Bleibtreusee
Erftstadt · Im Umland von Köln
Künstlicher Restsee aus dem Braunkohle-Tagebau in der Ville, heute Naherholungsgebiet mit Wasserski, Surfen und Badestrand.
Der Bleibtreusee liegt südwestlich von Köln zwischen Brühl und Hürth im Rhein-Erft-Kreis und gehört zu den Restseen des Braunkohleabbaus im Rheinischen Revier. Er entstand 1973 und ist Teil des Naturparks Rheinland.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Künstlicher Restsee aus ehemaligem Braunkohle-Tagebau
- Lage
- Mittlere Ville, auf Gebiet von Brühl und Hürth
- Fläche
- etwa 74 ha
- Gewässer
- nährstoffarmes, kalkhaltiges Stillgewässer mit Flachwasserzonen
- Teil von
- Villeseenplatte mit über 40 Seen
- Nutzung
- Wasserski, Windsurfen, Segeljollen, Baden, Angeln, Wandern
Wasserflächen-Vergleich
Wasserfläche im Vergleich mit anderen Kölner Seen.
Name und Geschichte
Der See trägt den Namen von Hermann Bleibtreu (1821–1881), einem Pionier der Braunkohlenindustrie im Brühler Raum. Er schloss 1874 südlich von Heide ein Grubenfeld auf, aus dem später das Gruhlwerk hervorging. Wie alle Gewässer der Villeseenplatte ist der Bleibtreusee durch den Tagebau geschaffen worden; das rund 50 km² große Gebiet umfasst Mischwälder und über 40 Seen.
Natur und Tierwelt
Nach Rekultivierungsmaßnahmen von Rheinbraun und der Landschaftsbehörde siedelte sich wieder eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt an. Den See umsäumen forstlich genutzte Mischwälder aus Nadel- und Laubbäumen. Die kleine längliche Insel am Südrand ist brütenden Vögeln vorbehalten und trägt natürlich belassene Vegetation; dort sind unter anderem Haubentaucher, Eisvögel und Teichralle als Brutvögel geschützt. Unter der Oberfläche hat sich das Verschiedenblättrige Tausendblatt angesiedelt.
Erholung und Nutzung
Ville, Kottenforst und die rekultivierten Tagebaugebiete dienen der Region Köln/Bonn als Naherholungsgebiet; Teile des Geländes sind als Naturschutzgebiete ausgewiesen. Auf freigegebenen Bereichen sind Windsurfer und kleine Segeljollen zugelassen. Am Nordende besteht seit Juli 2007 eine Wasserskianlage mit Gastronomie direkt neben einem flachen Sandbadestrand. Östlich liegen Parkplätze, erreichbar über die B 265 oder aus der Brühler Ortsmitte über die L 184. Ein früherer Aussichtsturm, der in einen Hochspannungsmast integriert war, wurde wegen Vandalismus zurückgebaut; erhalten ist davon nur noch die Bodenplatte.
Wissenswertes
Eine Umrundung des Sees misst etwa 5 km und dauert ungefähr eine Stunde. Nördlich der Insel reicht das Wasser bis zu 12 m tief, gilt Tauchern wegen des dunklen Untergrundes aber als wenig reizvoll. Der Kanal südöstlich der Insel ist wegen umgestürzter Äste und geringer Tiefe nicht für Wassersport nutzbar. In den Frühlings- und Herbstmonaten sind vor allem Angler, Wanderer und gelegentliche Waldläufer am See unterwegs.
Karte
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-30
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