Straßenbahn-Museum Thielenbruch
Historische Kölner Straßenbahnen in einer Wagenhalle von 1906 — darunter das fahrtüchtige „Finchen", das bis heute nach Frechen rollt.
seit 1997
Das Straßenbahn-Museum Thielenbruch zeigt die Entwicklung des schienengebundenen Stadtverkehrs in Köln. Heute fährt das „Finchen", das älteste dauerhaft betriebsfähige Fahrzeug des Hauses, wieder auf seiner historischen Strecke nach Frechen-Benzelrath.
Auf einen Blick
- Art
- Museum zum Kölner Schienennahverkehr
- Lage
- Stadtteil Dellbrück, Stadtbezirk Mülheim, am östlichen Stadtrand Kölns
- Gebäude
- Wagenhalle von 1906, Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Eröffnet
- 1997
- Sammlung
- rund 25 Wagen (Stand 2021), teils fahrbereit
- Spannweite
- von der Pferdebahn bis zum Stadtbahnwagen
- Träger
- Verein „Historische Straßenbahn Köln e. V.", ehrenamtlich betrieben
Entgegen der verbreiteten Annahme stand das „F" der Kölner Vorortbahnlinie F nie für den Zielort Frechen: Der Buchstabe bezeichnete schlicht die sechste eröffnete Vorortbahnlinie (A, B, C …) – die Übereinstimmung mit dem Anfangsbuchstaben von Frechen war reiner Zufall.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Die Sammlung
Die Fahrzeuge stammen von den Kölner Verkehrs-Betrieben und wurden seit den 1960er und 1970er Jahren zusammengetragen. Sie geben einen Überblick über die einzelnen Epochen dieses Verkehrsmittels.
Älteste Fahrzeuge
Das älteste Stück ist der Pferdebahnwagen Nr. 211, 1884 vom Hersteller Herbrand in Ehrenfeld gebaut und 1950 unter weitgehender Erhaltung der Originalsubstanz saniert. Der erste Kölner elektrische Triebwagen trägt die Nummer 407; gebaut 1902 bei van der Zypen & Charlier, kam er ursprünglich von der Bonner Straßenbahn und gelangte 1971 zu den Kölner Verkehrs-Betrieben.
Das „Finchen"
Die „Finchen"-Zuggarnitur ist die älteste erhaltene Vertreterin der Kölner Vorortbahn. Sie fuhr ab 1914 für die Köln-Frechen-Benzelrather Eisenbahn auf der Vorortbahnlinie F nach Frechen. Das F verweist dabei nicht auf den Zielort, sondern darauf, dass es sich um die als sechste eröffnete Kölner Vorortbahnlinie handelte — die Übereinstimmung mit Frechen ist Zufall.
Weitere Wagen
Zur Sammlung zählen außerdem die „Sambawagen" für die Frechener Vorortbahn, deren ruhige, mitunter wiegende Fahreigenschaften ihnen den Namen einbrachten. Daneben stehen Fahrzeuge der Nachkriegszeit wie der Kriegsstraßenbahnwagen und der Aufbauwagen, die den durch den Zweiten Weltkrieg stark dezimierten Wagenpark ergänzen sollten. Im Gebäudekomplex befindet sich zudem ein Gasthaus.
Zeitstrahl
- 1884Pferdebahnwagen Nr. 211 (ältestes Museumsfahrzeug) gebaut
- 1902Erster Kölner Elektro-Triebwagen Nr. 407 bei van der Zypen & Charlier gebaut
- 1906Wagenhalle errichtet (heutiges Museumsgebäude)
- 1914„Finchen"-Zuggarnitur für KFBE-Vorortlinie F nach Frechen in Betrieb
- 1960er/1970erFahrzeugsammlung der KVB allmählich aufgebaut
- 1971Triebwagen 407 gelangte in den Besitz der Kölner Verkehrs-Betriebe
- 1997Straßenbahn-Museum Thielenbruch eröffnet
Karte
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Adresse
Gemarkenstraße 173
51069 Köln
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 268041241)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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