Westfriedhof
Einer der fünf Kölner Großfriedhöfe in Vogelsang – Parkanlage mit Krematorium, dem ersten Kölns, und der Zadkine-Skulptur „Die Gefangenen".
seit 1917
Der Westfriedhof ist ein städtischer Friedhof nördlich der Venloer Straße im Kölner Stadtteil Vogelsang im Stadtbezirk Ehrenfeld. Er zählt zu den fünf Kölner Großfriedhöfen und gehört mit seiner Ausdehnung zu den größten Begräbnisstätten im Stadtgebiet.
Auf einen Blick
- Art
- Städtischer Friedhof, einer von fünf Kölner Großfriedhöfen
- Lage
- Nördlich der Venloer Straße, Stadtteil Vogelsang, Stadtbezirk Ehrenfeld
- Fläche
- 523.000 m² mit 45.580 Grabstätten
- Bauzeit
- 1913 bis 1917, erste Beerdigung am 1. Oktober 1917
- Charakter
- Parkanlage mit breiten Alleen und reichem Baumbestand
- Besonderheit
- Städtisches Krematorium von 1937, das erste in Köln
- Anbindung
- Stadtbahnlinien 3 und 4, Haltestelle „Westfriedhof"
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Der Westfriedhof war als dritter von vier Entlastungsfriedhöfen geplant, die neben dem älteren Melaten-Friedhof angelegt wurden, um dessen Platzprobleme und die anderer städtischer Friedhöfe zu lösen. Die Planungen begannen 1912, einschließlich eines Ideenwettbewerbs für die gärtnerische Gestaltung. Am Bau waren auch rund 200 russische Kriegsgefangene beteiligt. Ursprünglich sollte der Westfriedhof den Melaten-Friedhof als Kölner Zentralfriedhof vollständig ablösen; die Stadt schloss Melaten nach der Inbetriebnahme für Neubegräbnisse und beschloss erst 1923 dessen Weiternutzung.
Anlage und Belegung
Bis heute prägt der für die größeren Kölner Kommunalfriedhöfe typische Parkcharakter das Gelände. Auf dem Friedhof finden sich Abschnitte mit Roma-Gräbern, muslimischen Begräbnissen und ein Gräberfeld für die Jüdische Liberale Gemeinde Köln Gescher LaMassoret. Nördlich grenzt eine Waldfläche an, die als mögliche Erweiterung eingeplant wurde; daneben liegt der jüdische Friedhof.
Krematorium
Auf dem Gelände steht das städtische Krematorium, das 1937 errichtet wurde und das erste Krematorium in Köln war. Seit Ende März 2019 wird es als Krematorium Köln GmbH durch das niederländische Unternehmen Die Facultatieve geleitet.
Wissenswertes
Vor dem Gräberfeld der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft steht ein Abguss von 1958 der Skulptur „Die Gefangenen" von Ossip Zadkine aus dem Jahr 1943. Die 1,90 Meter hohe Bronzeskulptur erinnert an die Leiden der französischen Bevölkerung unter deutscher Besatzung. Zu den hier bestatteten Personen gehört unter anderem der Soziologe René König (1906–1992).
Galerie
Karte
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Adresse
Venloer Str. 1132
50829 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 07:00–20:00
Di: 07:00–20:00
Mi: 07:00–20:00
Do: 07:00–20:00
Fr: 07:00–20:00
Sa: 07:00–20:00
So: 07:00–20:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30
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