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© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Otto-Maigler-See

Hürth · Im Umland von Köln

Badesee aus einem Braunkohle-Tagebau bei Hürth, eigens mit sechs Regattabahnen für internationale Regatten und Wassersport angelegt.

Baden

Der Otto-Maigler-See entstand nach dem Braunkohleabbau, als zufließendes Grundwasser ein geplantes Tagebaurestloch füllte. Er zählt zu den fünf zugelassenen Badeseen im Rhein-Erft-Kreis und wurde so angelegt, dass sechs Regattabahnen nebeneinander Platz finden.

Auf einen Blick

Art
Tagebaurestsee, durch Grundwasser gespeist und über Überläufe reguliert
Lage
Grubenfeld Gotteshülfe, Stadt Hürth, südwestlich von Köln
Öffentlich seit
Juni 1977
Form
lang und schmal, am nördlichen Ende der Ville-Seen-Platte
Umgebung
eingebettet in eine 142 ha große Forstfläche; das Gelände liegt 30 m höher als das Umland
Wassersport
Segeln, Surfen und Rudern

Das kannst du hier erleben

Wasserflächen-Vergleich

Wasserfläche im Vergleich mit anderen Kölner Seen.

Entstehung und Gestaltung

Der Rekultivierungsplan geht auf Vorarbeiten des Kölner Landschaftsarchitekten Victor Calles zurück, der ab 1946 an der Rekultivierung der Abbaugebiete arbeitete und 1961 einen konkreten Plan für das Gebiet ausformulierte. Das Restloch war ursprünglich durch drei Tonrücken geteilt; diese wurden abgetragen, um die Flächen zu einem großen See zu verbinden. Zeitgleich entstand an der Nordwestseite ein Badesandstrand. Eine dreireihige Schutzpflanzung bewahrt das landwirtschaftlich genutzte Umland vor Windschäden durch West- und Südwestwinde. Das Areal steht unter Landschaftsschutz und gehört zum Naturpark Rheinland.

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Namensgebung

Der Gemeinderat Hürth benannte den Regatta-See 1967 nach Otto Maigler, dem kurz zuvor verstorbenen Direktor der Roddergrube AG. Maigler hatte sich als Vorstandsmitglied der Rheinbraun für die Wiederaufforstung und Rekultivierung eingesetzt und war an den Planungen zur Umsiedlung des Ortsteils Berrenrath beteiligt.

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Tier- und Pflanzenwelt

Der See ist Durchzugs- und Winterquartier für verschiedene Entenarten sowie Höckerschwäne; vereinzelt treten Kormorane und Schellenten auf. Als Angelgewässer ist er mit Aal, Hecht, Karpfen, Schleie, Zander, Barsch und Weißfisch besetzt. An geschützten Pflanzen wurden Laichkrautarten und das Gemeine Hornblatt nachgewiesen. Durch die geringe Tiefe wird das Wasser ganzjährig durch Windeinwirkung umgewälzt.

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Baden und Wassersport

Die Stiftung Warentest stufte den See 2008 als empfehlenswertes Badegewässer ein; in der Badesaison prüft das Gesundheitsamt das Wasser auf die Einhaltung der EU-Richtlinien und der Badegewässerordnung. Das Füttern der Vögel ist verboten, und mit einem Mähgerät namens „Seekuh“ wird das Seekraut regelmäßig gestutzt. Am Ufer liegt ein Strandbad mit Gastronomie, in den Sommerabendstunden finden dort Veranstaltungen statt. Die 1979 gegründete Hürther Rudergesellschaft richtet auf dem See regelmäßig internationale Regatten aus, für die die nebeneinanderliegenden Regattabahnen Sportwettfahrten erlauben; sie nutzt ein Bootshaus oberhalb des Ostufers. Der Ostteil dient als Surfarea.

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Anreise und Wege

Kölner Besucher erreichen den See über die Berrenrather Straße und die parallel geführten Radwege durch den Kölner Grüngürtel. Außer vom Industriegebiet Knapsack ist das Erholungsgebiet von allen umliegenden Stadtteilen aus gut zu erreichen. Um den See führt ein von Alt-Hürth ausgeschilderter Rundwanderweg; das Strandbad verfügt über einen Parkplatz und ist mit dem Hürther Stadtbus erreichbar.

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Wissenswertes

Am 15. Juni 2018 stellten Mitarbeiter von DHL Paket auf dem Otto-Maigler-See den Guinness-Weltrekord für die meisten Menschen auf einem Floß auf.

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Galerie

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30

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