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© Mabit1 · CC BY-SA 4.0

Kiesgrubensee Gremberghoven

Naturschutzgebiet um einen ehemaligen Abgrabungssee in Köln-Humboldt – Brutplatz für Uferschwalben, Eisvögel und Haubentaucher.

seit 1989

Outdoor Geheimtipp Eintritt frei Kostenlos

Der Kiesgrubensee Gremberghoven ist ein Naturschutzgebiet im Kölner Stadtteil Humboldt, das aus einem stillgelegten Abgrabungsgewässer entstanden ist und überwiegend vom See selbst eingenommen wird.

Auf einen Blick

Art
Naturschutzgebiet rund um ein ehemaliges Abgrabungsgewässer
Fläche
37,65 Hektar
Lage
Stadtteil Humboldt, Stadtbezirk Kalk
Ausgewiesen
1989
Entfernung
je etwa 7 km zur Kölner Innenstadt und nach Bergisch Gladbach
Anbindung
Haltepunkt der S-Bahn Köln in der Nähe
Wusstest du?

Die senkrechten Böschungsoberkanten des ehemaligen Kiesabbaugebiets sind so steil und strukturreich, dass sie heute Heimat ganzer Uferschwalbenkolonien sowie von Eisvögeln und Haubentauchern sind – aus einer Industriebrache wurde ein Brutparadies.

Das kannst du hier erleben

  • Seltene Vögel wie Eisvögel und Haubentaucher beobachten
  • Die steilen Grubenböschungen und Uferschwalben-Kolonien bestaunen
  • Auf den Wegen rund um das Naturschutzgebiet spazieren
  • Den stillen See und die ungestörte Natur fotografieren
  • Die naturbelassene Pflanzenwelt von Birke bis Laichkraut entdecken

Wasserflächen-Vergleich

Wasserfläche im Vergleich mit anderen Kölner Seen.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Entstehung und Schutz

Die Kiesgrube wurde in den 1980er Jahren stillgelegt und 1989 als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Der See nimmt nahezu die gesamte Grube ein; im Norden ragt eine kleine Insel aus dem Wasser. Die Anlage von Flachwasserbiotopen ist hier kaum möglich.

Ufer und Böschungen

Der schmale sandig-kiesige Ufersaum ist größtenteils vegetationsfrei. Dahinter steigen hohe, steile Grubenböschungen mit Rohbodenvegetation aus Moosen, Pilzen und Flechten sowie angepflanzten Sträuchern an. Vor allem der Osthang weist zahlreiche Böschungsabbrüche und offene Rohbodenflächen auf. Einige senkrechte Böschungsoberkanten eignen sich für Uferschwalbenkolonien; am See brüten zudem Eisvögel und Haubentaucher.

Lebensraum und Pflanzenwelt

Als Lebensraumtyp gelten oligotrophe bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit Armleuchteralgen. Zu den Biotoptypen zählen Abgrabungsgewässer sowie Sand- und Kiesabgrabungen. Die Pflanzenwelt reicht von Sand-Birke, Sal-Weide und Waldkiefer über Hunds-Rose und Liguster bis zu Wasserpflanzen wie verschiedenen Laichkräutern.

Pflege und Schutzziele

Freizeitaktivitäten, eine naturferne Gewässergestaltung sowie Immissionen und Müllablagerungen gelten als Gefährdungen. Zum Schutz werden Flächen abgesperrt und umzäunt, Fischerei und andere Freizeitnutzungen eingeschränkt und Müll beseitigt. Das Gelände wird der natürlichen Sukzession überlassen, auch um den See als Rastbiotop für ziehende Wasservögel zu erhalten.

Zeitstrahl

  1. 1980er
    Kiesgrubensee Gremberghoven stillgelegt
  2. 1989
    Als Naturschutzgebiet ausgewiesen

Karte

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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