Ostfriedhof
Ein 1946 als Waldfriedhof angelegter, rund 59 Hektar großer Friedhof im rechtsrheinischen Dellbrück, der mit seinen Mischwaldflächen und bronzezeitlichen Hügelgräbern zu den landschaftlich reizvollsten Friedhöfen im Kölner Raum zählt.
seit 1946
Der Ostfriedhof ist ein zentraler städtischer Friedhof im rechtsrheinischen Köln, gelegen im Stadtteil Dellbrück nahe dem Dellbrücker Mauspfad im Bezirk Mülheim. Als weitläufiger Waldfriedhof im Grüngürtel bietet er nicht nur Grabstätten, sondern auch ausgedehnte, bewaldete Flächen zum Spazierengehen.
Auf einen Blick
- Stadtteil
- Dellbrück, Bezirk Mülheim (rechtsrheinisch)
- Angelegt
- 1946, Erstbestattung 1948
- Trauerhalle
- fertiggestellt 1955
- Fläche
- rund 59 Hektar, als Waldfriedhof konzipiert
- Belegte Grabstätten
- etwa 20.000 (rund ein Zehntel der Kapazität)
- Besonderheit
- seit März 2006 auch anonyme Urnenbestattungen unter Bäumen
- Anfahrt
- Buslinie 154, Haltestelle „Ostfriedhof"
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte und Anlage
Der Friedhof wurde 1946 angelegt, weil sich auf den bestehenden rechtsrheinischen Friedhöfen bereits ein Platzmangel abzeichnete. Die erste Bestattung fand 1948 statt, die Trauerhalle folgte erst 1955. Angelegt wurde die Begräbnisstätte im rechtsrheinischen Grüngürtel auf teils bewaldetem Gelände, das zu den Ausläufern des nahen Königsforstes gehört.
Landschaft und Nutzung
Mit rund 59 Hektar ist der Ostfriedhof großzügig bemessen, seine Kapazität aber nur zu etwa einem Zehntel ausgeschöpft: Bei etwa 20.000 belegten Grabstätten bleiben ganze Flure ungenutzt und mit Mischwald bewachsen. Das macht ihn zu einem der landschaftlich attraktivsten Friedhöfe im Kölner Großraum – die freien Flächen laden zu Waldspaziergängen und sogar zum Pilzesammeln ein. Die Stadt Köln erwägt daher, ungenutzte Waldstücke aus dem Friedhof herauszulösen und den angrenzenden Stadtwaldgebieten zuzuschlagen.
Bronzezeitliche Hügelgräber
Mehrere unbelegte Grabfelder zeigen ein leicht hügeliges Relief. Es geht auf mehrere hundert Hügelgräber zurück, die ab dem 12. Jahrhundert v. Chr. hier und teils in anderen rechtsrheinischen Bereichen des heutigen Köln entstanden. Schätzungen zufolge liegen allein auf dem Friedhofsareal an die 1200 Hügelgräber – weit mehr, als bislang nachgewiesen sind. Erhaltene Grabhügel sind etwa nahe dem Haupteingang und im Flur 43 in der Nähe der Trauerhalle zu erkennen.
Mahnmal und bekannte Gräber
Im Norden des Friedhofs, am Bensberger Marktweg, erinnert ein Mahnmal von Joseph Höntgesberg (1993) an die Zwangsarbeiter, die von 1943 bis 1945 im dortigen Lager für die Firma Radium arbeiten mussten. Auf dem Ostfriedhof ruhen zudem mehrere bekannte Persönlichkeiten, darunter der Maler Andreas Bliemel, der Boxer Jupp Elze (Flur 18), der frühere nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn (Flur 29) sowie der US-amerikanische Sänger und Musikproduzent Jim Reeves.
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Dellbrücker Mauspfad
51069 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 07:00–20:00
Di: 07:00–20:00
Mi: 07:00–20:00
Do: 07:00–20:00
Fr: 07:00–20:00
Sa: 07:00–20:00
So: 07:00–20:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-08-07)
- Wikidata (abgerufen 2026-08-06)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-06, rev 267911352)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-06
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