Baadenberger Senke, Stöckheimer See und Große Laache
Weitläufiges Naturschutzgebiet aus alten Kiesgruben im Kölner Nordwesten – heute Seenlandschaft, Wald und einer der wichtigsten Amphibienlaichplätze links des Rheins.
Im Nordwesten Kölns, zwischen Auweiler und Mengenich an der Grenze zum Rhein-Erft-Kreis, liegt ein rund 74 Hektar großes Mosaik aus ehemaligen Abgrabungsseen, Wald und Grünland. Aus stillgelegten Kies- und Sandgruben ist hier ein wertvoller Sekundärlebensraum entstanden.
Auf einen Blick
- Lage
- Kölner Nordwesten, zwischen Auweiler und Mengenich, östlich von Pulheim (zwischen A 1 und B 59)
- Schutzstatus
- Naturschutzgebiet, Kennung K-022 (bestehend)
- Fläche
- rund 74 ha (amtlich), digitalisiert 72,97 ha
- Ausweisung
- in Kraft seit 2007, rechtskräftig 2011
- Besonderheit
- einer der bedeutendsten Amphibienlaichplätze im linksrheinischen Köln
- Lebensräume
- Abgrabungsseen, Röhrichte, Feuchtwald, Obstwiesen, extensives Grünland
Das kannst du hier erleben
Lage & Landschaft
Das Gebiet erstreckt sich östlich von Pulheim zwischen den Stadtteilen Auweiler und Mengenich, eingefasst von der A 1 im Osten und der B 59 im Süden. Es bildet den einzigen zusammenhängenden Waldkomplex in dieser ansonsten von Ackerflächen geprägten Landschaft und setzt sich im benachbarten Rhein-Erft-Kreis fort. Als Trittsteinbiotop verbindet es Lebensräume für die Tierwelt der umgebenden Felder. Geologisch bemerkenswert ist die Böschung der Mittelterrasse mit einer vorgelagerten Alluvialrinne.
Seen aus dem Kiesabbau
Herzstück ist der Stöckheimer See, ein großflächiges Gewässer, das aus einer Abgrabung östlich des Stöckheimer Hofes hervorging. Der Kiesabbau ruht, eine Fischereinutzung findet nicht statt; das Wasser ist klar, die Ufer sind teils von schmalen Schilf- und Rohrkolbenstreifen gesäumt. Am Nordufer bietet eine etwa zwei Meter hohe Steilwand mögliche Brutplätze für die Uferschwalbe. Südlich des Hofes liegen weitere Abgrabungsgewässer der sogenannten Baadenberger Senke: Der westliche See wird zum Angeln genutzt und ist von bis zu 15 Meter hohen, artenreich bewachsenen Böschungen umgeben, während der östliche See mit seiner rund drei Meter hohen Steilwand ungestört bleibt. Hier wurden 1998 zahlreiche Wasserfrösche nachgewiesen. Die Gewässer sind Teil eines Biotopverbunds aus Abgrabungsseen zwischen Köln-Pesch und Pulheim.
Tierwelt & Pflanzen
Die offenen Wasserflächen sind ein bedeutender Lebens- und Rastraum für Wasservögel wie Tafelente, Graureiher und Kormoran. Zu den in der Roten Liste NRW geführten Arten zählen das stark gefährdete Braunkehlchen sowie die Nachtigall. An den Ufern und in den Röhrichten wachsen Breitblättriger Rohrkolben, Blaugrüne Binse und Flatter-Binse. Extensiv von Schafen beweidetes Grünland nördlich des Umspannwerks am Stöckheimer Weg dient Insekten und Kleinsäugern als Rückzugsraum.
Stöckheimer Hof & alter Baumbestand
Rund um den Stöckheimer Hof mit seinen Stallungen und Pferdeweiden prägen strukturreiche Feldgehölze das Bild, darunter alte Eichen mit bis zu einem Meter Stammdurchmesser und viel Totholz. Ein Weg südlich des Hofes wird von alten Esskastanien gesäumt. Die südöstlich gelegene, verwilderte Parkanlage ist mit ihrem hohen Anteil alter Bäume vor allem für Höhlenbrüter bedeutsam. Am Rand steht eine als Naturdenkmal ausgewiesene Mammutbaumreihe, deren Wurzeln durch den angrenzenden Kiesabbau teils in Mitleidenschaft gezogen werden.
Galerie
Karte
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Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-08-10)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-10, rev 205530451)
- Wikidata (abgerufen 2026-08-10)
- nsg.naturschutzinformationen.nrw.de (abgerufen 2026-08-10)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-10
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