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© Hps-poll , Hans Peter Schaefer · CC BY-SA 3.0

St. Mariä Himmelfahrt

Barocke ehemalige Jesuitenkirche nahe dem Dom — nach diesem lange die größte Kirche Kölns und eines der wenigen Barock-Zeugnisse der Stadt.

seit 1629

Eintritt frei Indoor Bei Regen

St. Mariä Himmelfahrt war nach dem Dom lange Zeit die größte Kirche Kölns und zählt zu den wenigen erhaltenen Bauwerken des Barocks in der Stadt. Die ehemalige Kollegkirche der Jesuiten liegt nahe dem Dom.

Auf einen Blick

Art
ehemalige Jesuitenkirche, katholische Pfarrkirche
Lage
Marzellenstraße, Altstadt-Nord (Innenstadt), nahe dem Dom
Baustil
Barock mit nachgotischen Formen
Maße
rund 60 m lang, 24 m breit, lichte Höhe etwa 25 m
Schutz
Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
Öffnung
in der Regel täglich 8–18 Uhr
Wusstest du?

Nach dem Kölner Dom war St. Mariä Himmelfahrt für lange Zeit die größte Kirche der Stadt – obwohl sie als Jesuitenkirche gebaut wurde und heute der Italienischen Katholischen Gemeinde Köln als Gotteshaus dient.

Altersvergleich

Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.

Geschichte

Den Grundstein legte man 1618; ab 1629 wurde die Kirche genutzt, vollendet war sie 1678. Die Bauleitung lag bis 1623 bei Christoph Wamser, der zuvor die Jesuitenkirche im elsässischen Molsheim errichtet hatte; diese diente als unmittelbares Vorbild. Danach übernahm Valentin Boltz aus Thüringen Bauleitung und Innenausgestaltung. Die Kölner Anlage entstand zeitgleich mit der Jesuitenkirche St. Michael in Aachen, gefolgt von Bauten in Bonn, Coesfeld und Paderborn. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis fast auf die Umfassungsmauern zerstört und von 1949 bis 1979 in ihre ursprüngliche Gestalt zurückgeführt.

© Glockenzeit · CC BY-SA 4.0

Architektur

Die Kirche ist eine dreischiffige, siebenjochige Basilika mit Emporen, schmalem Querschiff und dreijochigem Hauptchor. Die westliche Eingangsfront begleiten zwei vorgezogene Flankierungstürme, zwischen denen ein schmaler Hof entsteht; der Glockenturm erhebt sich hinter dem Chor. Errichtet ist der Bau aus verputztem Backstein mit Gliederung aus Werkstein.

© Raimond Spekking · CC BY-SA 4.0

Fassade

Das rundbogige Portal rahmen Doppelsäulen korinthischer Ordnung. In Nischen stehen die Jesuitenheiligen Ignatius von Loyola und Franziskus Xaverius, daneben Aloisius von Gonzaga und Stanislaus Kostka. Das Gebälk bekrönt das von Löwen gehaltene Wappen Herzogs Maximilian von Bayern: Das Haus Wittelsbach war über das Amt der Kölner Kurfürsten mit der Stadt verbunden und gehörte zu den Stiftern des Baus.

© Foto einer Gedenktafel, Horsch, Willy · Public domain

Innenraum

Rundpfeiler toskanischer Ordnung, durch Spitzbögen verbunden, gliedern das Mittelschiff. Über Mittelschiff, Vierung und Chor spannt sich auf Konsolen mit herabhängenden Trauben ein Netzgewölbe in Form einer flachen, halbsteinstarken Tonne mit hohen Stichkappen; sein feinmaschiges Rippennetz bildet abwechselnd Stern- und Quadratformen und überzieht den Raum ohne Gurtbögen. Dazu passt ein gemusterter Fußboden aus schwarzen und weißen Marmorplatten.

© Der ursprünglich hochladende Benutzer war Detlef thomas in der Wikipedia auf Deutsch · CC BY-SA 2.0 de

Heute

Die Kirche gehört dem Erzbistum Köln und dient der Italienischen Katholischen Gemeinde Köln für ihren Gottesdienst. Sie ist keine Gemeindekirche; Führungen vermittelt das domforum.

Zeitstrahl

  1. 1618
    Grundsteinlegung durch Christoph Wamser
  2. 1623
    Christoph Wamser als Bauleiter nachgewiesen (bis 1623)
  3. 1629
    Inbetriebnahme der Kirche
  4. 1678
    Vollendung der Kirche
  5. 1939–1945
    Im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern zerstört
  6. 1949–1979
    Wiederaufbau in ursprünglicher Gestalt

Karte

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Adresse

Marzellenstraße 30
50668 Köln

Kontakt

0221 16421083

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Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27

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