Galopprennbahn Weidenpesch
Kölns erste Sportstätte: Galopprennbahn von 1898 mit international bedeutenden Rennen und historischem Fußballstadion samt denkmalgeschützter Tribüne.
Der Weidenpescher Park ist eine 55 Hektar große Grünanlage mit mehreren Sportanlagen, darunter eine Galopprennbahn mit international bedeutenden Rennen und ein historisches Fußballstadion.
Quelle: Wikipedia
Auf einen Blick
- Art
- Galopprennbahn und Sportanlagen im 55 Hektar großen Weidenpescher Park
- Lage
- Stadtteil Weidenpesch, Stadtbezirk Nippes
- Eröffnung
- Rennbetrieb seit dem 3. September 1898
- Träger
- Kölner Renn-Verein 1897 e. V.
- Kapazität
- bis zu 20.000 Zuschauer, rund 140.000 Besucher pro Saison
- Denkmalschutz
- Rennbahntribüne seit 1983, Fußballtribüne seit 1989
- Besonderheit
- wegen ihres Baujahres die erste Sportstätte Kölns
Im September 1969 fand auf der Galopprennbahn ein einmaliges Kamelrennen statt, zu dem eigens Kamele des marokkanischen Königs Hassan II. eingeflogen wurden – 18.000 Zuschauer verfolgten den als „Camel-Cup" deklarierten Werbeauftritt für eine Zigarettenmarke.
Das kannst du hier erleben
- Über die historische Rennbahn von 1898 schlendern und die denkmalgeschützte Tribüne bestaunen
- Bei einem Renntag die Galopprennen und das Treiben mitverfolgen
- Im 55 Hektar großen Weidenpescher Park spazieren gehen und entspannen
- Die altehrwürdige Holz-Stahl-Fußballtribüne aus 1920 entdecken und fotografieren
- Über den regelmäßigen Flohmarkt auf dem früheren Fußballplatz bummeln
- Auf den Spuren von Kölns erster Sportstätte die Geschichte des Geländes erkunden
Der Park
Schon in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg entstand hier ein Sportzentrum, das ab 1923 mit dem Bau des Sportparks in Müngersdorf in die zweite Reihe rückte. Auch Kölns erster Golfplatz lag auf dem Gelände. Neben der Rennbahn liegen Tennisplätze, die der 1920 gegründete KTC Weidenpescher Park nutzt; seit Dezember 1990 gibt es zusätzlich eine Tennishalle mit drei Plätzen.
Geschichte der Rennbahn
Oberbürgermeister Wilhelm von Becker regte 1896 an, in Köln Galopprennsport zu veranstalten. Am 29. April 1897 wurde dazu der Kölner Renn-Verein 1897 e. V. gegründet, kurz darauf folgte der Spatenstich, im Folgejahr begann der Rennbetrieb. Die zweigeschossige Zuschauertribüne entwarf der Architekt und Rennbahnexperte Otto March; sie steht seit 1983 unter Denkmalschutz.
Bedeutende Rennen
Auf der Bahn werden mehrere international bedeutende Gruppenrennen ausgetragen. Dazu zählen der Preis von Europa als Deutschlands größtes internationales Rennen sowie das seit 1834 bestehende Oppenheim-Union-Rennen, Deutschlands ältestes Rennen, das seit 1947 in Köln stattfindet. Hinzu kommen der Gerling-Preis, 1921 als „Preis von Birlinghoven“ gegründet und ab 1934 von Robert Gerling finanziert und benannt, sowie das Mehl-Mülhens-Rennen.
Das Stadion Weidenpescher Park
Neben der Rennbahn bestand eines der größten deutschen Fußballstadien seiner Zeit mit 16.000 Plätzen. Von 1903 bis 2002 war es die Heimat des VfL Köln 1899, des ältesten Fußballvereins der Stadt; 1905 und 1910 fanden hier die Endspiele um die deutsche Meisterschaft statt. Die 1920 in Holz-Stahl-Konstruktion errichtete Tribüne zählt zu den ältesten erhaltenen Fußballtribünen Deutschlands und steht seit 1989 unter Denkmalschutz. 2002 diente sie als Drehort für Sönke Wortmanns Film „Das Wunder von Bern“; seither finden auf dem früheren Fußballplatz regelmäßig Flohmärkte statt.
Streit um die marode Tribüne
Seit das Stadion nicht mehr als solches genutzt wird, haben sich die Schäden am maroden Dach der denkmalgeschützten Tribüne deutlich verschlimmert. Obwohl seit etwa 2020/21 städtische Mittel für die Sanierung bereitstehen, streiten der nach dem Denkmalschutzgesetz als Pächter zu Erhalt und Pflege verpflichtete Renn-Verein und die Stadt um die Zuständigkeit und ein Sanierungskonzept, das auch die Stadiontribüne einbezieht.
Jockeyschule
Auf dem Gelände besteht seit März 2003 die German Jockey School, die einzige Jockeyschule Deutschlands. Unterrichtet wird der Beruf Pferdewirt mit dem Schwerpunkt Rennreiten. Vorausgegangen waren Planungen des Zentralverbands des deutschen Galopprennsports und des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen zur Förderung des Nachwuchses.
Wissenswertes
Im September 1969 fand auf der Bahn einmalig ein Kamelrennen statt, zu dem 18.000 Besucher kamen. Die eigens eingeflogenen Kamele stammten aus dem Besitz von König Hassan II. von Marokko und bestritten den als Camel-Cup deklarierten Lauf als Werbung für eine Zigarettenmarke. Auf dem Gelände steht zudem der 1952 erbaute Stall Asterblüte.
Zeitstrahl
- 1896OB Wilhelm von Becker schlägt Galopprennsport in Köln vor
- 1897Gründung des Kölner Renn-Verein 1897 e. V. am 29. April
- 1898Rennbetrieb aufgenommen am 3. September
- 1921Gerling-Preis als „Preis von Birlinghoven" gegründet
- 1934Gerling-Preis von Robert Gerling finanziert und nach ihm benannt
- 1952Stall Asterblüte auf dem Gelände erbaut
- 1969Einmaliges Kamelrennen (Camel-Cup) mit 18.000 Besuchern im September
- 1983Zuschauertribüne unter Denkmalschutz gestellt
- 2003Einzige Jockeyschule Deutschlands eröffnet (German Jockey School) im März
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