Volksgarten
13,9 ha große Grünanlage in der Kölner Südstadt mit Kahnweiher und erhaltenen Resten eines preußischen Forts.
Der Volksgarten ist eine 13,9 Hektar große Grünanlage in der südlichen Neustadt Kölns. Er entstand 1887 bis 1889 auf dem Gelände eines aufgegebenen preußischen Forts und war der erste Abschnitt des späteren Inneren Grüngürtels.
Auf einen Blick
- Art
- Öffentliche Grünanlage / Park
- Lage
- Südliche Neustadt, Stadtteil Südstadt, Stadtbezirk Innenstadt
- Größe
- 13,9 Hektar, davon 1,3 ha Kahnweiher
- Eröffnung der Gartenfläche
- 12. März 1890
- Besonderheit
- Erhaltene Reste des früheren Forts IV mit Orangerie
- Ausstattung
- Kinderspielplätze, Kahnweiher mit Tretbootverleih, Gartenrestaurant, Biergarten
- Eignung
- Spaziergänge, im Sommer Lagerwiese und (geduldet) Grillen
Der Volksgarten entstand auf dem Gelände eines preußischen Forts (Fort IV, erbaut 1816–1825), das als erstes Werk des Kölner Festungsrings aufgegeben wurde – und die spätere Orangerie ist kein Ziergebäude, sondern ein ehemaliges, 1841 tief in den Boden gebautes Munitionslager.
Das kannst du hier erleben
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Geschichte
Der Park wurde auf dem Areal des von 1816 bis 1825 errichteten Forts Paul (Fort IV) angelegt. Dieses war nach dem Großherzog Paul Friedrich von Mecklenburg, einem Schwiegersohn Friedrich Wilhelms III., benannt und wurde nach dem Deutsch-Französischen Krieg als erstes Werk des Festungsrings aufgegeben, weil es zu stadtnah lag und durch die Bahnlinie eingeschränkt war. Der Stadtverordnete Wilhelm Kaesen erwarb auf eigene Rechnung rund sechzig Privatgrundstücke und bot sie 1886 der Stadt zum Einkaufspreis an. Nach einem Wettbewerb erhielt Gartenbaudirektor Adolf Kowallek den Auftrag zur Gestaltung.
Festungsbauten und Orangerie
Teile der Festungsanlage sind erhalten, darunter das Hauptwerk mit Tor und zwei Rundtürmen sowie im östlichen Teil Reste der Lünette. Dazwischen liegt die später so genannte Orangerie, ein Rest der 1841 tief in den Boden gebauten Munitionslager; die sichelförmigen Schutzwälle gegen Explosionen sind noch erkennbar. Für die Nutzung als Gewächshaus kamen Glashäuser hinzu. Das Gebäude diente nach dem Ersten Weltkrieg als erstes Institutsgebäude für das Botanische Institut der 1919 wiedergegründeten Universität.
Lage und Umgebung
Der Park liegt nahe dem Sachsenring zwischen der Volksgartenstraße und dem südlich parallelen Vorgebirgswall. An den Schmalseiten begrenzen ihn die Eifelstraße, der Eifelplatz und die Vorgebirgstraße. Über Grünzonen erreicht man östlich hinter dem Bahndamm den Vorgebirgspark. Der Volksgarten bildet den Beginn des Grünzugs Süd, der über mehrere Parks bis nach Bonn reicht.
Heute
Nach Angaben der Stadt Köln besuchen den Park im Sommer täglich bis zu 10.000 Personen. Der Kahnweiher wurde nach Umsiedlung der Tiere Ende 2022 leergepumpt und saniert; die Anfang 2025 abgeschlossenen Arbeiten erhöhten die Wassertiefe auf bis zu vier Meter, um ein Aufheizen zu verringern. An der Nordseite steht das Denkmal für den Stifter Wilhelm Kaesen.
Zeitstrahl
- 1816–1825Preußen errichtet Fort Paul (Fort IV) auf dem späteren Parkgelände
- 1841Munitionslager tief in den Boden gebaut (später zur Orangerie umgenutzt)
- 1886Commercienrath Wilhelm Kaesen bietet der Stadt ~10 ha Land für 680.000 Mark an
- November 1887Stadt erteilt Gartenbaudirektor Adolf Kowallek den Bauauftrag
- Januar 1888Kernarbeiten zur Parkanlage beginnen
- 12. März 1890Feierliche Eröffnung der Gartenfläche
- 1919Orangerie dient als erstes Institutsgebäude der wiedergegründeten Universität Köln
- Ende 2022 – Anfang 2025Kahnweiher leergepumpt und saniert; Wassertiefe auf bis zu 4 m erhöht
Karte
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Adresse
Eifelstraße
50677 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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