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© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Ebertplatz

Platz der Kölner Ringe in Neustadt-Nord, Ende des 19. Jahrhunderts dort angelegt, wo zuvor die geschleifte Stadtbefestigung stand.

Outdoor

In der Kölner Neustadt-Nord gelegen, bildet der Ebertplatz das Bindeglied zwischen Hansaring und Theodor-Heuss-Ring, dem letzten der zehn Ringabschnitte. Unter den innerstädtischen Ringstraßen nimmt er flächenmäßig die Spitzenstellung ein.

Auf einen Blick

Art
Platz im Zuge der Kölner Ringe
Voriger Name
Deutscher Platz (ab 27. Januar 1887)
Vorgängernutzung
innerer Befestigungsring, an dieser Stelle zuvor ein Hafenbecken
Freifläche nach Schleifung
104 Hektar
Frühere Gartenanlage
Teich mit drei Brunnen auf 6,2 Hektar
Besonderheit
Jugendstilhäuser mit kuppelgekrönten Ecktürmen
Wusstest du?

Bevor der Ebertplatz entstand, befand sich an dieser Stelle ein von Napoleon 1811 in Auftrag gegebener Winterhafen – knapp 500 Meter lang und 50 Meter breit – der nach verschiedenen Fehlplanungen versandete und erst 1890 zugeschüttet wurde.

Das kannst du hier erleben

  • Über den weiträumigen Ringplatz schlendern
  • Die Jugendstilhäuser mit ihren kuppelgekrönten Ecktürmen bestaunen
  • Architektur und Fassaden fotografieren
  • Auf den Kölner Ringen weiter zum Hansaring oder Theodor-Heuss-Ring bummeln
  • Auf einer Bank verweilen und das Treiben am Platz beobachten

Vom Festungsgürtel zum Boulevard

Ursprünglich Teil des inneren Befestigungsgürtels, ging das Gelände erst in städtischen Besitz über, als der Kaufvertrag zwischen Köln und dem preußischen Kriegsministerium am 5. Mai 1881 wirksam wurde. Für 11,74 Millionen Mark übernahm die Stadt das Areal, ließ den Befestigungsring niederlegen und gewann so eine Freifläche von 104 Hektar. Als Vorbild für den geplanten Prachtboulevard dienten die Pariser Grands Boulevards und die Wiener Ringstraße.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Planung und Anlage

Den Zuschlag im Wettbewerb der Stadt Köln zur Stadterweiterung erhielten Joseph Stübben und Karl Henrici, nach deren Entwürfen der Platz am Ende des 19. Jahrhunderts entstand. Stübben sah auf dem Grund der einstigen Stadtmauer einen halbkreisförmigen Ringboulevard vor, der vom heutigen Ubierring bis zum Rhein reichen sollte. Da an dieser Stelle mehrere Straßen aufeinandertrafen, entschied man sich gegen eine schlichte Kreuzung und zugunsten eines weiträumigen Platzes. Die Benennung als Deutscher Platz, zentraler Punkt des gleichzeitig benannten Deutschen Rings, erfolgte am 27. Januar 1887.

© HOWI - Horsch, Willy · CC BY 3.0

Park und Bebauung

Vorgesehen war ein Park mit Springbrunnenbassin und Weiher. Ab 1888 legte Adolf Kowallek eine Gartenanlage an, die sich vom Rhein bis zum Deutschen Platz erstreckte; um 1891 erhielt sie zwischen Neusser Straße und Riehler Straße einen 6,2 Hektar umfassenden Teich mit drei Brunnen. Wohn- und Geschäftshäuser kamen am nördlichen Ringabschnitt erst nach 1888 hinzu, wobei das Eckhaus an Ebertplatz 1 / Sudermanstraße bis 1900 auf seine Fertigstellung wartete. Charakteristisch für etliche der Jugendstilhäuser waren kuppelgekrönte Ecktürme.

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Der frühere Hafen

Schon 1786 kursierten Entwürfe für einen Sicherheitshafen an diesem Ort. Den Beschluss dazu fasste man am 24. November 1810; ab 1811 entstand ein knapp 500 Meter langer und 50 Meter breiter Winter- und Sicherheitshafen, der gegen Eisgang und Hochwasser schützen sollte und als „Napoleonhafen“ oder „Thürmchenshafen“ bekannt war. Ab 1840 setzte zunehmende Versandung ein, das Becken blieb ungenutzt liegen und wurde 1890 schließlich zugeschüttet.

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Zeitstrahl

  1. 1811
    Bau des Napoleonhafens beschlossen (24. Nov. 1810), Baubeginn 2. April 1811
  2. 1813
    Napoleonhafen öffnet seine Tore
  3. 1881
    Stadt Köln kauft das Areal für 11,74 Mio. Mark (Kaufvertrag 5. Mai 1881)
  4. 1885
    Fluchtlinienplan 30 für den Platz in der Stadtverordnetenversammlung festgesetzt (Sept. 1885)
  5. 1887
    Platz erhält am 27. Januar 1887 den Namen „Deutscher Platz"
  6. 1890
    Napoleonhafen wird zugeschüttet; Gartenanlage ab 1888 fertig um 1891
  7. 1900
    Letztes Haus an der Ecke Ebertplatz 1/Sudermanstraße fertiggestellt
  8. 1903
    Enthüllung des Kaiser-Friedrich-III.-Denkmals am 1. Oktober 1903

Galerie

© Maximilian Schönherr · CC BY-SA 4.0 · Commons
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Adresse

Ebertpl.
50668 Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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