Dellbrücker Heide
Rund 39 ha großes Naturschutzgebiet im Norden von Köln-Dellbrück – artenreiche Heidelandschaft auf einem ehemaligen Militärgelände.
seit 2009
Im Norden von Köln-Dellbrück liegt die Dellbrücker Heide, ein rund 39 Hektar großes Naturschutzgebiet mit erstaunlicher Artenvielfalt. Auf früherem Militärgelände haben sich hier offene Heidelandschaften erhalten, wie man sie mitten im Stadtgebiet kaum erwartet.
Auf einen Blick
- Lage
- Norden des Kölner Stadtteils Dellbrück
- Nachbarschaft
- nahe dem Erholungsgebiet Diepeschrath und dem Höhenfelder See
- Fläche
- rund 39 Hektar
- Schutzstatus
- seit 2009 als Naturschutzgebiet ausgewiesen (Kennung K-011)
- Naturraum
- Teil der Bergischen Heideterrasse
- Besonderheit
- Lebensraum bundesweit gefährdeter Arten
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Lage & Landschaft
Das Gebiet gehört zur Bergischen Heideterrasse, die heute zu den artenreichsten Naturräumen Nordrhein-Westfalens zählt. In direkter Nachbarschaft laden das Erholungsgebiet Diepeschrath und der Höhenfelder See zum Verweilen ein, sodass sich ein Besuch der Heide gut mit einem Abstecher in die Umgebung verbinden lässt. Prägend sind offene Lebensräume wie Zwergstrauchheiden, Sandmagerrasen und Silbergrasfluren.
Militärische Vergangenheit
Bis 1993 diente das Areal über 55 Jahre hinweg militärischen Zwecken. Gerade diese Nutzung bewahrte die offenen Lebensraumtypen vor Aufforstung und anderen Eingriffen. Im Winter 2008/2009 ließ der Landesbetrieb Straßenbau NRW die alten baulichen Anlagen als Ausgleichsmaßnahme für den Ausbau des Kölner Autobahnrings abreißen. Anfang 2011, nach der Ausweisung zum Naturschutzgebiet, wurden auch die verbliebenen militärischen Anlagen und befestigten Wege vollständig zurückgebaut und das Gelände renaturiert.
Artenvielfalt & Pflege
Trotz der kleinen Fläche und der stadtnahen Lage beherbergt die Dellbrücker Heide zahlreiche, teils bundesweit gefährdete Arten – darunter die Blauflügelige Ödlandschrecke, die Zauneidechse und der Schmetterling Rostbinde. Auch Kreuzkröte, Schwalbenschwanz, Heidekraut, Silbergras und Berg-Sandglöckchen sind auf diesen Lebensraum angewiesen. Damit die an offene Flächen gebundenen Tiere und Pflanzen nicht verschwinden, werden natürliche Einflüsse durch gezielte Pflege nachgestellt: Ziegen und Schafe beweiden das Gelände, stellenweise werden Bäume und Gehölze entnommen. Um Naturschutz und Erholungslenkung kümmern sich der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gemeinsam mit der Stadt Köln, der die Hälfte des Gebiets gehört.
Karte
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Adresse
Dellbrücker Steinweg 2-4
51069 Köln
Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-08-10)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-09, rev 265483125)
- Wikidata (abgerufen 2026-08-09)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09
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