Zum Inhalt springen
stuff to do in.cologne
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0

Rosengarten

Symmetrischer Rosengarten auf dem ehemaligen Fort X, mit über 70 Rosensorten und einem pergolaartigen Pavillon.

seit 1919

Eintritt frei Outdoor Geheimtipp

Auf dem Gelände des ehemaligen Fort X im Kölner Stadtteil Neustadt-Nord liegt ein symmetrisch angelegter Rosengarten, der nach Plänen des städtischen Gartendirektors Fritz Encke entstand. Seit 2008 gehört er zum Hilde-Domin-Park.

Auf einen Blick

Art
Rosengarten auf einer ehemaligen Festungsanlage
Lage
Neustadt-Nord am Neusser Wall, Stadtbezirk Innenstadt
Entwurf
Fritz Encke, ab 1919
Bepflanzung
über 70 Rosensorten, vor allem moderne Rosen, Floribundarosen und Teehybriden
Besonderheit
pergolaartiger Rosenpavillon auf der nördlichen Frontspitze
Status
denkmalgeschützt
Zugang
nur durch das tagsüber geöffnete Enveloppen-Thor
Wusstest du?

Der Kölner Rosengarten entstand aus einem ehemaligen Militärfort (Fort X, erbaut 1819–1825): Stadtgartendirektor Fritz Encke legte die Rosenbeete buchstäblich auf den eingeebnetem Kasematten an, und der charakteristische Pavillon steht auf der alten Frontspitze des Festungswerks.

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Vom Fort zum Garten

Das Fort X wurde zwischen 1819 und 1825 als Verstärkung der mittelalterlichen Stadtmauer errichtet. Nachdem die Stadtmauer 1881 abgerissen worden war, legte Fritz Encke bereits 1914 Pläne für einen Umbau vor. 1919 genehmigte der Rat der Stadt die Entwürfe, verhinderte damit den Abriss des Forts und stellte 37.500 Mark bereit. Bis 1925 entstand auf der erhaltenen Grundstruktur der Anlage der Rosengarten.

© Geolina163 · CC BY-SA 4.0

Gestaltung

Encke führte den Zugang über zwei Rampen im Enveloppengraben. Der zentrale Bereich über den Kasematten wurde eingeebnet und mit Rosenbeeten bepflanzt. Auf der erhöhten nördlichen Frontspitze steht ein pergolaartiger Rosenpavillon, der über Stufen erreichbar ist. Auf den abgewinkelten Flankenwällen pflanzte man Platanen und stellte Sitzgelegenheiten auf; die Bäume der Glacisbepflanzung rahmen die Anlage. Gemeinsam mit dem Garten am Fort I zählte sie zu den ersten neuzeitlichen Gärten in Köln.

© Geolina163 · CC BY-SA 4.0

Geschichte und Wiederherstellung

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Fort von mehreren Bomben getroffen und der Garten teilweise verwüstet; nach dem Krieg wurde er mit modernen Rosen neu hergerichtet. 2008 erhielt der gesamte Park rund um das Fort X den Namen Hilde-Domin-Park, benannt nach der Lyrikerin, die 1909 in der Nähe geboren wurde. 2012 und 2013 wurde der Garten mit Unterstützung der Kölner Grün Stiftung und privater Sponsoren rekonstruiert, im Kern der Pavillon und die angrenzende Mauer.

© Geolina163 · CC BY-SA 4.0

Wissenswertes

Der abgeschiedene Garten im Fort X diente als Vorlage für literarische Werke, darunter eine Szene in Heinrich Bölls „Gruppenbild mit Dame“ sowie den Köln-Krimi „Fort X – Mord im Rosengarten“ von Mike Schwarz.

© Geolina163 · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1819–1825
    Bau von Fort X als Verstärkung der mittelalterlichen Kölner Stadtmauer
  2. 1881
    Abriss der Stadtmauer; Befestigungsanlagen teilweise geschleift
  3. 1914
    Fritz Encke legt Umbaupläne für den Rosengarten vor
  4. 1919
    Rat der Stadt genehmigt Enckes Pläne (3. Juli); Umbau beginnt
  5. 1925
    Umgestaltung abgeschlossen, Rosengarten angelegt
  6. 1939–1945
    Fort durch Bomben getroffen, Rosengarten teilweise verwüstet
  7. 2008
    Gesamtanlage in Hilde-Domin-Park umbenannt (19. Juni)
  8. 2012–2013
    Rosengarten rekonstruiert, Pavillon und Mauer instandgesetzt

Galerie

© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© Geolina163 · CC BY-SA 4.0 · Commons

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe

Adenauerteich

seit 1957
5,0(1)· Google

Nierenförmiger Brunnenteich im Rheinpark, 1957 zur Bundesgartenschau angelegt – benannt nach dem Rosenzüchter Konrad Adenauer, mit Kronenbrunnen und Wasserfontänen.

Flora

seit 1864
4,7(9.456)· Google

Botanischer Garten Kölns rund um das gläserne Festhaus „Flora" von 1864 — ein Lenné-Park mit über 10.000 Pflanzenarten auf mehr als 11 Hektar.

Fort X des Festungsrings Köln

seit 1819
4,5(1.041)· Google

Besterhaltenes preußisches Fort der inneren Kölner Fortkette – heute „grünes Fort" mit Rosengarten in einer Parkanlage in der Neustadt-Nord.

Kommentare

  • Lade Kommentare…

Quellen & Links

Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

Wie diese Seite entsteht

Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.

Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.

Fehlt etwas oder stimmt etwas nicht?

Hilf mit, die Seite besser zu machen — schlag eine Änderung oder einen neuen Ort vor.