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© Duhon · CC BY 3.0

Westhovener Aue

Rund 0,7 km² großes Erholungs- und Naturgebiet am rechten Rheinufer in Westhoven – renaturiertes ehemaliges Militärgelände und Hochwasser-Retentionsraum.

Outdoor

Die Westhovener Aue, selten auch Westhovener Wigge, ist ein Erholungsgebiet und ehemaliges militärisches Gelände am Rhein im Stadtteil Westhoven.

Auf einen Blick

Art
Rheinaue, Erholungs- und Naturgebiet
Lage
rechtes Rheinufer, Stadtteil Westhoven (Stadtbezirk Porz)
Größe
etwa 0,7 Quadratkilometer
Vorgeschichte
ehemaliges Militärgelände, ab 2004/05 renaturiert
Funktion
Hochwasser-Retentionsraum (überflutet ab 9 m Kölner Pegel)
Hinweis
Betreten nur auf den ausgebauten Wegen
Wusstest du?

Weil auf dem einstigen Militärgelände noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg vermutet werden, gilt in der Westhovener Aue ein Betretungsverbot abseits der ausgebauten Wege – 2017 wurde dort noch eine 125-Kilogramm-Bombe gefunden und entschärft.

Das kannst du hier erleben

  • Auf dem Westhovener Leinpfad am Rhein entlangspazieren
  • Wasservögel und Auenlandschaft beobachten
  • Die renaturierte Rheinaue erkunden – nur auf den ausgebauten Wegen

Flächenvergleich

Fläche im Vergleich mit anderen Kölner Parks und Grünflächen.

Natur

Bei der Renaturierung 2004/05 orientierte sich die Pflanzenauswahl an der natürlichen Auenvegetation; übrige Flächen bleiben der freien Sukzession überlassen. In der Aue leben Wasservögel wie Stockente, Blässhuhn, Nilgans, Kanadagans und – selten – der Höckerschwan; über die Wiesen streift der Rotfuchs. Im See ist der Karpfen am häufigsten vertreten, gefolgt von Zander und Brasse.

© unbekannt, Stadt Köln · Public domain

Vom Militärgelände zum Erholungsraum

Im westlichen Teil der Aue entstand von 1876 bis 1881 das Zwischenwerk IXa, die südlichste rechtsrheinische Anlage des Kölner Festungsrings. Ab 1935 wurde zwischen Kölner Straße und Rhein eine Pionier-Kaserne errichtet, das Wiesengelände diente als Landübungsplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten belgische Streitkräfte die Kasernen, ehe sie die Anlage 1995 verließen. 1985 wurde der Leinpfad am Rhein wieder zugänglich; ab 2004 baute die Stadt Köln das Übungsgelände zurück.

© Jotpe · CC BY-SA 3.0

Heute

Ende der 1980er Jahre entschied sich die Stadt gegen eine Bebauung und für den Erhalt der Aue als Retentionsgebiet; ab einem Kölner Pegel von neun Metern wird sie überflutet. Seit Frühjahr 2005 ist das Gelände für die Öffentlichkeit freigegeben. Wegen möglicher Kampfmittelrückstände ist das Betreten außerhalb der ausgebauten Wege jedoch verboten.

Zeitstrahl

  1. 1876
    Bau des Zwischenwerks IXa als Teil des Kölner Festungsrings (bis 1881)
  2. 1935
    Beginn des Baus einer Pionier-Kaserne zwischen Kölner Straße und Rhein
  3. 1985
    Der Westhovener Leinpfad am Rhein wird der Bevölkerung wieder zugänglich gemacht
  4. 2004
    Beginn von Renaturierung und Rückbau des ehemaligen Übungsgeländes
  5. 2005
    Freigabe des Geländes für die Öffentlichkeit

Karte

Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.

Adresse

In d. Westhovener Aue
Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-07-01

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