Museum für Ostasiatische Kunst
Deutschlands ältestes eigenständiges Museum für ostasiatische Kunst zeigt am Aachener Weiher Werke aus China, Japan und Korea.
Am Rand des Grüngürtels, direkt am Aachener Weiher, sammelt und zeigt das Museum für Ostasiatische Kunst (MOK) seit über einem Jahrhundert Kunst aus China, Japan und Korea. Es war das erste eigenständige Haus dieser Art in Deutschland.
Auf einen Blick
- Sammlungsschwerpunkt
- Kunst aus China, Japan und Korea
- Standort
- Universitätsstraße 100, am Aachener Weiher
- Gegründet
- eröffnet am 25. Oktober 1913
- Heutiges Gebäude
- 1977 eröffneter Neubau von Kunio Maekawa
- Gründer
- Sammler Adolf Fischer (1856–1914) und seine Frau Frieda
- Japanischer Garten
- Außenanlage von Masayuki Nagare mit Fels und Wasser
Geschichte
Um 1900 wuchs in Deutschland das Interesse an ostasiatischer Kunst als eigenem Sammlungsgebiet. Adolf und Frieda Fischer, die sich in Berlin als völkerkundliche Privatgelehrte betätigten, entschieden sich 1903, ihr Sammeln ganz darauf zu konzentrieren. Ein erster Anlauf, 1904 ein Museum in Kiel zu errichten, scheiterte an der Finanzlage der Stadt.
Den Ausschlag für Köln gaben Max Creutz, Direktor des Kunstgewerbemuseums, und der Unternehmer Arnold von Guilleaume, der einen finanzkräftigen Förderkreis ins Leben rief. Im Juni 1909 stimmte der Stadtrat dem Vertrag mit Fischer zu. Als Erweiterungsbau des Kunstgewerbemuseums am Hansaring entstand nach Plänen von Franz Brantzky ein eigenes Haus, das am 25. Oktober 1913 eröffnet wurde. Nur ein halbes Jahr später starb Adolf Fischer; seine Frau Frieda übernahm die Leitung und führte das Museum durch Weltkrieg und Weimarer Republik.
Von 1925 bis 1933 wirkte Alfred Salmony als stellvertretender Direktor und richtete 1926 die erste Ausstellung asiatischer Kunst in Köln aus, ehe ihn die Nationalsozialisten 1933 aus dem Amt entließen. Die rund 900 Objekte umfassende Sammlung konnte im April 1944 vor der Zerstörung gerettet werden – das Gebäude selbst ging im Krieg vollständig verloren, und die Bestände blieben lange ohne festen Ausstellungsort.
Das Gebäude am Aachener Weiher
1976 entstand nach Plänen des japanischen Architekten Kunio Maekawa ein Neubau am Aachener Weiher, der am 2. Dezember 1977 eröffnet wurde und bis heute Sitz des Museums ist. Die Außenanlagen mit einem kleinen japanischen Garten aus Fels und Wasser gestaltete der Künstler Masayuki Nagare, unter anderem mit der Steinskulptur „Die Fahne im Wind" von 1980. Schon der erste Bau von 1913 war innen vom Wiener Architekten Josef Frank schlicht gehalten worden, sodass die Kunst im Mittelpunkt stand und Besucher dreidimensionale Objekte umschreiten konnten – für die Zeit ein neuartiges Konzept. Zum 100-jährigen Bestehen wurde das Haus nach umfangreicher Sanierung am 16. Mai 2014 mit einer Sonderausstellung wiedereröffnet.
Sammlung und Ausstellungen
Neben der ständigen Sammlung zeigt das Museum regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen zu chinesischer, japanischer und koreanischer Kunst – von Porzellan und Kalligrafie über Holzschnitte bis zu zeitgenössischen Positionen. Ein 1989 gegründeter Förderverein unterstützt das Haus ideell und finanziell.
Wissenswertes
Langjährige Direktorin war bis Oktober 2022 Adele Schlombs, die das Museum 32 Jahre leitete; seit dem 1. Juli 2023 ist die Sinologin Shao-Lan Hertel wissenschaftliche Direktorin. In der Nacht zum 13. September 2023 stahlen Einbrecher neun Porzellan-Exponate aus dem Gründungsbestand (16. bis 19. Jahrhundert, kaiserlicher Kontext) im Gesamtwert von über einer Million Euro.
Galerie
Karte
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Adresse
Universitätsstraße 100
50674 Köln
Öffnungszeiten
Di: 11:00–17:00
Mi: 11:00–17:00
Do: 11:00–17:00
Fr: 11:00–17:00
Sa: 11:00–17:00
So: 11:00–17:00
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-08-14)
- Wikidata (abgerufen 2026-08-14)
- Wikipedia (abgerufen 2026-08-14)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-08-14
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