Klettenbergpark
Als Naturgarten angelegter Höhenpark in einer ehemaligen Kiesgrube — mit Heidelandschaft, See, Steinbrüchen und Rosengarten.
Der Klettenbergpark im Kölner Stadtteil Klettenberg ist ein etwa 6 Hektar großer Höhenpark, der vom Kölner Gartendirektor Fritz Encke bewusst als Naturgarten gestaltet wurde. Auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube reiht er verschiedene Landschaftsbilder der rheinischen Heimat aneinander.
Auf einen Blick
- Art
- Höhenpark, als Naturgarten angelegt
- Lage
- Stadtteil Klettenberg, Stadtbezirk Lindenthal, an der Luxemburger Straße
- Größe
- etwa 6 Hektar
- Anlage
- 1905 bis 1907 durch Gartendirektor Fritz Encke
- Untergrund
- ehemalige, 10 m tiefe Kiesgrube
- Besonderheit
- Heidelandschaft, See, Waldpartien, Wasserfall, Basalt- und Schiefersteinbruch
- Geometrischer Teil
- Rosengarten mit Aussichtsterrasse und Springbrunnen
Der Klettenbergpark wurde nicht auf gewöhnlichem Stadtgelände angelegt, sondern in einer 10 Meter tiefen Kiesgrube – Gartendirektor Fritz Encke verwandelte die Grube zwischen 1905 und 1907 bewusst in einen Lehrpark mit rheinischen Landschaftselementen wie Heidelandschaft, Basaltsteinbruch und einem künstlichen Wasserfall.
Das kannst du hier erleben
- Auf dem weiten Rundwegenetz durch die verschiedenen Landschaftsbilder spazieren
- Den Rosengarten von der Aussichtsterrasse aus überblicken und über den See schweifen lassen
- Heidelandschaft, Wasserfall und die alten Steinbrüche entdecken
- Am See verweilen und die Ufervegetation beobachten
- Den Springbrunnen und die blühenden Rosenbeete fotografieren
- Auf der Blumenwiese ein Picknick im Grünen machen
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Geschichte
Die Planung begann 1903, die Anlage entstand von 1905 bis 1907. Sie war Teil der Vorortbegrünung zu Beginn des 20. Jahrhunderts und diente zugleich der Aufwertung des damals im Bau befindlichen Stadtteils Klettenberg, der sich durch eine starke Durchgrünung auszeichnet.
Gestaltung
Encke ordnete die Landschaftselemente so an, dass sie scheinbar natürlich nebeneinanderliegen: eine Heidelandschaft, der See mit Ufervegetation, Waldpartien, eine von einem Bach durchzogene Blumenwiese sowie eine Felsbachpartie mit anschließendem Steilabfall und Wasserfall. Ein rheinischer Basaltsteinbruch und ein in einer Art Hohlweg gelegener Schiefersteinbruch bilden geologische Besonderheiten und gehören zum didaktischen Lehrprogramm. Durch die unsymmetrische Anlage und das großzügige Rundwegenetz hebt sich der Park von den kleinteiligen, ornamenthaften Formen gründerzeitlicher Parks ab.
Der Rosengarten
Die einzige regelmäßig gestaltete Ausnahme ist der Rosengarten im Schenkel von Nassestraße und Siebengebirgsallee. Er bildet die Überleitung vom Wohnviertel zum Park und führt den Blick geradeaus zur Aussichtsterrasse, von der aus sich der See überblicken lässt. Geometrische Beete und gerundete Laubengänge nehmen Formen der Hausgärten und Straßengrundrisse auf. In der Blickachse zum See liegt ein Springbrunnen, der seit Längerem durch eine private Stiftung betrieben wird; der See selbst wurde 2014 durch die Stadt Köln renoviert.
Pflege durch Paten
Finanzielle Engpässe und reduziertes Personal der Stadt Köln führten dazu, dass der Rosengarten zeitweise verwahrloste; 2014 und 2015 wurden ausgelaugte Rosen gerodet. 2015 unterzeichneten drei Klettenberger Bürger einen Patenschaftsvertrag mit der Stadt und übernahmen die Pflege in Eigenarbeit. Beraten durch eine Gärtnermeisterin und das Städtische Grünflächenamt, kümmern sich seither meist etwa 10 bis 12 Personen wöchentlich um den Garten.
Zeitstrahl
- 1903Planungsbeginn für den Klettenbergpark
- 1905Baubeginn durch Gartendirektor Fritz Encke auf ehemaliger Kiesgrube
- 1907Fertigstellung des Parks als Naturgarten
- 2014Renovierung des Sees durch die Stadt Köln
- 2014Stadt Köln rodet vernachlässigte Rosen im Rosengarten
- 2015Drei Bürger übernehmen Patenschaft für den Rosengarten
- 2015Erneuerung der Rosenbeete: neue Erde und Pflanzen in 10 Beeten
Karte
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 267420404)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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