Kiesgruben Paulsmaar
Eingezäuntes Kölner Naturschutzgebiet auf drei ehemaligen Kiesgruben-Gewässern südöstlich der Stadt, verpachtet an einen Angelverein und ohne öffentlichen Zugang.
seit 1991
Naturschutzgebiet an den ehemaligen Kiesgruben Paulsmaar südöstlich von Köln: drei durch den früheren Kiesabbau entstandene Wasserflächen, die heute Vögeln, Amphibien und Libellen als Rückzugsraum dienen. Das Gelände ist eingezäunt und einem Angelverein verpachtet — für die Öffentlichkeit ist es nicht zugänglich.
Auf einen Blick
- Lage
- rund 5 km von Köln, 4 km von Troisdorf und 6 km von Niederkassel entfernt
- Schutzstatus
- seit 1991 als schutzwürdig eingestuftes Naturschutzgebiet
- Fläche
- 24,68 Hektar
- Charakter
- rekultiviertes Kiesgrubengelände mit drei Wasserflächen
- Besonderheit
- Rückzugsraum für Wasservögel am Rhein sowie für bedrohte Amphibien und Libellen
- Zugänglichkeit
- eingezäunt, kein öffentlicher Zugang — nur Vereinsmitglieder
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Lage & Charakter
Das Gebiet liegt südöstlich von Köln im Umfeld von Troisdorf und Niederkassel. Wo früher Kies abgebaut wurde, prägen heute drei Wasserflächen das Bild: ein großes älteres Gewässer im Osten, ein neueres im Westen und ein kleineres im Nordosten, das mit dem großen Ostgewässer verbunden ist. Getrennt werden die beiden großen Seen durch einen hohen, mit Gebüsch bewachsenen Damm, in dessen Inneren eine Gasleitung verläuft. Im Süden wurde eine ehemalige Ackerfläche einbezogen und mit einer artenreichen Glatthaferwiese sowie standorttypischen Gebüschen bepflanzt.
Nutzung & Schutzstatus
Das eingezäunte Gelände ist an einen Angelverein verpachtet — die Angel- und Naturfreunde (ANF) „Heimattreue Zündorf", die es seit 1989 gepachtet haben und pflegen. Der Zutritt ist ausschließlich den Vereinsmitgliedern gestattet; ein öffentlicher Zugang oder Rundweg besteht nicht. Das östliche Gewässer wird zur Fischerei genutzt, das westliche bleibt bewusst ungenutzt und soll allein dem Naturschutz dienen. Das kleine Gewässer im Nordosten dient eingesetzten Fischarten als Laichgewässer. Zum Fischbestand zählen unter anderem Schleierkarpfen, Hecht, Brasse, Barsch und Rotauge. Zur Pflege gehören eine begrenzte Fischerei, eine naturnahe Gewässergestaltung, das Vermeiden von Nährstoffüberschüssen und das Überlassen von Flächen an die natürliche Entwicklung.
Tierwelt
Die Wasserflächen sind ein wichtiger Trittstein für Wasservögel entlang des Rheins und Lebensraum für bedrohte Amphibien und Libellen. Am östlichen See haben Vereinsmitglieder abschnittsweise Schilfröhrichte angelegt, die zusammen mit den Verlandungszonen Deckung und Brutraum bieten.
Pflanzenwelt
Die schmalen Verlandungssäume der großen Seen tragen fragmentarische Silberweiden-Auwälder, im Osten des kleinen Gewässers schließt sich ein überstautes Weiden-Erlengehölz an. Im nordöstlichen Gewässer wachsen neben Schilf auch Weiße Seerosen. Die steilen Abgrabungsböschungen sind überwiegend mit heimischen Laubbäumen bestanden — am Westsee auch mit Roteichen und Robinien —, flachere Bereiche mit standorttypischen Gebüschen. Zur artenreichen Vegetation zählen unter anderem Schwarz-Erle, Silber- und Zitter-Pappel, Stieleiche, Hainbuche, Berg-, Spitz- und Feldahorn, Esche, Vogel-Kirsche, Schwedische Mehlbeere, Weißdorn, Hunds- und Büschel-Rose sowie Schneeball.
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09
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