Kiesgruben Meschenich
Artenreiches Kölner Naturschutzgebiet auf einer ehemaligen Kiesgrube am Südrand von Meschenich mit Abgrabungsgewässern, Röhrichten und wertvollen Rohbodenflächen.
seit 1991
Die Kiesgruben Meschenich sind ein Naturschutzgebiet am Südrand des Kölner Stadtteils Meschenich, das aus einer früheren Abgrabungsfläche hervorgegangen ist. Gewässer, Röhrichte und offene Kiesflächen bilden hier ein artenreiches Mosaik.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Lage
- Am südlichen Ortsrand von Köln-Meschenich
- Schutzstatus
- Naturschutzgebiet seit 1991, als schutzwürdig eingestuft
- Fläche
- 26,51 Hektar
- Besonderheit
- Abgrabungsgewässer mit zwei Inseln und Wasserpflanzen der Roten Liste
- Bedeutung
- Regional wichtig für Wasservögel, Amphibien, Eidechsen und Schmetterlinge
- Zugehörigkeit
- Teil eines Biotopverbunds von Kiesgruben-Standorten im Kölner Raum
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Lage & Charakter
Eine alte, inzwischen fast zugewachsene Straße durchzieht das Gelände und teilt es in zwei Hälften. Im Osten prägt ein größeres Abgrabungsgewässer mit zwei Inseln das Bild; sein Ufer ist nur locker von Röhricht gesäumt, während nordwestlich am See ein ausgedehnteres Schilfröhricht anschließt. Am Westufer liegt aufgeschütteter Kies als offener Rohbodenstandort. Der westliche Teil umfasst eine kleinere Grube mit Schilf- und Rohrkolbenröhricht sowie Trockenrasen. Angepflanzte Gehölze und Wildwuchs durchziehen und umrahmen das gesamte Gebiet.
Schutzstatus & Ziele
Seit 1991 ist das Areal als Naturschutzgebiet ausgewiesen und als schutzwürdig eingestuft. Im Mittelpunkt der Pflege stehen der Erhalt der offenen Wasserfläche, der Röhrichte und der vegetationsarmen Rohbodenstandorte. Zu den schutzwürdigen Lebensraumtypen zählen unter anderem natürliche nährstoffreiche Seen (rund 8,95 ha), Gebüsche und Baumgruppen (etwa 13,21 ha) sowie Sümpfe und Röhrichte.
Tierwelt
Für Wasservögel, Amphibien, Eidechsen und Schmetterlinge haben die Kiesgruben regionale Bedeutung. Dass auch die Vogelwelt Aufmerksamkeit findet, zeigte 2018 ein Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers, der sich mit der Sorge um Arten wie Schilfrohrsänger und Rebhühner befasste.
Pflanzenwelt
Die belegte Artenliste ist ausgesprochen umfangreich. Im und am Wasser wachsen unter anderem Weiße Seerose, Schilf, Breitblättriger Rohrkolben und verschiedene Laichkräuter. Den Gehölzbestand bilden etwa Silber-Weide, Schwarz-Erle, Stieleiche, Sommer- und Winterlinde, Berg- und Feld-Ahorn, Sand-Birke, Robinie, Walnuss und Vogelkirsche, dazu Sträucher wie Schlehe, Schwarzer Holunder, Rote Heckenkirsche, Wolliger Schneeball und Liguster. Auf den Wiesenflächen finden sich Arten wie Wiesenklee, Wiesen-Schafgarbe und Glatthafer sowie zahlreiche weitere Kräuter, darunter Storchschnabel, Weidenröschen, Greiskraut und verschiedene Disteln.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09
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