Kölner Dom
Gotische Kathedrale und Reliquiar der Heiligen Drei Könige – mit rund 157 Metern eine der höchsten Kirchen der Welt und UNESCO-Welterbe.
seit 1248
Der Kölner Dom ist eine römisch-katholische Kirche in der Altstadt-Nord und Kathedrale des Erzbistums Köln. Er steht unter dem Patrozinium des Apostels Petrus und ist Wallfahrtsort zu den Heiligen Drei Königen.
Auf einen Blick
- Art
- Gotische Kathedrale (Metropolitankirche)
- Lage
- Domkloster 4, Stadtteil Altstadt-Nord, Innenstadt
- Höhe
- 157,22 Meter
- Rang
- vierthöchste Kirche der Welt, nach dem Ulmer Münster zweithöchster Sakralbau Deutschlands
- Baubeginn
- 1248
- Vollendung
- 1880
- Schutzstatus
- UNESCO-Weltkulturerbe (seit 1996)
Der Bau des Kölner Doms dauerte 632 Jahre: 1248 begonnen, wurde er erst 1880 fertiggestellt – damit ist er eines der langwierigsten Bauprojekte der Menschheitsgeschichte.
Das kannst du hier erleben
- Die gewaltige gotische Kathedrale von außen bestaunen und fotografieren
- Das Innere mit seinen hohen Gewölben und Buntglasfenstern auf sich wirken lassen
- Den Schrein der Heiligen Drei Könige im Chor entdecken
- In der Domgrabung das frühchristliche Taufbecken unter dem Chor ansehen
- Innehalten und die andächtige Stille einer der größten Kathedralen der Welt genießen
- Die kunstvollen Fassaden und Türme aus der Nähe betrachten
Größenvergleich
Höhe im Vergleich mit anderen Bauwerken in Köln.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte des Baus
Auftraggeber war Konrad I., den ersten Entwurf lieferte Meister Gerhard. Geplant war eine repräsentative Kathedrale der Kölner Erzbischöfe, die zugleich als monumentales Reliquiar für die Gebeine der Heiligen Drei Könige dienen sollte. Vollendet wurde der Dom im Auftrag von Friedrich Wilhelm IV. nach einem Entwurf von Ernst Friedrich Zwirner.
Architektur
Der Dom zählt zu den größten Kathedralen im gotischen Baustil. Wegen seiner einheitlichen und ausgewogenen Bauform haben einige Kunsthistoriker ihn als „vollkommene Kathedrale“ bezeichnet.
Bedeutung
Bei seiner Fertigstellung im 19. Jahrhundert galt der Dom als Nationalsymbol für Deutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg, als er inmitten der zerstörten Stadt scheinbar unversehrt stand, wurde er als „Wunder“ verstanden und zu einem Symbol für den Lebenswillen. Heute zählt er zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.
Vorgängerbauten
Auf dem Domhügel lassen sich Vorgängerbauten bis in die Spätantike zurückverfolgen. Maternus, um 313 der erste urkundlich bezeugte Bischof Kölns, steht am Beginn dieser Reihe; unter dem heutigen Chor wurde das Taufbecken einer frühchristlichen Taufkapelle archäologisch freigelegt. Im 6. Jahrhundert errichteten merowingische Könige an dieser Stelle eine neue Bischofskirche, die der königlichen Familie als Grablege diente. 1959 entdeckte man dort merowingische Gräber, darunter ein reich ausgestattetes Frauengrab aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts.
Wissenswertes
Das frühchristliche Taufbecken liegt im Bereich der Domgrabung unter dem Chor. Dom und das benachbarte Praetorium werden als zwei UNESCO-Stätten gemeinsam vermittelt.
Zeitstrahl
- um 313Maternus, erster urkundlich bezeugter Bischof Kölns
- um 537Bestattung Wigigardes in der merowingischen Vorgängerkirche
- 1248Baubeginn des gotischen Doms (Konrad I., Meister Gerhard)
- 1880Fertigstellung des Doms (Friedrich Wilhelm IV., Ernst Friedrich Zwirner)
- 1959Entdeckung merowingischer Gräber bei archäologischen Untersuchungen
- 1996Aufnahme in das UNESCO-Weltkulturerbe
- 2026Besichtigung wird ab 1. Juli kostenpflichtig
Schätze & Kunstwerke
Ein paar Höhepunkte aus der Sammlung.
Der größte erhaltene Reliquienschrein des Mittelalters (um 1190–1225), geschaffen von Nikolaus von Verdun. Er birgt die als Gebeine der Heiligen Drei Könige verehrten Reliquien – für sie wurde der Dom als monumentales Reliquiar erbaut.
Wikipedia ↗Um 970 von Erzbischof Gero gestiftet – das älteste erhaltene monumentale Kruzifix des Abendlandes und die früheste bekannte Großplastik eines gekreuzigten Christus nördlich der Alpen.
Wikipedia ↗Eine um 1290 geschaffene gotische Marienfigur aus Holz. Ihr Name erinnert an die aus Mailand nach Köln überführten Reliquien der Heiligen Drei Könige.
Wikipedia ↗Das um 1445 von Stefan Lochner geschaffene „Dombild“ zeigt die Anbetung der Könige. Es gilt als Hauptwerk der Kölner Malerschule und wurde schon von Goethe bewundert.
Wikipedia ↗Um 1310 aus Eichenholz gefertigt – mit 104 Sitzen das größte erhaltene mittelalterliche Chorgestühl Deutschlands.
Fünf farbenprächtige Chorfenster, die König Ludwig I. von Bayern 1842–1848 stiftete – ein Höhepunkt der Münchner Glasmalerei des 19. Jahrhunderts.
Wikipedia ↗Die 1923 gegossene Petersglocke ist mit rund 24 Tonnen die größte freischwingende Kirchenglocke der Welt. Die Kölner nennen sie liebevoll „Dicker Pitter“.
Wikipedia ↗Ein um 1520 in Antwerpen geschaffener geschnitzter Flügelaltar mit vergoldeten Figurenszenen. Er stand lange als Hochaltarretabel im Dom und befindet sich heute in der Marienkapelle.
Wikipedia ↗Die 1998 von Klais erbaute Langhausorgel hängt wie ein Schwalbennest an einem Pfeiler hoch über dem Mittelschiff – eine spektakuläre Konstruktion ohne stützendes Gerüst am Boden.
Galerie
Karte
Blaue Punkte: andere Orte in der Nähe – zum Stöbern antippen.
Adresse
Domkloster 4
50667 Köln
Öffnungszeiten
Mo: 06:00–20:00
Di: 06:00–20:00
Mi: 06:00–20:00
Do: 06:00–20:00
Fr: 06:00–20:00
Sa: 06:00–20:00
So: 06:00–20:00
Das könnte dich auch interessieren – themenverwandt oder in der Nähe
Kommentare
- Lade Kommentare…
Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizieller Instagram-Account (@koelnerdomofficial)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-23)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-23, rev 268078196)
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-23)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-25
Wie diese Seite entsteht
Diese Seite stützt sich auf offene Quellen — Wikipedia, Wikidata, offizielle Webseiten und offene Daten der Stadt. Jede Angabe wird gegen die hier verlinkten Quellen geprüft, und die Seiten werden regelmäßig aktualisiert.
Trotzdem einen Fehler entdeckt? Sag uns unten Bescheid — wir lesen jede Einsendung.





