DOMiD – Dokumentationszentrum und Museum über die Migration in Deutschland
Aus der Zivilgesellschaft entstandene Sammlung zur Migrationsgeschichte in Deutschland seit 1945, getragen von einem 1990 von Migranten gegründeten Verein.
DOMiD ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Köln, der Materialien zur Geschichte der Migration in Deutschland sammelt, bewahrt, erforscht und ausstellt. Die Sammlung ist aus der Zivilgesellschaft heraus entstanden und nicht aus einem staatlichen Archiv.
Auf einen Blick
- Art
- Eingetragener Verein mit Dokumentationszentrum und Archiv
- Lage
- Köln-Ehrenfeld, seit 2010 im Bezirksrathaus
- Gegründet
- 1990 von Migranten im Ruhrgebiet
- Sammlungszeitraum
- ab 1945 bis in die Gegenwart
- Umfang (Stand 2025)
- über 150.000 Bücher, Dokumente, Fotografien, Filme, Tondokumente und dreidimensionale Objekte
- Nutzung
- Recherche für Forschende nach Voranmeldung; außerschulischer Lernort
- Aufgaben
- Sammeln, Bewahren, Erforschen, Ausstellen sowie Führungen, Veranstaltungen und Workshops
DOMiD wurde 1990 von Migranten im Ruhrgebiet gegründet und hieß ursprünglich DOMiT – mit „T" für Türkei – weil der Fokus zunächst nur auf der Gastarbeit aus der Türkei lag; erst nach der Fusion mit einem anderen Verein 2007 und der Erweiterung auf alle Migrationsformen wurde das „T" zum „D" für Deutschland.
Das kannst du hier erleben
- Migrationsgeschichte seit 1945 kennenlernen
- An einer Führung durch Sammlung und Dokumentationszentrum teilnehmen
- Alltagsobjekte und Erinnerungsstücke der Migration entdecken
- An Workshops und Bildungsangeboten teilnehmen
- Nach Voranmeldung im Archiv recherchieren
Vereinsgeschichte
Der Verein wurde 1990 von Migranten gegründet, zunächst unter dem Namen DOMiT mit dem Schwerpunkt auf der Migration aus der Türkei. Die ersten Leihgaben stammten aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis der Gründer. 2007 fusionierte DOMiT mit dem Verein Migrationsmuseum in Deutschland e. V., der sich ebenfalls für ein Migrationsmuseum einsetzte. Aus dieser Zusammenführung ging die Umbenennung zu DOMiD hervor – das „D“ steht für „in Deutschland“.
Die Sammlung
Die Sammlung dokumentiert Migration nach West- wie Ostdeutschland einschließlich der DDR; ihr Schwerpunkt liegt auf der Migration aus dem Ausland, sie umfasst aber auch die Binnenmigration. Zum Bestand gehören Alltagsgegenstände, Werkzeug, Kleidung, Spielzeug und mitgebrachte Erinnerungsstücke. Die Bandbreite reicht von Gummibändern, die ein Mann auf seiner Flucht nach Deutschland benutzte, bis zu einem Ford Transit, der für die Zeit der sogenannten Gastarbeit steht. Hinzu kommen Schriftgut wie Arbeitsverträge der 1960er und 1970er Jahre, Briefe, Ausweise und Flugblätter sowie ein Bildarchiv aus privaten und professionellen Aufnahmen.
Zielsetzung und Museum
DOMiD versteht Migration als Normalfall und will die Migrationsgesellschaft in ihrer Gänze abbilden. Vor diesem Hintergrund plant und baut der Verein ein Migrationsmuseum unter dem Namen Selma, dessen Eröffnung in Köln für 2029 vorgesehen ist.
Heute
DOMiD veröffentlicht Publikationen zum Thema Migration und bietet als außerschulischer Lernort Bildungsangebote und Workshops an. Die Sammlung steht Forschenden nach Voranmeldung zur Recherche offen; regelmäßig kommen Studierende, Kunst- und Filmschaffende sowie Historiker. Bei der wissenschaftlichen Arbeit wird der Verein von einem Fachbeirat unterstützt.
Zeitstrahl
- 1945Sammlungszeitraum beginnt: Migration nach Deutschland ab Kriegsende
- 1990Vereinsgründung als DOMiT (Migration aus der Türkei) im Ruhrgebiet
- 2007Fusion mit Migrationsmuseum in Deutschland e.V., Umbenennung zu DOMiD
- 2010Umzug ins Bezirksrathaus Köln-Ehrenfeld
- 2029Geplante Eröffnung des Museums Selma in Köln
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Venloer Str. 419
50825 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 09:00–17:00
Di: 09:00–17:00
Mi: 09:00–17:00
Do: 09:00–17:00
Fr: 09:00–12:00
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 267954210)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-24)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-26
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