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© Velopilger · CC BY-SA 4.0

Chorbusch

Rund 427 Hektar naturnaher Wald am nordwestlichen Kölner Stadtrand – Rückzugsraum für seltene Vögel wie Pirol und Nachtigall.

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Der Chorbusch ist ein ausgedehntes Naturschutzgebiet im äußersten Nordwesten von Köln, das südlich an den Knechtstedener Busch anschließt. Prägend ist ein großflächiger, naturnaher Waldkomplex aus Stieleichen-Hainbuchenwäldern auf den Sanden und Kiesen der linksrheinischen Niederterrasse.

Auf einen Blick

Lage
Nordwestlicher Kölner Stadtrand, westlich des Dormagener Stadtteils Hackenbroich
Schutzstatus
Naturschutzgebiet (Kennung K-021), zugleich FFH-Gebiet
Fläche
rund 427 ha (amtlich 436 ha)
Ausweisung
in Kraft seit 2004, rechtskräftig seit 2006
Besonderheit
Naturwaldzelle „Am Sandweg" (ca. 18 ha unbewirtschafteter Altbestand)
Funktion
großer Erholungsraum am Stadtrand von Köln

Lage & Landschaft

Das Gebiet liegt eingerahmt von mehreren Verkehrsachsen: Im Osten verlaufen die A 57 und der Rhein, im Westen die B 477, im Süden die Landesstraße L 93 und im Südwesten die B 59. Ausgespart bleibt allein der östliche Bereich (Hausbusch) unmittelbar bei Hackenbroich. Der Untergrund ist eben bis schwach wellig; auf den Sanden und Kiesen der Niederterrasse haben sich überwiegend Parabraunerden und Braunerden entwickelt. Wald, Auenvegetation und ländlicher Charakter bestimmen das Landschaftsbild.

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Der Wald

Den Kern bilden großflächige, gut ausgebildete Stieleichen-Hainbuchenwälder mit Stieleiche, Traubeneiche – hier an ihrer linksrheinischen Verbreitungsgrenze – und Hainbuche. In der Krautschicht wachsen unter anderem Gelbe Taubnessel, Große Sternmiere, Flattergras, Sauerklee und Frauenfarn. Besonders ursprünglich ist die rund 18 Hektar große Naturwaldzelle „Am Sandweg" im Südosten, ein sich selbst überlassener Altbestand. Kleinflächig kommen auch Perlgras- und Waldmeister-Buchenwälder vor. Daneben stehen naturfernere Bestände mit Fichte, Lärche und Roteiche sowie alte Pappelwälder, in denen bereits ein Übergang zu Eichen-Hainbuchen- und Erlen-Eschenwäldern einsetzt. Flächenmäßig überwiegen Hainbuchen-Eichenmischwald (rund 130 ha), Fichten- und Hainbuchenwald.

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Tierwelt & Pflanzen

Der Chorbusch ist ein bedeutender Lebensraum für Vögel: Der vom Aussterben bedrohte Pirol und die Nachtigall sind eigens im Schutzziel nach der EU-Vogelschutzrichtlinie genannt. Hinzu kommen unter anderem Turteltaube, Kuckuck, Waldschnepfe, Rotmilan und Waldohreule sowie mehrere Spechtarten – darunter Schwarz-, Mittel- und Kleinspecht. Zu den Säugetieren zählen Dachs, Damwild, Feldhase und Hermelin, in feuchten Bereichen leben Bergmolch, Erdkröte und Grasfrosch. In der Krautflora finden sich typische Arten wie Buschwindröschen, Aronstab, Maiglöckchen, Einbeere und Winter-Linde.

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Schutz & Bedeutung

Ausgewiesen wurde das Gebiet, um die Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts zu sichern und einen naturnah entwickelten Waldbereich als Lebensraum bedrohter Arten zu erhalten. Als Teil der FFH-Gebietsmeldung „Knechtstedener Wald mit Chorbusch" dient es zugleich dem Schutz naturnaher Buchen- und Stieleichen-Hainbuchenwälder als Lebensraum für Schwarzspecht, Mittelspecht und mehrere Fledermausarten. Neben den ökologischen Zielen betont die Schutzverordnung ausdrücklich die Funktion als großer Erholungsraum am Kölner Stadtrand.

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Galerie

© Velopilger · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-10

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