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© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

Kranhäuser

Drei Hochhäuser im Kölner Rheinauhafen, deren umgedrehte L-Form Hafenkränen mit Auslegern zum Rhein nachempfunden ist.

Fotospot Outdoor

Die Kranhäuser sind drei Hochhäuser im Kölner Rheinauhafen im Stadtteil Altstadt-Süd und ein Blickfang an der Rheinpromenade.

Auf einen Blick

Art
Drei Hochhäuser (zwei Büro, eines Wohnen)
Lage
Rheinauhafen, Im Zollhafen 12, 18 und 24, Altstadt-Süd
Maße
61,60–61,91 m hoch, 70,20 m lang, 33,75 m breit
Geschossfläche
52.950 m² brutto (alle drei Bauwerke zusammen)
Bauzeit
Grundstein 16. Oktober 2006, Kranhaus Nord eröffnet Oktober 2010
Vorbild
Wolkenbügel von El Lissitzky (1924)
Wusstest du?

Der auskragende Oberteil der Kranhäuser beginnt erst ab 40 Metern Höhe und ruht dabei auf einem einzigen schlanken, vollverglasten Treppenturm – für diese konstruktive Meisterleistung griffen die Architekten auf Erkenntnisse des Brückenbaus zurück.

Das kannst du hier erleben

  • Die markante Kranform der drei Hochhäuser bestaunen
  • Architektur am Rheinauhafen fotografieren
  • Entlang der Rheinpromenade spazieren
  • Den Blick über den Rhein und das Hafenviertel genießen
  • Die umgebauten Hafenanlagen rund um die Häuser erkunden

Form und Vorbild

Die Bauwerke sind eine moderne Interpretation des 1924 von El Lissitzky entworfenen Wolkenbügels. Ihre Form eines umgedrehten L greift drei Hafenkräne auf, deren Ausleger in Richtung Rhein weisen. Entworfen wurden sie vom Aachener Architekten Alfons Linster und dem Hamburger Büro Bothe, Richter, Teherani.

© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

Konstruktion

Man entschied sich für eine Stahlfachwerkskonstruktion. Ab einer Höhe von 40 Metern ragt ein zweigeteilter Ausleger hervor, der allein auf einem schlanken, vollständig verglasten Treppenturm aufliegt. Für dieses Konzept griffen die Architekten auf Erkenntnisse aus dem Brückenbau zurück.

© dronepicr · CC BY 2.0

Bau und Nutzung

Die Häuser entstanden nacheinander: Den Anfang machte ab November 2006 das Kranhaus EINS, den Abschluss das ab Juli 2008 errichtete Kranhaus Nord. Kranhaus Süd und Kranhaus 1 haben 15 Etagen und dienen als Bürohäuser. Das Kranhaus Nord ist das einzige Wohngebäude: Auf 18 Etagen und 15.000 Quadratmetern entstanden 133 Eigentumswohnungen mit Rheinblick. Weil die Geschosshöhen und die Nutzlasten im Wohnhaus geringer ausfallen, sind die Gebäudehöhen trotz der unterschiedlichen Etagenzahl nahezu gleich.

© Martin Falbisoner · CC BY-SA 4.0

Streit um die Urheberschaft

Über die Urheberschaft am Entwurf kam es zum Rechtsstreit zwischen dem Hamburger Büro und Alfons Linster. Der Bundesgerichtshof entschied am 26. Februar 2009, dass Linster als Miturheber der Kranhäuser anzusehen ist.

Lage am Hafen

Der Rat der Stadt Köln beschloss am 13. Juli 1976, das verlassene Hafengelände in eine Freizeit- und Erholungsanlage umzuwandeln. Die Kranhäuser stehen nicht unmittelbar nebeneinander: Zwischen Kranhaus Süd und Kranhaus 1 liegt das Gebäude The Bench, zwischen Kranhaus 1 und Kranhaus Nord die Halle 12.

Auszeichnungen

Das mittlere Kranhaus 1 erhielt 2009 auf der Immobilienmesse MIPIM in Cannes den MIPIM-Award in der Kategorie „Business Centre“. 2010 wurde das Projekt beim Kölner Architekturpreis KAP mit einer Anerkennung bedacht.

Zeitstrahl

  1. 1924
    El Lissitzkys „Wolkenbügel" als gestalterisches Vorbild entworfen
  2. 1976
    Stadtrat beschließt Umwandlung des Rheinauhafens (13. Juli)
  3. 2006
    Grundstücksareal von privaten Investoren erworben (November)
  4. 2006
    Grundsteinlegung Kranhaus EINS (16. Oktober); Baubeginn November
  5. 2008
    Baubeginn Kranhaus Nord (Juli)
  6. 2009
    BGH-Urteil: Linster als Miturheber anerkannt (26. Februar)
  7. 2009
    Kranhaus 1 erhält MIPIM-Award in Cannes (12. März)
  8. 2010
    Eröffnung Kranhaus Nord (Oktober); Kölner Architekturpreis KAP

Karte

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Adresse

Im Zollhafen
50678 Köln

Öffnungszeiten

So: 00:00–24:00

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26

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