Rosengarten
Symmetrischer Rosengarten auf dem ehemaligen Fort X, mit über 70 Rosensorten und einem pergolaartigen Pavillon.
seit 1919
Auf dem Gelände des ehemaligen Fort X im Kölner Stadtteil Neustadt-Nord liegt ein symmetrisch angelegter Rosengarten, der nach Plänen des städtischen Gartendirektors Fritz Encke entstand. Seit 2008 gehört er zum Hilde-Domin-Park.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Rosengarten auf einer ehemaligen Festungsanlage
- Lage
- Neustadt-Nord am Neusser Wall, Stadtbezirk Innenstadt
- Entwurf
- Fritz Encke, ab 1919
- Bepflanzung
- über 70 Rosensorten, vor allem moderne Rosen, Floribundarosen und Teehybriden
- Besonderheit
- pergolaartiger Rosenpavillon auf der nördlichen Frontspitze
- Status
- denkmalgeschützt
- Zugang
- nur durch das tagsüber geöffnete Enveloppen-Thor
Der Kölner Rosengarten entstand aus einem ehemaligen Militärfort (Fort X, erbaut 1819–1825): Stadtgartendirektor Fritz Encke legte die Rosenbeete buchstäblich auf den eingeebnetem Kasematten an, und der charakteristische Pavillon steht auf der alten Frontspitze des Festungswerks.
Flächenvergleich
Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Vom Fort zum Garten
Das Fort X wurde zwischen 1819 und 1825 als Verstärkung der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Nachdem die Stadtmauer 1881 abgerissen worden war, legte Fritz Encke bereits 1914 Pläne für einen Umbau vor. 1919 genehmigte der Rat der Stadt die Entwürfe, verhinderte damit den Abriss des Forts und stellte 37.500 Mark bereit. Bis 1925 entstand auf der erhaltenen Grundstruktur der Anlage der Rosengarten.
Gestaltung
Encke führte den Zugang über zwei Rampen im Enveloppengraben. Der zentrale Bereich über den Kasematten wurde eingeebnet und mit Rosenbeeten bepflanzt. Auf der erhöhten nördlichen Frontspitze steht ein pergolaartiger Rosenpavillon, der über Stufen erreichbar ist. Auf den abgewinkelten Flankenwällen pflanzte man Platanen und stellte Sitzgelegenheiten auf; die Bäume der Glacisbepflanzung rahmen die Anlage. Gemeinsam mit dem Garten am Fort I zählte sie zu den ersten neuzeitlichen Gärten in Köln.
Geschichte und Wiederherstellung
Im Zweiten Weltkrieg wurde das Fort von mehreren Bomben getroffen und der Garten teilweise verwüstet; nach dem Krieg wurde er mit modernen Rosen neu hergerichtet. 2008 erhielt der gesamte Park rund um das Fort X den Namen Hilde-Domin-Park, benannt nach der Lyrikerin, die 1909 in der Nähe geboren wurde. 2012 und 2013 wurde der Garten mit Unterstützung der Kölner Grün Stiftung und privater Sponsoren rekonstruiert, im Kern der Pavillon und die angrenzende Mauer.
Wissenswertes
Der abgeschiedene Garten im Fort X diente als Vorlage für literarische Werke, darunter eine Szene in Heinrich Bölls „Gruppenbild mit Dame“ sowie den Köln-Krimi „Fort X – Mord im Rosengarten“ von Mike Schwarz.
Zeitstrahl
- 1819–1825Bau von Fort X als Verstärkung der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer
- 1881Abriss der Stadtmauer; Befestigungsanlagen teilweise geschleift
- 1914Fritz Encke legt Umbaupläne für den Rosengarten vor
- 1919Rat der Stadt genehmigt Enckes Pläne (3. Juli); Umbau beginnt
- 1925Umgestaltung abgeschlossen, Rosengarten angelegt
- 1939–1945Fort durch Bomben getroffen, Rosengarten teilweise verwüstet
- 2008Gesamtanlage in Hilde-Domin-Park umbenannt (19. Juni)
- 2012–2013Rosengarten rekonstruiert, Pavillon und Mauer instandgesetzt
Galerie
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