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© Chris06 · CC BY-SA 4.0

Nippeser Tälchen

Grünanlage in einer uralten Rheinarm-Senke in Nippes – mit weiter Wiese, Spielplatz, Bouleplatz und Hundefreilauf, wo einst ein Fischsee und ein Vergnügungspark lagen.

Familienfreundlich Eintritt frei

Das Nippeser Tälchen ist eine Grünanlage im Stadtteil Nippes. Sie liegt in einer Senke, die vor rund 5.000 Jahren von einem Nebenarm des Rheins geformt wurde und über Jahrhunderte einen als Fischteich genutzten See beherbergte.

Auf einen Blick

Art
Grünanlage in einer alten Rheinarm-Senke
Lage
Stadtteil Nippes, Stadtbezirk Nippes
Größe
rund 27.340 Quadratmeter (Grünfläche)
Für Familien
Spielplatz mit Wasserspielangebot
Außerdem
großer Bouleplatz und Hundefreilauffläche
Offizieller Name
seit 2012
Wusstest du?

Der Stadtteilname Nippes geht vermutlich auf den einstigen See zurück: Er könnte von „Niep“ abgeleitet sein, was so viel wie „feuchte Senke“ bedeutete – genau jene Mulde, in der heute das Nippeser Tälchen liegt.

Das kannst du hier erleben

  • Über die weite Grünfläche spazieren
  • Mit Kindern auf dem Spielplatz mit Wasserspielangebot toben
  • Auf dem großen Bouleplatz spielen
  • Den Hund auf der Freilauffläche laufen lassen
  • Im Bürgerzentrum Altenberger Hof einkehren
  • Bootfahren ↗

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Von der Rheinsenke zum Fischsee

Vor vermutlich 5.000 Jahren floss durch die heutige Senke ein Nebenarm des Rheins, der auf Höhe der Zoobrücke abzweigte und im Bereich des Worringer Bruchs zurück in den Fluss mündete. Über die Jahrtausende ging die Wassermenge zurück, und aus dem Arm wurde ein See. Schon zur Römerzeit stand oberhalb der Senke eine Villa rustica, deren Reste in den 1990er Jahren beim Altenberger Hof entdeckt wurden. Im Mittelalter diente der See als Fischteich; ein erster Pachtvertrag von 1233 nennt den Propst des Stifts St. Kunibert als Eigentümer.

© Nicola · CC BY 4.0

Vergnügungspark und Zuschüttung

Der See wurde nicht nur zum Fischen genutzt: 1883 entnahm die Nippeser „Feldschlösschen Brauerei“ im Winter das Natureis des zugefrorenen Sees. Von 1883 bis 1902 lag rund um das Gewässer der „Nippeser Volksgarten“, ein kleiner Vergnügungspark mit Restaurationsbetrieb, Gartenpavillon und Kanufahrten. 1903 wurde der See zugeschüttet und das Gelände – wie der ganze Stadtteil während der Industrialisierung – aufgehöht. Danach diente die Fläche als Kirmes- und Sportplatz und zeitweise als Barackenlager.

Heute

1954 beschloss der Rat der Stadt Köln, das Tälchen als Freifläche zu erhalten; ab den 1970er Jahren wurde es umfassend neu gestaltet und mit zahlreichen Bäumen bepflanzt. Heute besteht die Anlage aus einer großen, von Bäumen umrandeten Grünfläche mit Spielplatz, Wasserspielangebot, Bouleplatz und Hundefreilauf. Oberhalb dient der erhaltene Altenberger Hof seit 2007 als Bürgerzentrum mit Gastronomie; ein Verbindungsweg trägt den Namen der Widerstandskämpferin Rosa Safarowsky.

Zeitstrahl

  1. 1233
    Erster überlieferter Pachtvertrag für den Fischweiher in der Senke
  2. 1883
    Anlage des „Nippeser Volksgartens“ mit Restauration und Kanufahrten am See
  3. 1903
    Der See wird zugeschüttet, das Gelände aufgehöht
  4. 1954
    Der Rat der Stadt Köln beschließt, das Tälchen als Freifläche zu erhalten
  5. 2012
    Die Grünanlage erhält offiziell den Namen „Nippeser Tälchen“

Karte

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Adresse

Nippeser Tälchen
50733 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-01

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