Rheinaue Worringen-Langel
Naturschutzgebiet am Rhein im Kölner Norden mit Auwald, Rheinwiesen und einem Beweidungskonzept mit Glanrindern, Heimat für 93 Vogelarten.
seit 1991
Die Rheinaue Worringen-Langel ist ein weitläufiges Auengebiet am Kölner Rheinufer, in dem sich Wiesen, Auwälder und stille Wasserläufe zu einem vielfältigen Flusslandschaftsraum fügen. Der Wechsel von Überflutung und Trockenfallen formt hier einen Lebensraum, der ständig in Bewegung ist.
Auf einen Blick
- Lage
- entlang des Rheins im Kölner Norden (Worringen/Langel)
- Schutzstatus
- Naturschutzgebiet seit 1991
- Fläche
- rund 240 Hektar
- Länge
- etwa 3,8 Kilometer am Flussufer
- Landseitige Grenze
- ein Hochwasserschutzdamm
- Nachbarschaft
- grenzt südöstlich an das Naturschutzgebiet Rheinaue Langel-Merkenich (247,5 ha)
- Besonderheit
- Landschaftspflege durch Beweidung mit Glanrindern
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Lage & Landschaft
Das Gebiet zieht sich über knapp vier Kilometer am Rhein entlang und wird zur Landseite hin von einem Hochwasserschutzdamm begrenzt. Es setzt sich zusammen aus bewaldeten Partien, extensiv genutztem Grünland und landwirtschaftlichen Flächen. Die ausgedehnten Wiesen werden von Weich- und Hartholzauenwäldern, Tümpeln und Altwässern durchzogen. Im Norden zeichnet sich ein alter Rheinarm noch als tiefe Rinne ab; 2010 wurde er vertieft, renaturiert und an eine Kette kleiner Stillgewässer mit Schilf und Röhricht angeschlossen. Direkt im Süden schließt das benachbarte Naturschutzgebiet Rheinaue Langel-Merkenich an.
Lebensraum am Fluss
Prägend ist das Spiel des Rheins: Mal überflutet der Strom die Aue, mal fällt sie trocken. Mit dem wechselnden Wasserstand transportiert der Fluss Nährstoffe sowie Sand und Kies heran und wieder fort und verändert den Lebensraum unablässig. Besonders die in Teilen noch naturnahen Ufersäume, die an Wiesen und Weiden grenzen, sind ökologisch wertvoll. Rheinwiesen, Röhrichte und Flutrinnen sorgen für eine große Strukturvielfalt.
Tier- und Pflanzenwelt
Diese Vielfalt bietet seltenen und bedrohten Arten Raum. 93 Vogelarten wurden hier beobachtet – darunter Flussregenpfeifer, Flussuferläufer, Bachstelze, Sumpfrohrsänger, Zwergtaucher, Wiesenpieper und Kiebitz –, die in der Aue brüten, rasten und überwintern. Im und am Wasser leben 50 Tierarten wie Fische, Muscheln und Krebse sowie seltene Libellen, Schmetterlinge und weitere Insekten. Hinzu kommen 28 seltene und geschützte Pflanzenarten, etwa Schwanenblume, Sumpf-Storchschnabel und Wiesensalbei.
Beweidung mit Glanrindern
Auf rund 31 Hektar am Rheinufer weiden Glanrinder – eine genügsame alte Haustierrasse, die häufig in der Landschaftspflege eingesetzt wird. Die eingezäunte Fläche ist eine der Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der neuen Leverkusener Rheinbrücke. Indem die Tiere die Weiden abgrasen, verhindern sie ein Verbuschen der Flächen und schützen so zugleich die Brut- und Nistplätze seltener Arten. Das Konzept soll das Naturschutzgebiet dauerhaft sichern.
Karte
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Öffnungszeiten
So: 00:00–24:00
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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-09
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