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© Rolf Heinrich, Köln · CC BY 3.0

Rheinauhafen

Ehemaliger Kölner Hafen mit den Kranhäusern – heute ein Wohn- und Gewerbeviertel auf der Halbinsel „Werthchen“ in der Altstadt-Süd.

Outdoor Fotospot

Der Rheinauhafen ist eine ehemalige Hafenanlage in der Kölner Altstadt-Süd, die heute als Wohn-, Büro-, Dienstleistungs- und Gewerbegebiet dient. Geprägt wird die Halbinsel „Werthchen“ am linken Rheinufer von den Kranhäusern.

Auf einen Blick

Art
Ehemaliger Hafen, heute Wohn- und Gewerbequartier
Lage
Stadtteil Altstadt-Süd, Stadtbezirk Innenstadt; Werthchen bei Rheinkilometer 687,5
Fläche
15,4 Hektar Land, 5,7 Hektar Wasser; Areal insgesamt 235.000 m²
Nutzung
51 % Büro/Dienstleistung, 31 % Wohnen, 18 % Kunst und Kultur
Zahlen
rund 2200 Arbeitsplätze, etwa 1500 Bewohner
Wusstest du?

Das heutige Hafengelände entstand aus einer Rheininsel namens „Werthchen" – 720 Meter lang und bis zu 40 Meter breit –, die ab 1847 künstlich mit dem linken Rheinufer verbunden wurde, um aus ihr eine Halbinsel zu machen.

Das kannst du hier erleben

Lage und Straßen

Über die Halbinsel verläuft die Straße Im Zollhafen, an der die Kranhäuser stehen. Ihre südliche Fortsetzung heißt Anna-Schneider-Steig, weiter südlich folgt die Agrippinawerft. Parallel führt am Ufer die Rheinuferstraße (B 51) entlang, die Severinsbrücke überspannt die Halbinsel. Eine Hafenfunktion besitzt das Areal nicht mehr.

© Superbass · CC BY-SA 3.0

Hafen im Mittelalter

Auf der Kölner Stadtansicht von 1531 von Anton Woensam erstreckt sich der Hafen entlang der gesamten linken Rheinmauer; auch auf der Rheininsel „Werthchen“ gab es Hafen- und Werftbetrieb. Be- und Entladen erfolgte mit Kränen, ein Hafenmeister beaufsichtigte die Liegeplätze und zog die Gebühren ein. Südlich des Salzgassen-Tores ankerten die Oberländer-Schiffe, nördlich die größeren niederländischen. Die Stadtansicht von 1570 von Arnold Mercator zeichnet die Insel erneut ein: Am Ufer beim Holzmarkt liegen Schiffe, auf der Insel selbst sind jedoch keine Hafenaktivitäten zu erkennen.

© Autor/-in unbekannt Unknown author · Public domain

Vom Sicherheitshafen zur Halbinsel

Nach dem schweren Eishochwasser im Februar 1784 forderten Kölner Händler und Schiffer einen Hafen, in dem die Schiffe überwintern konnten. Ab 1811 entstand auf Betreiben Napoleons der Sicherheitshafen; ab 1813 wurde er genutzt, fertiggestellt aber erst 1840. Er versandete und war für größere Schiffe schwer erreichbar. Mit dem Wechsel von der Treidel- zur Dampfschifffahrt wuchs der Umschlag stark, sodass ein neuer Hafen nötig wurde. Bei der Planung spielte das rund 720 Meter lange und bis zu 40 Meter breite Werthchen bei Rheinkilometer 687,5 die zentrale Rolle. 1847 planten Stadtbaumeister Bernhard Wilhelm Harperath und Festungsingenieur Carl Schnitzler, den südlichen Teil der Rheininsel mit dem Ufer zu verbinden und so eine Halbinsel zu schaffen; die Arbeiten begannen noch im selben Jahr. 1848 entwarf Johann Anton Wallé am Werthchen einen Sicherheitshafen, dessen Becken vollständig von Werftmauern umschlossen war.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Zeitstrahl

  1. 1531
    Erste Kölner Stadtansicht (Woensam) zeigt stark frequentierten Rheinhafen
  2. 1784
    Extremes Eishochwasser; Händler fordern Bau eines Winterhafens
  3. 1811
    Bau des Sicherheitshafens auf Betreiben Napoleons begonnen
  4. 1816
    Erstes englisches Dampfschiff „Defiance" erreicht Köln
  5. 1826
    Bankhaus Sal. Oppenheim gründet Preußisch-Rheinische Dampfschifffahrtsgesellschaft
  6. 1840
    Sicherheitshafen am Theodor-Heuss-Ring fertiggestellt
  7. 1847
    Planung + Baubeginn: Werthchen wird mit dem Ufer zur Halbinsel verbunden
  8. 1848
    Wallé entwirft Sicherheitshafen am Werthchen (neues Hafenbecken)

Galerie

© Oskar0815 · CC BY-SA 4.0 · Commons
© dronepicr · CC BY 2.0 · Commons
© Raimond Spekking · CC BY-SA 3.0 · Commons
© Rolf H. (Rolf Heinrich, Köln) · CC BY 3.0 · Commons
© Neuwieser · CC BY-SA 2.0 · Commons
© Aarp65 · CC BY-SA 3.0 · Commons

Karte

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Adresse

Rheinauhafen
Köln

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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