401) ausgewiesen und schützt die Lebensräume seltener Vogelarten – darunter Eisvogel, Grauspecht, Mittelspecht, Rotmilan, Schwarzspecht und Wespenbussard.

© Sarefo · CC BY-SA 4.0

Galerie

© Sarefo · CC BY-SA 4.0 · Commons
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So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-01

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