Decksteiner Weiher
Künstlich angelegter Ruder-Weiher im Äußeren Grüngürtel Kölns – rund 5,8 km Rundweg, Bootsverleih und seit 1987 Habicht-Brutplatz.
seit 1929
Der Decksteiner Weiher ist ein künstlich mit geraden Ufern angelegtes Gewässer im Äußeren Grüngürtel von Köln. Er prägt diesen Parkabschnitt so stark, dass sich für ihn kein anderer Name eingebürgert hat.
Auf einen Blick
- Art
- Künstlicher Weiher mit gradlinigen Ufern
- Lage
- Äußerer Grüngürtel, Stadtteil Sülz, Stadtbezirk Lindenthal
- Angelegt
- 1927–1929
- Größe
- etwa 20 Hektar, rund 1,50 m tief
- Rundweg
- kürzeste Strecke um den See etwa 5,8 km
- Besonderheit
- seit 1987 Habicht-Brutplatz auf der Insel
- Baden
- nicht als Badegewässer ausgewiesen, untersagt
Seit 1987 nisten Habichte auf der naturbelassenen Insel im Weiher – das war das erste Habicht-Brutpaar im gesamten Stadtgebiet Köln, aus dem sich mittlerweile rund 20 Paare entwickelt haben.
Das kannst du hier erleben
- Auf dem rund 5,8 km langen Rundweg um den Weiher spazieren
- Am „Haus am See“ ein Tretboot leihen und über das Wasser gleiten
- Auf der Außenterrasse des „Haus am See“ einkehren und den Blick aufs Wasser genießen
- Eine Runde Joggen auf den schattigen Wegen des Grüngürtels drehen
- Wasservögel und die Habichte auf der Insel beobachten
- Auf einer Parkbank am Ufer entspannen und die Ruderboote vorbeiziehen lassen
Wasserflächen-Vergleich
Wasserfläche im Vergleich mit anderen Kölner Seen.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Der Weiher entstand zwischen 1927 und 1929 unter Stadtbaurat Theodor Nußbaum, dem Leiter des Entwurfsbüros der Kölner Gartenverwaltung. Grundlage war die Umgestaltung des früheren Festungsrings zum Äußeren Grüngürtel nach dem Gesamtplan Fritz Schumachers und Ideen Konrad Adenauers; die Arbeiten liefen im Rahmen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Nußbaum war dem Wassersport zugetan und legte das Gewässer als Übungsstrecke fürs Rudern an. Der Name geht auf den Wohnplatz Deckstein zurück, einen früheren Hof mit Mühle nahe den Weilern Kriel und Lind.
Gestaltung
Ein quadratischer Abschnitt mit unzugänglicher Mittelinsel ist über einen von einer Kastanienallee begleiteten Kanal mit einem größeren Becken im Südosten verbunden. In das südöstliche Ende ragt eine quadratische Fläche mit aufgeweiteter Platanenallee und einem breiten Bootssteg. In der nordwestlichen Ecke liegt eine Aussparung für die Gastronomie „Haus am See“ mit Außenterrasse. Der Aushub wurde an der Südseite zu Hügeln aufgeschüttet, die im Winter als Schlittenabfahrten dienen.
Natur und Fischbestand
Der Weiher hat keinen natürlichen Zu- und Abfluss; bei Bedarf wird Grundwasser zugeführt. Im schlammigen Boden leben unter anderem Karpfen, Barsche, Brassen, Hecht, Schleie, Zander und Aale; das Angeln betreibt der „Cölner Angel- und Gewässerschutzverein“. Die Habichte auf der naturbelassenen Insel waren das erste Brutpaar in Köln, inzwischen leben etwa 20 Paare im Stadtgebiet.
Freizeit und Umgebung
Am „Haus am See“ gibt es einen Bootsverleih, unter anderem mit Tretbooten, in der Nähe einen Minigolfplatz. Am anderen Ende grenzt der Sportpark des 1. FC Köln an. Um den Weiher führen zwei Ringe von Fußwegen mit Parkbänken, etwas weiter außen verlaufen Reitwege. Waldanpflanzungen dämpfen den Verkehrslärm der nahen Autobahn 4 und des Militärrings. Ein Lauftreff bietet verschiedene Rundstrecken, 2013 kam ein Trimm-dich-Pfad an der Berrenrather Straße hinzu. Erreichbar ist der Bereich auch über eine Fußgängerbrücke vom Beethovenpark sowie von Hürth auf der anderen Seite des Grüngürtels.
Zeitstrahl
- 1919–1927Erweiterung des Stadtwalds mit dem Adenauerweiher (Vorläufer-Maßnahme)
- 1927–1929Anlage des Decksteiner Weihers durch Stadtbaurat Theodor Nußbaum
- 1929Fertigstellung/Eröffnung des Weihers
- 1987Erstes Habicht-Brutpaar Kölns nistet auf der Weiher-Insel
- 2013Trimm-dich-Pfad am Seeende (Berrenrather Straße) angelegt
Karte
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Adresse
Decksteiner Weiher
Köln
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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