Flora
Botanischer Garten Kölns rund um das gläserne Festhaus „Flora" von 1864 — ein Lenné-Park mit über 10.000 Pflanzenarten auf mehr als 11 Hektar.
seit 1864
Die Flora ist der Botanische Garten der Stadt Köln und verbindet einen historistischen Park mit dem gläsernen Festhaus aus der Gründungszeit, das ebenfalls „Flora" heißt.
Auf einen Blick
- Art
- Botanischer Garten der Stadt Köln
- Lage
- Stadtteil Riehl, Stadtbezirk Nippes, benachbart zum Kölner Zoo
- Pflanzen
- mehr als 10.000 heimische und exotische Arten
- Gartenarchitekt
- Peter Joseph Lenné
- Schutzstatus
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Das 1869 in der Flora eröffnete Aquarium befand sich in einer künstlichen Lavastein-Grotte und galt als Sensation: Es war nach den Aquarien im Londoner Zoo und im Kristallpalast eines der ersten öffentlichen Aquarien in Europa – eröffnet zeitgleich mit dem in Berlin.
Das kannst du hier erleben
- Durch den historischen Lenné-Park spazieren
- Über 10.000 Pflanzenarten aus aller Welt entdecken
- Das gläserne Festhaus von 1864 bestaunen
- Tropen-, Wüsten- und Subtropenhaus erkunden
- An der Wasserkaskade und im Barockparterre fotografieren
- Auf der Wiese verweilen und die Natur genießen
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Nachdem der alte Kölner Botanische Garten am Dom dem Bau des Hauptbahnhofs weichen musste, begann 1862 die Planung einer neuen Anlage in Riehl. Kölner Bürger und Wirtschaftsführer gründeten dafür die Flora AG, deren Schirmherrschaft Königin Augusta übernahm. Die Gesellschaft erwarb ein rund 5,6 Hektar großes Grundstück nahe dem 1860 eröffneten Kölner Zoo. Am 14. August 1864 wurde die Flora mit einem Konzert und Feuerwerk eröffnet.
Gartengestaltung
Den Gesamtentwurf schuf der preußische Generalgartendirektor Peter Joseph Lenné, der verschiedene europäische Gartenstile im Geist des Historismus zu einem einheitlichen Bild verband. Das Parterre zwischen Haupteingang und Palmenhaus ist vom französischen Barockgarten inspiriert, die fünfstufige Wasserkaskade mit ihren Laubengängen folgt dem italienischen Renaissancegarten, die weitere Anlage ist als englischer Landschaftspark angelegt. Mehrere Themengärten zeigen, wie sich die Gartenkunst über rund 150 Jahre verändert hat.
Das Festhaus
Mittelpunkt der Anlage wurde der sogenannte Glaspalast, ein vom Architekten Max Nohl entworfener Wintergarten aus Eisen und Glas, der sich an Vorbildern wie dem Pariser Jardin d'hiver und dem Londoner Crystal Palace orientierte. Der Bau verbindet Elemente der Neorenaissance mit dem romanischen Rundbogenstil und Anklängen an die maurische Architektur. Er war 57 Meter lang, 22,50 Meter breit und 18 Meter hoch und diente zugleich als Palmenhaus und als Ort für festliche Bälle.
Erweiterungen im 19. Jahrhundert
Um das Gelände attraktiv zu halten, kamen weitere Bauten hinzu. Das 1869 eröffnete Aquarium lag in einer künstlichen Grotte aus Lavastein und zählte zu den ersten Aquarien Europas. Ein 1898 an das Festhaus angebauter neobarocker Konzertsaal fasste 2457 Personen und war damit der damals größte Saal Kölns.
Ausstellungsgelände
Im 19. Jahrhundert diente die Flora auch als Ausstellungsgelände. 1875 und 1888 fanden hier Gartenbau-Ausstellungen statt, 1889 eine Industrie-Ausstellung. Für die „Deutsche Kunstausstellung" von 1906 entstanden im Parkgelände mehrere Bauten, die von Architekten wie Peter Behrens entworfen wurden.
Pflanzenbestand
Die Flora besitzt einen großen Bestand exotischer Gehölze, die bereits im Gründungsjahr gepflanzt wurden. Im Freien und in den Gewächshäusern wachsen Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen; zur Anlage gehören tropische Gewächshäuser, ein Wüstenhaus und ein Subtropenhaus.
Zeitstrahl
- 1860Kölner Zoo eröffnet, Riehl entwickelt sich als Naherholungsgebiet
- 1862Planung des neuen Botanischen Gartens beginnt; Gründungskomitee am 5. September
- 1863Flora AG gegründet (6. März); König Wilhelm I. genehmigt Statuten (13. April)
- 1864Eröffnung der Flora am 14. August mit Konzert und Feuerwerk
- 1865Orangerie (53 m lang) anlässlich der Internationalen Landwirtschafts-Ausstellung erbaut
- 1869Aquarium in künstlicher Lavastein-Grotte eröffnet – eines der ersten in Europa
- 1888Kaiserpavillon im Rokoko-Stil erbaut; Gartenbau-Ausstellung
- 1898Neobarocker Konzertsaal angebaut – größter Saal Kölns (2.457 Personen)
Galerie
Karte
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Adresse
Alter Stammheimer Weg
50735 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 08:00–21:00
Di: 08:00–21:00
Mi: 08:00–21:00
Do: 08:00–21:00
Fr: 08:00–21:00
Sa: 08:00–21:00
So: 08:00–21:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 267891255)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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