St. Mariä Himmelfahrt
Barocke ehemalige Jesuitenkirche nahe dem Dom — nach diesem lange die größte Kirche Kölns und eines der wenigen Barock-Zeugnisse der Stadt.
seit 1629
St. Mariä Himmelfahrt war nach dem Dom lange Zeit die größte Kirche Kölns und zählt zu den wenigen erhaltenen Bauwerken des Barocks in der Stadt. Die ehemalige Kollegkirche der Jesuiten liegt nahe dem Dom.
Auf einen Blick
- Art
- ehemalige Jesuitenkirche, katholische Pfarrkirche
- Lage
- Marzellenstraße, Altstadt-Nord (Innenstadt), nahe dem Dom
- Baustil
- Barock mit nachgotischen Formen
- Maße
- rund 60 m lang, 24 m breit, lichte Höhe etwa 25 m
- Schutz
- Baudenkmal in Nordrhein-Westfalen
- Öffnung
- in der Regel täglich 8–18 Uhr
Nach dem Kölner Dom war St. Mariä Himmelfahrt für lange Zeit die größte Kirche der Stadt – obwohl sie als Jesuitenkirche gebaut wurde und heute der Italienischen Katholischen Gemeinde Köln als Gotteshaus dient.
Altersvergleich
Alter im Vergleich mit anderen Orten in Köln.
Geschichte
Den Grundstein legte man 1618; ab 1629 wurde die Kirche genutzt, vollendet war sie 1678. Die Bauleitung lag bis 1623 bei Christoph Wamser, der zuvor die Jesuitenkirche im elsässischen Molsheim errichtet hatte; diese diente als unmittelbares Vorbild. Danach übernahm Valentin Boltz aus Thüringen Bauleitung und Innenausgestaltung. Die Kölner Anlage entstand zeitgleich mit der Jesuitenkirche St. Michael in Aachen, gefolgt von Bauten in Bonn, Coesfeld und Paderborn. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis fast auf die Umfassungsmauern zerstört und von 1949 bis 1979 in ihre ursprüngliche Gestalt zurückgeführt.
Architektur
Die Kirche ist eine dreischiffige, siebenjochige Basilika mit Emporen, schmalem Querschiff und dreijochigem Hauptchor. Die westliche Eingangsfront begleiten zwei vorgezogene Flankierungstürme, zwischen denen ein schmaler Hof entsteht; der Glockenturm erhebt sich hinter dem Chor. Errichtet ist der Bau aus verputztem Backstein mit Gliederung aus Werkstein.
Fassade
Das rundbogige Portal rahmen Doppelsäulen korinthischer Ordnung. In Nischen stehen die Jesuitenheiligen Ignatius von Loyola und Franziskus Xaverius, daneben Aloisius von Gonzaga und Stanislaus Kostka. Das Gebälk bekrönt das von Löwen gehaltene Wappen Herzogs Maximilian von Bayern: Das Haus Wittelsbach war über das Amt der Kölner Kurfürsten mit der Stadt verbunden und gehörte zu den Stiftern des Baus.
Innenraum
Rundpfeiler toskanischer Ordnung, durch Spitzbögen verbunden, gliedern das Mittelschiff. Über Mittelschiff, Vierung und Chor spannt sich auf Konsolen mit herabhängenden Trauben ein Netzgewölbe in Form einer flachen, halbsteinstarken Tonne mit hohen Stichkappen; sein feinmaschiges Rippennetz bildet abwechselnd Stern- und Quadratformen und überzieht den Raum ohne Gurtbögen. Dazu passt ein gemusterter Fußboden aus schwarzen und weißen Marmorplatten.
Heute
Die Kirche gehört dem Erzbistum Köln und dient der Italienischen Katholischen Gemeinde Köln für ihren Gottesdienst. Sie ist keine Gemeindekirche; Führungen vermittelt das domforum.
Zeitstrahl
- 1618Grundsteinlegung durch Christoph Wamser
- 1623Christoph Wamser als Bauleiter nachgewiesen (bis 1623)
- 1629Inbetriebnahme der Kirche
- 1678Vollendung der Kirche
- 1939–1945Im Zweiten Weltkrieg bis auf die Umfassungsmauern zerstört
- 1949–1979Wiederaufbau in ursprünglicher Gestalt
Karte
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Adresse
Marzellenstraße 30
50668 Köln
Kontakt
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Quellen & Links
- Offizielle Website
- Offizielle Website (abgerufen 2026-06-25)
- Wikidata (abgerufen 2026-06-24)
- Wikipedia (abgerufen 2026-06-24, rev 262937434)
Automatisch erstellt, zuletzt geprüft: 2026-06-27
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