Kölner Stadtwald
Weitläufiger Waldpark im Stadtteil Lindenthal, ab 1895 nach Plänen von Adolf Kowallek angelegt — mit Weihern, Wildgehege und Streichelzoo.
Der Kölner Stadtwald ist ein Ende des 19. Jahrhunderts geschaffener Park im Stadtbezirk Lindenthal und dient als linksrheinisches Naherholungsgebiet. Auf dem Gelände finden sich Weiher, Wasserkanäle, ein Wildgehege sowie Sport- und Spielplätze, verbunden durch ein weitverzweigtes Wegenetz.
Auf einen Blick
- Art
- städtischer Waldpark
- Lage
- Stadtteil und Stadtbezirk Lindenthal, an der Dürener Straße
- Angelegt
- Beschluss am 4. Juli 1895
- Planung
- Gartenbaudirektor Adolf Kowallek
- Weiher
- etwa 3,9 ha, gespeist vom Frechener Bach, mit zwei Inseln
- Tiere
- Wildgehege sowie Tierpark mit Streichelzoo
- Ausstattung
- Spazierwege, Wiesen, Sport- und Spielplätze
Für den Bau des Stadtwaldweihers im Jahr 1896 wurden gigantische 54.000 Kubikmeter Erdmasse ausgehoben – und der Aushub wurde per Feldeisenbahn abtransportiert, die eigens für dieses Bauprojekt auf dem Gelände verlegt wurde.
Das kannst du hier erleben
- Auf verschlungenen Wegen durch den weitläufigen Waldpark spazieren
- Am großen Stadtwaldweiher entlangschlendern und über die Brücke zur Insel gehen
- Das Wildgehege entdecken und im Streichelzoo den Tieren ganz nah kommen
- Auf den weiten Wiesen picknicken und die Kinder auf dem Spielplatz toben lassen
- Eine Runde joggen oder die Sportplätze für etwas Bewegung nutzen
- Wasserkanäle und Weiher als Fotomotive in der historischen Parklandschaft festhalten
Flächenvergleich
Größte Parkanlage in Köln
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Lage und Umgebung
Der Kernbereich wird unter anderem von der Fürst-Pückler-Straße, der Friedrich-Schmidt-Straße, der Militärringstraße und der Dürener Straße begrenzt. Die Grünanlagen reichen bis an die Stadtteile Braunsfeld und Müngersdorf heran. Der Teil jenseits des Militärrings zwischen Dürener und Aachener Straße wird als Stadtwalderweiterung bezeichnet.
Vorgeschichte: Hofgut Kitschburg
Auf dem westlichen Vorland der Stadt lag früher die Kitschburg, die 1669 in Steuerlisten geführt wurde. 1715 gelangte das Anwesen an das Kölner Priesterseminar; während der Franzosenzeit ging es in Staatsbesitz über und diente dem Bankier Abraham Schaaffhausen später als Sommerresidenz. Nach der Eingemeindung Lindenthals 1888 erwarb die Stadt das Gelände. Als ältestes Überbleibsel steht ein Nebengebäude des Hofguts an der Dürener Straße 285; das Gebälk seines Dachstuhls trägt die Jahreszahl 1759.
Planung und Anlage
Die Stadt erwarb 1895 das Wald-, Acker- und Wiesengelände zwischen Dürener und Aachener Straße. Adolf Kowallek, unter dessen Leitung zuvor der Volksgarten in der Südstadt entstanden war, entwarf eine vom Historismus geprägte Parklandschaft. Vorhandene ältere Anlagen und Baumbestände an der Kitschburg wurden dabei einbezogen.
Der Stadtwaldweiher
Ab März 1896 entstand neben der alten Kitschburg ein etwa 3,9 ha großer Weiher, der sein Wasser vom Frechener Bach erhält. Er besitzt zwei Inseln, von denen eine über eine Brücke zugänglich ist. Der Aushub von rund 54.000 Kubikmetern wurde mit einer Feldeisenbahn abtransportiert.
Zeitstrahl
- 1669Kitschburg erstmals in Steuerlisten geführt
- 1715Kitschburg (30 Morgen) gelangt in Besitz des Kölner Priesterseminars
- 1831Steuererhebung: elf Bewohner und zwei Haushalte auf dem Hofgut
- 1888Eingemeindung Lindenthals; Stadt Köln erwirbt das Gelände
- 1895Stadtverordnete beschließen am 4. Juli den Bau des Stadtwaldes
- 1895Kowallek entwirft die Parklandschaft im Stil des Historismus
- März 1896Beginn der Anlage des ca. 3,9 ha großen Stadtwaldweihers
- Mai 1902Tod Adolf Kowalleks; Robert Jung übernimmt kommissarisch die Leitung
Karte
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Adresse
Dürener Str.
50935 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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